"Ich bin dann mal weg!" kann man ja inzwischen eigentlich gar nicht mehr schreiben. Mist.

AstralreiseÜber Pfingsten bin ich nämlich mal wieder unterwegs, und ich weiß noch nicht, ob ich zum Bloggen kommen werde. Das Wetter soll ja auch so schön werden…

Bestimmt bin ich dann lieber draußen und gehe vielleicht ein bisschen…, nee, nicht Jakobsweg. Aber wie wär’s mit „Schama-
nischer Astralreise“? Ach, da fällt mir ein: das wird nix, ich hab‘ ja immer noch nicht den Anfängerkurs besucht. Mal ganz zu Schweigen vom normalen oder dem „Fort-
geschrittenenkurs“. Ich weiß also nach wie vor nicht, was ich da so machen müsste und wie weit ich dann überhaupt von mei-
nem Leib fort schreiten dürfte (man will sich ja mal ein Eis holen oder so) und verlaufe mich nachher womöglich noch.

Schade. Hm.

Vielleicht mache ich dann ja mal eine hüb-
sche Radtour nach „Lemuria“. Ich vermute irgendwie, dass es dort eventuell putzige Äffchen gibt. Weiß gar nicht, wie ich da jetzt drauf komme… Oder ich gucke kurz in Atlantis vorbei, schaue ein bisschen nach dem Rechten und frage mal nach, was denn eigentlich mit den ganzen anderen „Chakren“ pas-
siert ist. Vielleicht kann ich ja was rauskriegen. – „Kanseyan“, – kann nicht sein.

Ich sing’ dann Bescheid…

Irgendwann muss auch mal Schluss sein…

Gestern haben Freundin T. und ich in meinem kleinen Küchenlabor eine weltbewegende Erkenntnis und höchst nützlich Lebenshilfe ausgetüftelt. Mal eben so. Aus der Lameng. Ja, so sind wir…

Nämlich haben wir rausgefunden, wie man ganz automatisch nie zuviel trinkt und darum am nächsten Morgen fit ist wie irgendein Obst. Das Obst kann sich jeder selbst aussu-
chen. Avocado vielleicht. Die Versuchsanordnung lässt sich auch in heimischen Gefilden ohne weiteres nachvollziehen:

Trinkstopper1Man fülle ein bevorzugtes Getränk (z.B. Cidre) in ein Behältnis (in dieser Versuchsanordnung ein hübsches Becherchen), das ganz genau die gleiche Farbe vorweist wie die Tischdecke da-
runter (in diesem Fall beide pink!). Siehe dazu: Abb.1.

Nun kann frisch von der Leber weg und in aller Ruhe losgetrunken werden. Es kann überhaupt nichts passieren, das Sicherheitssystem ist in sich stabil und arbeitet einwandfrei. Das Gefäß kann beliebig oft aufgefüllt und wieder geleert werden. Während des Versuchs darf angeregt gesprochen werden, auch kleine Snacks dürfen gereicht und verzehrt werden.

Trinkstopper22. Durch das fortwährende Konsumieren der in den Becher eingefüllten gehaltvollen Getränke steigt der Alkoholpegel der Testperson nun all-
mählich an. Sie erreicht früher oder später ein Stadium, in dem sie das Gefäß auf der Tisch-
decke optisch schlichtweg nicht mehr auszu-
machen vermag, was sie am Wiederauffüllen des Gefäßes hindert. – Weil sie’s einfach nicht wieder findet! Verblüffend!

Siehe dazu Abb.2.

Eine ganz einfache Methode, die man schnell erlernen und mit deren Hilfe man sich viel Ärger und Kopfschmerzen ersparen kann. 

Gern geschehen. Und beim nächsten Mal erkläre ich eventuell, warum man Kinder viel-
leicht lieber nicht im Versandkasten spielen lässt…

Draußen

Gestern war ich so’n bisschen blogfaul…
Stattdessen bin ich endlich mal wieder spazieren gegangen! Mit’m Heuschnuppen geht’s jetzt nämlich wieder besser, und so hab’ ich mich mal wieder auf meine alte Spazierrunde getraut, um „meine“ olle Weide zu besuchen. – Und hab’ mich gleich geärgert, weil ich die Kamera nicht mitgenommen hatte. In meiner Quarantäne war mir nämlich tatsächlich ent-
gangen, dass der Frühling inzwischen volle Pulle losgelegt hat! Es sind schon reichlich Insekten unterwegs, die Vögel schreien aus vollem Hals (man gut, dass der Mensch das allgemein als angenehm empfindet), überall wird geblüht wie Bolle und in der Weide war ein Nest mit frischen Halmen drin. Ich vermute aber, das da kein Rasen ausgebrütet werden soll, sondern vielleicht Meisen oder so.

Und am schönsten: Die Mauersegler sind auch wieder da. Die krakeelen zwar besonders laut, aber ihre Kamikazeflüge kann ich mir stundenlang begucken. Dass die nie landen! (Außer in der Brutzeit.) Ist doch irre, oder?

Ganz in der Nähe der Weide bildet ein Seitenarm eines Baches einen kleinen Tümpel. Dass da richtig Betrieb war, konnte ich von weitem schon hören. Anscheinend wurde dort diskutiert, wer die tollsten Schenkel hat und die knackigste Brauntönung. Als ich näher kam und mich vorsichtig dazu setzte, ging überall um mich herum erstmal ein großes Gehopse los, beruhigte sich dann aber bald wieder. Die meisten waren vor mir ins Wasser geflüchet… Ich glaube, dass das Erdkröten waren, aber ich konnte nicht so genau sehen, ob sie nun kupferfarbene Augen hatten oder nicht. Da guckte zwar immer eine aus dem Wasser zu mir rüber, aber jedes Mal, wenn ich zurückguckte, kniff sie schnell die Augen zu. So lange bis ein Typ im Jogginganzug sein Klapperfahrrad vorbeischob. Dass der den Anzug nicht zum Joggen hatte, sah man sofort. „Na, willze Frösche fang’?!?“ rief er mir zu, aber ich tat so, als wüsste ich gar nicht so richtig, was ich mit Fröschen soll.

Nachdem er wieder abgeschoben war, machte ich mich auch wieder auf dem Weg, an dem einen Ufer des Baches entlang. Dort kam mir ein Paar auf Fahrrädern entgegen und (keine Ahnung wieso) der Mann rief mir fröhlich zu: „Wennse ihr’n Mann suchen: Der geht da drüben!“ Da hab’ ich natürlich sofort geguckt wo denn, und sah auf der anderen Seite des Baches einen Typen mit modischer Glatze, Metal-Shirt und Schäferhund durch die Rabatten stapfen. Das konnte also schon aus mehreren Gründen gar nicht meiner sein. „Das is’ überhaupt nich’ meiner!“ rufe ich dem Radfahrer dann auch hinterher und überlege, ob ich noch „Netter Versuch! Aber völlig unnötig!“ hinterherschicken soll, aber da ist er schon zu weit weg. Stattdessen zucke ich mit den Schultern. Schließlich hat „meiner“ Haare und verweigert sowohl T-Shirts als auch Hunde. Und am kommenden Wochenende geht er sicherlich auch gern wieder mit mir spazieren.

Heute allerdings ist erstmal Freundinnenprogramm dran. Die liebe T. kommt heut’ Abend und schleppt ein halbes Picknick mit. Per e-mail hat sie mir mitgeteilt, sie bringe

Polentastückchen
Quark mit Schnittlauch
Tomatenbutter
Kräuterbutter
Römersalat
Wassermelone

und Wurzelbrot (superlecker, zum Aufbacken)

mit. Also bin ich los und habe noch Käse, Tomaten und Frikadellenzutaten besorgt, damit wir komplett sind. Außerdem ist da noch eine Flasche Cidre, die wir beim letzten Mal (vor gefühlten hundert Jahren) nicht geschafft haben. Und wenn ich dann nachher schon zum Anfang der Woche etwas beduselt bin, gebe ich einfach den Schweden die Schuld! Der Möbelelch hat mir nämlich vor einigen Tagen in seinem „Family“-Newsletter mitgeteilt: „Leichtes Schwanken hilft Körper und Geist beim Entspannen.“

Da ging es zwar eigentlich um Hängematten, aber ich will da jetzt nicht so kleinlich sein.

Fürsiche an und pfirsich.

In ein paar Wochen ist es soweit: Miss T. durchbricht eine Schallgrenze! Beziehungsweise steigt sie mal eben über ein zierliches Mäuerchen. – Ja, was denn nu? Herrjeh, es fühlt sich eben mal so und mal so an…

Tausende Artikel sind darüber bestimmt schon weltweit verfasst worden. Es passiert stän-
dig überall. Mir ist es zwar noch nie passiert aber es wird mir bald passieren. Zum Glück aber wohl nur einmal. Wissenschaftliche Untersuchungen führender Labors auf der ganzen Welt haben ergeben, dass es Jedem eigentlich nur einmal passiert. Reicht ja auch. Aber es wird eben darüber geredet und auch geseufzt. Also bitte, hier kommt jetzt die Stelle, an der geseufzt wird: Seufz.

Wieso seufz? Hatte ich das noch gar nicht gesagt? Ach so. Ich werde 40.

Ja, seufz. Sag’ ich doch. Die alte Leier.
Ist schon komisch, dass man sich von einem Datum so erschrecken lässt. Es ist ja nicht so, dass ich über Nacht, BAM!, altere, und wenn ich dann morgens in den Spiegel gucke, sind da plötzlich 20 Jahre mehr im Gesicht abgeheftet.

Trotzdem wird mich die Zahl stören, weil ich finde, sie steht mir nicht. Mir sind nämlich manche Zahlen schon immer unsympathisch, und die 2 und die 4 mochte ich noch nie, ganz besonders die 4 nicht. Die ist mir irgendwie zu pieksig. Meine Lieblingszahl ist und bleibt die 3, und die gebe ich jetzt auch ganz ungern her. Meinetwegen könnte ich jetzt noch 10 Jahre lang irgendwas mit 3 davor sein, und dann direktemang 50 werden. Die 5 hab’ ich nämlich auch ganz gern und die steht mir dann bestimmt auch wieder viel besser.

Eventuell hat der Argwohn gegenüber der 40 auch was mit solchen Zeichen zu tun, dass z.B. die Damen in „Liebe her!“-Anzeigen immer höchstens 39 sein sollen und wollen. Dahinter beginnt wohl so eine Art Niemandsland. Wer will da schon hin. Das hätte dann also was mit der Angst vor schwindender Attraktivität zu tun. Jetzt sagen natürlich alle: „Quatsch! Wieso soll eine Frau mit 40 denn nicht attraktiv sein? Da musste doch drüber stehen!“ Schon, aber deswegen kann es mir ja trotzdem mal auffallen, oder? Das merke ich aber sowieso schon länger, dass die Jungs nicht mehr so gucken wie früher. Zuerst dachte ich: nanü, die gucken ja gar nicht mehr. Werde ich vielleicht langsam unsichtbar? Aber weil im Freundes- und Bekanntenkreis eigentlich niemand Probleme hatte, mich optisch auszumachen, dachte ich dann: Ach, phhhh…, wer will denn schon von Jungs beguckt werden! – Die Männer, die gucken nämlich schon noch… 

Und Frauen, die vierzig sind, kriegen außerdem meistens keine Kinder mehr. Da findet also schon eine Art heimliche Staffelübergabe statt und da sagt irgendsoein Steinzeittrieb eventuell „Abwinken“. Da kann man sich noch so gut gehalten haben.

Was die Kinderfrage angeht, bin ich ja sowieso etwas verdreht. Früher wollte ich durchaus eines Tages Mutter werden. Aber irgendwie wollten die Männer, mit denen ich ernsthaft zusammen war, auf gar keinen Fall Kinder. Bis auf einer. Der sagte irgendwann, er wün-
sche sich sogar ganz doll eins von mir. Bevor ich aber richtig überlegen konnte, ob ich ihm das nun zum Geburtstag oder lieber zu Weihnachten schenken soll, machte er sich vom Acker. Man gut, dass wir noch nicht angefangen hatten damit! Direkt auf der anderen Seite des Ackers stand übrigens die Frau, der er das Kind noch viel lieber machen wollte. Und heute bin ich amüsiert und sogar richtig froh drüber, dass es so gelaufen ist. Der wär’ nämlich wirklich der Falsche dafür gewesen. Das eigentlich Irre ist aber: Alle diese Herr-
schaften, mit denen ich länger zu tun hatte, wurden in der Beziehung nach der unseren Vater. (Bis auf Freund M. Der will das nämlich wirklich nicht.)

Eventuell bin ich also keine Frau, mit der man Kinder will, obwohl ich eigentlich gar nicht so richtig wüsste, wieso. Und vielleicht ist das auch gar wirklich nicht so, es wäre aber eigentlich nicht schlimm. Mit dem Thema bin ich inzwischen sowieso, nach sorgfältiger Auseinandersetzung damit, durch. Nur, wenn mal wieder eine Freundin muttert (so wie Freundin M. zurzeit), flackert kurz auf, dass das ja eigentlich schon ganz schön ist, so was… – Aber ich kenn’ das schon, das ist nichts Ernstes, dauert ungefähr 2-3 Monate und geht dann von alleine wieder weg. Was man von Kindern nun wieder nicht behaupten kann.

Müsste ich mich jetzt eigentlich für diesen ziemlich privaten Exkurs entschuldigen? Nö. Da denke ich halt so drüber nach. Ich behaupte jetzt mal frech: Das ist evolutionär so angelegt, das Frauen um die vierzig immer mal über Quark nachdenken müssen. Da können die nix für. Aber es reinigt die Hirnwindungen, also lass ’se mal.

Das sind eben die Sachen, die einem so einfallen können, wenn man 40 wird. Ob Männer das dann wohl mit der 50 haben? Dieses etwas unangenehme Gefühl, mal gucken zu müssen, was man eigentlich bis hier geschafft hat, und ob man noch irgendwo hin will? Hin will ich schon irgendwo, weiß aber im Moment nicht so Recht, wohin.

„Wohin?“ fragen mich gelegentlich auch Freunde und so. Da denke ich manchmal direkt bergeweise drüber nach, und weiß hinterher immer: Nee, da war jetzt noch nix dabei. Es muss schon laut und deutlich „PLINGGG!“ machen. Und Vieles hab’ ich ja auch schon gemacht: Ausbildung, Arbeiten in einigen total unterschiedlichen Sparten, Entwicklung von Universaltalenten, Musikmachen, Selbständigkeit, Liebe mit Zusammenwohnen, Liebe mit Getrenntwohnen, Freundschaft, Trennung, Krisen, Wiederaufstehen, Weitermachen.

Soweit also die Bilanz.

Und was mache ich denn an meinem Geburtstag? Also, soll ich das auch noch feiern, oder wie? Und mir launige Sprüche über die 40 anhören? Mich „altes Haus“ nennen lassen? Mein ganzes Taschengeld für Bier ausgeben, damit die Gäste dann fröhlich behaupten, ich sähe „keinen Tag älter aus als 39!“? Ich sehe sowieso höchstens wie 36 aus, dass das mal klar ist.

Eigentlich würde ich viel lieber wegfahren, ich vermisse das Meer sowieso schon seit län-
gerer Zeit. Und Muscheln stellen auch keine doofen Fragen und schenken einem keine T-Shirts, auf denen draufsteht: „Ich bin 40, bitte helfen sie mir über die Straße!“ O.K., das machen auch meine Freunde nicht, da würd’ ich denen nämlich was husten. Ebenso, wenn mir einer auf die Schulter haute und riefe: „Na? Und? Schon Mitleidskrise? Hahaha!“ Schließlich habe ich das oder Ähnliches im letzten Jahr bei Freundin S. beobachten kön-
nen, die mir zum Glück neulich mal erzählte, ihr sei die 40 auch immer noch nicht recht geheuer, obwohl sie schon ein Jahr damit rumläuft. Leider reicht aber meine Haushalts-
kasse nicht so richtig zum Wegfahren. Und wenn ich nach Hause käme, müsste ich die Biere ja trotzdem noch ausgeben. Ich könnte mich eventuell tot stellen. Aber auf Beerdi-
gungen wird ja für gewöhnlich sogar noch mehr gesoffen als auf runden Geburtstagen. Weiß ich also noch nicht…

Na, bis mir was einfällt, altere ich einfach noch ein bisschen vor mich hin…

Besser leben – Der praktische Ratgeber für die fröhliche Hausfrau (Teil2 – Männerpflege)

Versprochen ist versprochen!

Heute geht’s dann mal um den Hausherrn, schließlich ist heute so was wie „Männertag“. Und was nützt es denn auch, meine Damen, wenn wir uns aufrüschen, bemalen, föhnen, uns unwürdigen Bewegungsabläufen (ich sach nur: Nylonstrumpfhose anziehen! Rücken eincremen!) hingeben, wenn er dann daneben steht und man ihn am liebsten mit einer großen Brosche verdecken möchte? Wir müssen ihm also helfen.

Darum:

BL_Machen-sie-mehr

Naja, mehr muss man ja nicht gleich draus machen, einer reicht ja für gewöhnlich. Und dem lassen wir das Buch einfach irgendwo unauffällig, aber offen vor der Nase liegen. Denn unser kluges Buch von 1976 weiß:

BL_Rasieren
Ja, der Tucho. Frauen habens nicht leicht…

Ich stelle jetzt mal die Behauptung auf, wenn Männer mal zwei Wochen lang das Schön-
heitsprogramm durchziehen dürften, das allgemein von Frauen so erwartet wird, dann würden sie sich hinterher vor Freude, dass sie das nicht ständig machen müssen, glatt dreimal täglich rasieren! Übrigens rasieren sich Frauen ebenfalls. Und manche sogar täglich. Oder glaubt hier noch jemand, die Damen hätten aus purer Willenkraft so glatte Achseln und Beine? Wenn man das als Argument anführt, gibt’s oft die Antwort: „Also, meinetwegen musste das nicht machen!“. (Er hofft dann vermutlich, dass er’s dann auch sprießen lassen dürfte.) Und anschließend dreht er sich nach der Frischrasierten im Sommerkleidchen um.

Jeder Mann, der sich nach der Rasur beklagt, seine Haut sei jetzt aber so ungemütlich, der kann ja mal einen Gegenstand seiner Wahl mit 40er Schmirgelpapier bespannen und damit ein halbes Stündchen ordentlich schmusen. Da müssten eigentlich anschließend ein paar Einwände gegen die Rasur im Allgemeinen zurückgezogen werden. Und sie sollte dann freundlicherweise mit Heftpflaster zur Seite stehen und mal gar nix sagen.

Auf die männliche Schaumschlägerei will ich gar nicht so eingehen. Wenn sie mal so ein komplett ausgeschäumtes Badezimmer betritt, weiß sie wenigstens: Er ist zufrieden! Fein. Drückt er sich hingegen den ganzen Inhalt der Tube direkt ins Gesicht, ist klar:  Aha. Relativ unzufrieden.

Nach dem Rasieren kommt bekanntlich der Duft. Hier erhalten wir wertvolle Tipps zur Unterscheidung und Klassifizierung:

BL_Dufte_Typen

Na gut, die Beispiele sind inzwischen vielleicht ein bisschen überholt, aber man kann sich durchaus noch was drunter vorstellen. Wenn ich jedenfalls nach diesen Duftcodes gehe, hatte ich wohl bisher nur mit Herren und Männern zu tun. (Schmetterlinge und andere In-
sekten waren nicht dabei.) Dabei verzehre ich mich doch seit jeher innerlich nach einem, der endlich mal nach Gitarren riecht!

Nach Leder übrigens darf der Mann (meiner Meinung nach) höchstens dann riechen, wenn er auch noch die entsprechenden Knautschgeräusche dazu macht. Kornfeld: naja. Haupt-
sache, er denkt immer daran, das -feld nicht irgendwann wegzulassen. Das wäre sicher auch der Karriere zuträglich, doch, bestimmt!

Und dazu hat das Buch ebenfalls was zu sagen:
„Froschmann“ z.B. wird man schnell, das scheint wohl auch ein begehrter Beruf zu sein, und eigentlich braucht man lediglich eine Badewanne dazu.

BL_Froschmann

Also, da müsste ich aber wirklich üben! Bei mir sieht die Entspannung in der Badewanne nämlich so aus, dass ich versuche, möglichst ruhig im Wasser zu dümpeln, während die Haarkur einwirkt. Dazu höre ich schöne Musik, trinke vielleicht ein Schlückchen oder na-
sche Pralinen. Wenn ich dazu jetzt aber noch wild herumtoben, schäumen und aus vollem Halse singen soll, bin ich doch hinterher fix und fertig!

BL_LebenskünstlerMänner also wohl nun nicht. Die müssen nach der Seife tauchen und dabei wilde Abenteuer erleben. Man kann ja froh sein, dass sie keine Drachen erlegen, die sie dann durch die ganze Bude schleppen, oder Kanonen abfeuern und hinterher die Hütte niederbrennen. Die sind ja so.

Und wer nicht „Froschmann“ wird, kann immer noch „Lebenskünstler“ sein. Ich dachte bisher übrigens immer, „Lebens-
künstler“ sei so eine für Sympathie wer-
bende Umschreibung für „Arbeitsloser“, aber gut. Jedenfalls weiß ich jetzt, wieso ich diesen Begriff immer nur bei Männern gehört habe, denn:

„Lebenskünstler sehen das ganze Jahr über „männlich“ aus“.

Wieso da Anführungszeichen sind? Das weiß ich doch nicht! Jedenfalls braucht der Mann dazu nur ein Handtuch. Das reicht dann auch als Klamotte für’s ganze Jahr und im Winter kann man ja dann die Arme wärmend um den Körper legen.

So gehen wir gern mit ihm auf Empfänge, Familienfeiern und Beerdigungen. Ab und zu vielleicht ein paar neue Radkappen dran, und… – Wie?!? Wieso Radkappen? .
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Männertuning.
Ist das hier denn nicht auch aus dem Buch?
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Nein? Ernsthaft?

Ach nee, das war ja gerade erst vor ein paar Tagen in der Zeitung…

Mariah, – mach Du’s!

Eben habe ich bei den Herrschaften, die mir freundlicherweise und ganz selbstlos meine e-mail-Adresse bereitstellen, gelesen, wofür Promis manchmal so Assistenten beschäf-
tigen. Jessica Simpson hat demnach einen Assi, der nix anderes tut, als Badeanzüge für sie anzuprobieren. Soso. Mariah Carey und Jennifer Lopez haben jemanden, der sich aus-
schließlich darum kümmert, dass ihre Möpse auf Film und Foto immer gut aussehen. Pfft! – Also, jede hat natürlich ihren eigenen Assistenten dafür. Selbstverständlich. Denn sonst müssten sie ja immer gleichzeitig überall hin, und das hielte ja schon keiner aus. Und wenn dann noch Celine Dion denselben Busenspezialisten hätte…

Sylvester Stallone steigt übrigens in keine Boxershorts, die nicht mindestens auf 25 °C vorgewärmt sind (da stand noch mehr, aber den Rest lasse ich lieber weg). Und vor Jahren hatte ich auch schon mal so was gelesen, weiß nicht mehr, um wen es genau ging, ich glaube, um Barbra Streisand: Wenn sie auf Tour ist und dann in Hotelsuiten logiert, müs-
sen
dort im Badezimmer immer ganz bestimmte Blüten in der Kloschüssel schwimmen. Mir tut Frau Streisand eigentlich leid, wenn sie bestimmte Sachen nur kann, wenn meinet-
wegen Gerbera drunter dümpeln. Hoffentlich kommt die arme Diva nie in die Verlegenheit, mal spontan irgendwo irgendwas zu müssen und es ist gerade kein Blumenladen in der Nähe. Und hoffentlich wird sie nicht eines Tages als Gerbera wiedergeboren.

Ich verstehe natürlich, dass solche Marotten was damit zu tun haben, sich auch unter-
wegs im Hotel oder in Stargarderoben wenigstens ein bisschen wie zuhause fühlen zu können. Wenn das nur geht, wenn ein Körbchen mit ganz bestimmten Süßigkeiten oder Obst-, oder meinetwegen auch Biersorten bereitgestellt wird, oder ein besonderes Parfum versprüht wird, dann geht das eben nur so. Aber sicher geht’s dabei auch darum, sich etwas bunter und schillernder zu präsentieren und ordentlich Gesprächsstoff für Gazetten zu liefern.

Das bringt mich jetzt aber schon darauf, mal zu überlegen, was ich mir denn so alles wünschen würde…

Was mir zuerst einfällt, wäre natürlich ein Leibkoch, der mir Tag und Nacht auf Zuruf an-
ständige Bratkartoffeln macht. Vielleicht auch mal was anderes zwischendurch, aber Bratkartoffeln müsste er schon richtig gut können. Das ist aber eigentlich zu einfach. Ein Konditor, bzw. Confiseur, der mir täglich die dollsten Torten und Pralinen erfindet? Auch nicht schlecht. Aber eigentlich immer noch viel zu einfach.

Vielleicht jemanden, der die Türklinken daran hindert, nach dem Runterdrücken zu rasch wieder hochzuschnellen? Das konnte ich noch nie leiden. Oder jemanden, der mein Haar nachts im Schlaf alle paar Stunden vorsichtig durchkämmt, damit ich morgens nicht im-
mer so strubbelich bin? Der könnte mich dann auch gleich nachts schminken, damit ich morgens mit einem leichten Make-up, Wimperntusche und Lidschatten erwache, wie diese Frauen in den amerikanischen Filmen immer.

Vielleicht hätte ich einen Assi, der auf Galas hohe Schuhe für mich trägt, damit ich trotz-
dem gut aussehe, obwohl ich auf den Dingern nicht laufen kann. Und wäre ich beispiels-
weise als Sängerin berühmt geworden, dann hätte ich vielleicht jemanden, der mir vor dem Konzert die Stimmbänder schön einsingt. Im Gegenzug würde ich mich übrigens um mein Dekolletee komplett selber kümmern. Das ist mir ohnehin viel lieber.

Auf Fotos sehe ich fast immer schrecklich aus, darum würde ich verfügen, dass von mir überhaupt keine Aufnahmen gemacht werden dürften, sondern höchstens Zeichnungen oder Skulpturen angefertigt. Das Hotelzimmer, in dem ich bereit wäre, zu nächtigen, müsste immer unbedingt am Meer sein, aber dennoch mit Blick in den hässlichen Innen-
hof des Hotels, auf die Mülltonnen vielleicht. Das allein würde meiner Kunst den richtigen authentischen Impuls geben, während ich die leckeren Bratkartoffeln äße.

Ach, eigentlich, dieses ganze Täterää ums Berühmtsein würde mir sicherlich gar nicht gefallen: Interviews und Autogramme geben, morgens Papparazzi in der Garage vorfinden, und, im schlimmsten Fall, mich vom Gottschalk auf seinem Wetten dass-Sofa 10 Minuten blöd anwanzen lassen und den Rest des Abends zwischen Dings Hilton und Götz George sitzen. – Geh mir weck!

Und deshalb macht das ja auch freundlicherweise die Frau Carey für mich. Nett von der.

Frühling!

Entschuldigung, ich sehe heute wohl etwas derangiert aus. Mich hat jetzt endlich der Frühling gepackt und kräftig durchgeknüdelt. Nee, ich spreche nicht von Frühlingsgefüh-
len. Die sind ja auch zuweilen anstrengend und bringen einen dazu, so Sachen machen zu wollen wie „vor Glück platzen“ und so. Neenee, meinen Frühlingsgefühlen geht’s gut, aber zum Platzen hab’ ich gar keine Zeit. Also, zum Platzen selber hätte ich sie schon, Platzen geht ja ziemlich schnell. Aber das Putzen nachher…

Die Frühjahrsmüdigkeit ist es auch nicht. Darüber durfte ich neulich in artes Karambolage lernen, dass sie zwar in Deutschland eine anerkannte Krankheit ist, aber in Frankreich völlig unbekannt. Sie macht also genau an der Staatsgrenze halt, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Franzosen kein Wort dafür haben, wenn sie im April müde sind. Ich bin das ganze Jahr über mal müde, mal nicht. Und wenn nicht allzu müde bin, kann ich mir jederzeit auch noch prima Erklärungen und Ursachen dazu ausdenken. Darüber, ob die dann auch immer vom Arzt behandelt werden würden, will ich jetzt mal lieber nicht spekulieren, vor allem nicht, wenn „Likör“ drin vorkommt.

Meine augenblickliche frühlingshafte Verquollenheit hat aber damit zu tun, dass hier die Birken fliegen. Und zwar offenbar genau auf meiner Höhe. Ich hab’ nämlich Heuschnupfen und bin mir sogar sicher, dass es den sogar in Frankreich gibt. Was Birken mit Heu zu tun haben, wird mir arte vielleicht mal eines Tages erklären. Was die wahrscheinlich aber auch nicht wissen, ist, wieso ich ausgerechnet auf meinen Lieblingsbaum so verschnupft reagiere. Schön ist das jedenfalls nicht.

Besser leben – Der fröhliche Ratgeber für die perfekte Hausfrau (Teil1 – Der erste Eindruck)

Am Samstag war ich mit meinem liebsten, überaus charmanten und natürlich auch be- sonders gutaussehenden Begleiter auf dem Flohmarkt. Dort fand ich ein Buch, mit dem ich hier eine neue „Sendereihe“ einläuten möchte. – Silberglöckchen, bitte!

Das Buch und damit auch die Sendereihe trägt den Titel: Besser leben.
Untertitel: „Der fröhliche Ratgeber für die perfekte Hausfrau“.

Und weil ich finde, dass die Rollenverteilung bei Frau und Mann (übrigens auch speziell hier im Blog) noch (oder schon wieder?) erstaunlich oft eher traditionell orientiert ist, werden mir die nützlichen Tipps aus dem Jahr 1976 sicherlich förmlich aus den Zeilen gerissen werden, ihre Gültigkeit ist nämlich kein bisschen angestaubt. Dafür riecht das Buch ein bisschen komisch. Hat wohl im Keller gelegen.

Beginnen wir heute also mit dem ersten Eindruck. Die moderne Frau darf ja ruhig ein bisschen arbeiten, wenn sie das unbedingt zur Selbstverwirklichung braucht. Außerdem ist der neue Riesenflachbildfernseher dann auch viel schneller abbezahlt.

Und im Job ist es besonders wichtig, auch lecker auszusehen, schließlich kann man ja auch froh sein, wenn man überhaupt einen hat und für wenig Geld arbeiten darf. Sonst wird das mit der Selbstverwirklichung nachher nix. Wie man sich nun besonders hübsch verwirklicht, zeigen die folgenden, anschaulichen Vorher-Nachher-Beispiele:

BL_Header_Frisuren

BL_Frisur1a

Wie man sieht, ist aus dieser Dame die Luft raus. Die Haare hängen ihr wirr in die Stirn, die Mundwinkel wollen auch mehr nicht so recht. Was soll denn da der Gesprächspartner an Telefon denken! Wie sieht das denn aus! Wie soll man denn da in vernünftige Baller- mannstimmung kommen?

BL_Frisur1b

 

 

 

So ist’s schon besser: Lächeln Sie, und klap- pern ein bisschen mit den Bügeln Ihrer chicen Sonnenbrille! Legen sie die Stimme eine Okta- ve tiefer und erzählen sie von den Bikinischön- heiten, die sich auf Amrum rumräkeln. Schon sind sie von Kaufwütigen mit erigierten, äh, Rudern umgeben. Und genau das wollen wir Frauen, sind wir doch mal ehrlich. Nicht?

   –  –  –  –  –  –  –  –

BL_Frisur2a

Und Ihr Chef ist furchtbar gern von schnuckeligen Blondinen umgeben. Und mit der rich- tigen Frisur vermehren die sich sogar! Da macht es nichts, dass sie nur wenig Platz in ihrem Köpfchen haben. Hauptsache, es ist genug Platz darauf, für die Erfolgsfrisur.

BL_Frisur2b

 

 

Dass die das Haupt wegen des großzügen Einsatzes von Haarspray beschwert, ist nicht so schlimm. Klemmen Sie einfach Ihren hüb- schen Ellenbogen drunter, dann geht’s schon. Und Sie haben sogar noch genug Power, sich die Korrespondenz nah genug an die kurzsich- tigen Augen zu halten. Brille ist nämlich nicht drin. Wie sähe das denn aus, Visitenkarte mit Brille!

   –  –  –  –  –  –  –  –

BL_Frisur3a

Im dritten Beispiel kommt keine Visitenkarte vor. Diese ungepflegte Verkäuferin träumt von guten Umsätzen. Beim Aufwachen hält sie plötzlich eine Paprika in der Hand. Nun weiß sie nicht, wohin damit. Einfach zwischen die Gurken legen? Nein, das geht nicht, das fällt auf. Was man auf dem Foto nicht sieht, ist, dass unter dem schon sehr kurzen Kittel ein nicht viel längerer Rock hervorschaut. Deshalb kommt auch keiner in den Laden. Die Leu- te denken: Das ist so eine. Mit der wollen wir lieber nicht gesehen werden. Unseriös. Das ist ja, als hätte die Kanzlerin plötzlich Brüste! Da kann die Paprika noch so frisch sein.

BL_Frisur3b

 

 

Schon viel besser! Die Omafrisur lässt vertrau- enswürdiger erscheinen. Wieder ist aber das Foto leider zu kurz, um den nun bodenlangen Rock zu zeigen, der jetzt zur Arbeitkleidung gehört. Dazu bequeme, weiße, unsexy Halb- schuhe. Die Paprika hat sich inzwischen zu doppelter Größe aufgebläht und beginnt, in ungesunden Farben zu schillern. Egal, hier kauft man gerne ein. Nehm’ ich gleich zwei!

   –  –  –  –  –  –  –  –

BL_Frisur4a

Die Ärztin, ach was sage ich, die Krankenschwester natürlich!, in unseren vierten Beispiel hat viel zu schlechte Laune. Kein Wunder, dass sie kaum aufs Thermometer schauen mag: Je weiter ihre Mundwinkel sinken, umso höher steigt die Fiebertemperatur ihrer Pati- enten. Davon kriegt sie natürlich wieder noch schlechtere Laune… Das nennt man übri- gens „ungesundes Klima“.

BL_Frisur4b

 

 

Nachdem sie sich aber die Haare aufgedreht und ein paar der Pillen aus dem Schränkchen genommen hat, kann sie ihre endlosen Nacht- schichten viel besser abreißen, ärgert sich nicht mehr über die lachhafte Bezahlung und rennt fröhlich pfeifend durch die Flure. Und siehe da: Das Fieber ist gesunken, die Werte sind gleich viel besser. Das Bett kann bald geräumt werden für den nächsten Kranken.

 

Und hier zum Abschluss noch zwei allgemeine Tipps:

BL_Frisur4c

 

 

 

Deshalb heißt das Ding übrigens auch Schwebehaube!.

 

BL_Frisur_Spray

 

 

 

 

 

Beim anschließen- den Einbetonieren der Frisur schön aufpassen:

Fluppe aus!

Sonst steht noch mirnixdi
rnix der Herr Schäuble vor der Tür und die lie- be Familie gerät ganz schön in Erklärungsnot…

 

(… wird natürlich fortgesetzt.)

Ich bin nicht normal!

Das denke ich jedes Mal, wenn ich in die Stadt geh’ und versuche, mir was zum Drunter-
ziehen zuzulegen. Aus diesem Grund lassen sich wahrscheinlich diese ganzen armen Frauen auch immer freiwillig von Ärzten zurechtrücken: Sie wollen einfach endlich in 80B oder C passen. – Nein, ich verrate jetzt nicht meine Größe, soweit kommt’s noch! Aber ich pass’ auch nie in diese Standartdinger rein. Angeblich soll es irgendwo auch noch andere Größen zu kaufen geben, aber das halte ich für ein Gerücht. Lust, mich auf dem OP zu legen, auf dem ein Operatist für Eitelkeit mich meiner Unterwäsche quasi mass-
schneidert, habe ich aber trotzdem nicht.

Stattdessen hab’ ich mir auf’m Rückweg wieder mal ein T-Shirt, neue Wimperntusche und natürlich Schokolade gekauft. Eigentlich wollte ich ja noch nach ’ner Jeans gucken, aber man muss es auch nicht übertreiben mit den Erfolgserlebnissen.

Heute Morgen waren dann mal meine Haare dran. Das heißt, ich habe unter Anderem so ein bisschen an meinem Pony herum geschnitten. Aber ganz vorsichtig, denn vor ein paar Wochen hatte ich mir mal aus Versehen ein paar Wimpern mit abgesägt. Das sah, wenn man genauer hinguckte, schon ein bisschen komisch aus. Ich hab‘ auch nur ganz kurz überlegt, ob ich das jetzt auf der anderen Seite auch so machen muss, den Gedanken dann aber gleich wieder verworfen.

Übrigens hat meine neue Wimperntusche „Anti-Schwerkraft-Technologie“! Das war natür-
lich Kauf entscheident. Meine Vermutung war, dass ich, wenn ich die auftrage, immer total wach aussehe, weil ich die Augen dann nicht mehr schließen kann. Bisher waren die ja, wohl wegen der Schwerkraft, alle paar Sekunden kurz zugefallen. Ich muss jetzt aber sagen, dass ich schon ein bisschen enttäuscht bin. Es ist mir nämlich über’n Tag schon mehrfach gelungen, zu zwinkern.

Aber das kann natürlich auch noch alte Gewohnheit sein.

Erstmal: Herzlich Willkommen, Rrrita!

Falls einer fragt, wer mich vorgestern freundlicherweise eingeladen hat, und wessen Einladung ich natürlich freudig angenommen habe: Rrrita war’s. *g*

Was gibt’s noch zu erzählen?

Seit Samstag renoviere ich nicht mehr bei Freundens herum, sondern erstmal an mir selber. Will heißen: Ich hab’ zwei Tage nicht viel mehr gemacht als Rumliegen, Lesen, Keksverkosten, Carameldinger mit Schokoklecks drauf aus ihren Plastiknäpfchen pulen, immer mal den Fernseher umschalten und dabei gelegentlich wegratzen. Das tat gut.

Gestern hab’ ich mich sogar mal wieder rausgetraut, aber da hat’s dann geregnet, also hab’ ich mich so schnell wie möglich wieder reingetraut. Vorbei an dem Autorepariermann hinten im Hof. Der hat da seine Werkstatt und lauert hinter seinen zerlegten Patienten auf mich. Wenn ich mein Fahrrad aus dem Schuppen hole, schleicht er sich gern von hinten an, und wenn ich mich umdreh’, fragt er: „Hallo, wie geht’s?!? Was gibt’s Neues?“ und dann muss ich ganz knapp antworten: „Gut. Nix. Schöntachnoch!“, sonst komm’ ich da nie wieder weg und muss mir womöglich den Durchzug der Jahreszeiten hinten im Hof angucken. Und seinen ulkigen, wattierten 70er-Jahre-Overall dazu. Das will man ja nich.

Die Freundereifamilie von der Renovierstelle will übrigens am Samstag endlich umziehen, aber da habe ich gleich meine arme verknickte Wirbelsäule vorgeschoben, also zumindest theoretisch. Ich bin mir übrigens sicher, dass dieser Umzug nervenfetzend chaotisch wird, denn wahrscheinlich sind bis morgens noch keine Kartons gepackt, die Klamotten werden schnell in Plastiksäcke gestopft und es müssen bestimmt erst noch mehrere Schränke auseinandergebaut werden. Beschriftet wird sicher auch nix, weswegen alles in den fal-
schen Zimmern landen wird.

Ich weiß übrigens nicht, wieso das so ist, vielleicht kann mir das ja endlich mal einer er-
klären, aber sowas wie einen Umzug zu organisieren, gilt in manchen Kreisen immer noch als total unlässig. Meiner Meinung nach ist es eher unzulässig, deshalb halte ich mich da sicherheitshalber raus. Sonst muss ich mir noch gutgelaunte Sprüche anhören, in denen dann „Schrebergartenmentalität“ oder „vollverspießt“ vorkommen.

Außerdem bekomm’ ich übermorgen endlich mal wieder Besuch bis Sonntag, und das wurde auch langsam mal Zeit, aber eben die hatte ich vorher ja nicht. Deswegen gehen dieser Besuch und ich erst abends mal gucken und kontrollieren, ob nun alles vorschrifts-
mäßig herumtransportiert wurde. Wir ziehen dann vielleicht auch eine von mir noch zu schmiedende Spinatquiche mit um, denn der gute Umzugs-Freund A. hat es passender-
weise so arrangiert, dass er am Samstag auch gleich noch Geburtstag hat, darum rechne ich mit ordentlich Hallo und mehreren Kisten Bier in der Bude.

Und heute? Wenn ich die „Frühschicht“ auf RUM zuende gehört habe, geh’ ich erstmal schön in die Stadt. Kontrollgang, selbstverständlich. In den Lieblingsbudiken mal wieder die Kleiderbügel grade rücken und so…