Erstmal: Herzlich Willkommen, Rrrita!

Falls einer fragt, wer mich vorgestern freundlicherweise eingeladen hat, und wessen Einladung ich natürlich freudig angenommen habe: Rrrita war’s. *g*

Was gibt’s noch zu erzählen?

Seit Samstag renoviere ich nicht mehr bei Freundens herum, sondern erstmal an mir selber. Will heißen: Ich hab’ zwei Tage nicht viel mehr gemacht als Rumliegen, Lesen, Keksverkosten, Carameldinger mit Schokoklecks drauf aus ihren Plastiknäpfchen pulen, immer mal den Fernseher umschalten und dabei gelegentlich wegratzen. Das tat gut.

Gestern hab’ ich mich sogar mal wieder rausgetraut, aber da hat’s dann geregnet, also hab’ ich mich so schnell wie möglich wieder reingetraut. Vorbei an dem Autorepariermann hinten im Hof. Der hat da seine Werkstatt und lauert hinter seinen zerlegten Patienten auf mich. Wenn ich mein Fahrrad aus dem Schuppen hole, schleicht er sich gern von hinten an, und wenn ich mich umdreh’, fragt er: „Hallo, wie geht’s?!? Was gibt’s Neues?“ und dann muss ich ganz knapp antworten: „Gut. Nix. Schöntachnoch!“, sonst komm’ ich da nie wieder weg und muss mir womöglich den Durchzug der Jahreszeiten hinten im Hof angucken. Und seinen ulkigen, wattierten 70er-Jahre-Overall dazu. Das will man ja nich.

Die Freundereifamilie von der Renovierstelle will übrigens am Samstag endlich umziehen, aber da habe ich gleich meine arme verknickte Wirbelsäule vorgeschoben, also zumindest theoretisch. Ich bin mir übrigens sicher, dass dieser Umzug nervenfetzend chaotisch wird, denn wahrscheinlich sind bis morgens noch keine Kartons gepackt, die Klamotten werden schnell in Plastiksäcke gestopft und es müssen bestimmt erst noch mehrere Schränke auseinandergebaut werden. Beschriftet wird sicher auch nix, weswegen alles in den fal-
schen Zimmern landen wird.

Ich weiß übrigens nicht, wieso das so ist, vielleicht kann mir das ja endlich mal einer er-
klären, aber sowas wie einen Umzug zu organisieren, gilt in manchen Kreisen immer noch als total unlässig. Meiner Meinung nach ist es eher unzulässig, deshalb halte ich mich da sicherheitshalber raus. Sonst muss ich mir noch gutgelaunte Sprüche anhören, in denen dann „Schrebergartenmentalität“ oder „vollverspießt“ vorkommen.

Außerdem bekomm’ ich übermorgen endlich mal wieder Besuch bis Sonntag, und das wurde auch langsam mal Zeit, aber eben die hatte ich vorher ja nicht. Deswegen gehen dieser Besuch und ich erst abends mal gucken und kontrollieren, ob nun alles vorschrifts-
mäßig herumtransportiert wurde. Wir ziehen dann vielleicht auch eine von mir noch zu schmiedende Spinatquiche mit um, denn der gute Umzugs-Freund A. hat es passender-
weise so arrangiert, dass er am Samstag auch gleich noch Geburtstag hat, darum rechne ich mit ordentlich Hallo und mehreren Kisten Bier in der Bude.

Und heute? Wenn ich die „Frühschicht“ auf RUM zuende gehört habe, geh’ ich erstmal schön in die Stadt. Kontrollgang, selbstverständlich. In den Lieblingsbudiken mal wieder die Kleiderbügel grade rücken und so…

8 thoughts on “Erstmal: Herzlich Willkommen, Rrrita!

  1. Es wird vor Horden gelangweilter Kids gewarnt, die Regionsbusfahrer streiken doch…

    Also immer hübsch den pubärtierenden Mädels mit der Herri-Flasche eins übergezogen beim Kleiderbügelgradrücken 😉

    • Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich mit ’ner Bierflasche im Anschlag durch die Stadt laufe, oder Brummbäriger? 😉
      Das Bier habe ich natürlich gepflegt abends zuhause getrunken, und zwar ohne es jemandem vorher überzuziehen. Da schäumt das doch bloß von über!

  2. Das klingt, als hättest du dich langsam von den Strapazen erholt. Man wurde ja schon müde vom Mitlesen 😉 Und gut, dass du vom Umzug nur den wichtigsten Teil mitmachst. Das würde mir auch besser gefallen als Kisten zu schleppen.

    Herzliche Grüße
    Jules

    • Naja, mein Lieber, es geht schon. 😉 Und Umzüge sind eigentlich auch so ziemlich die einzigen Gelegenheiten, an denen ich froh bin über meine verqueren Wirbelchen… Darauf werde ich sicherlich Samstag anstoßen!

      Einen feinen Abend wünsch‘ ich Dir!
      Theobromina

  3. Jau! Guter Plan!

    Wer renoviert, muss nachher nicht Waschmaschine schleppen! Womöglich auch noch voll… ja, auch das gibt’s. „Moment die ist gerade im Kochwaschgang. Eben den Schlauch abmachen, 14 Stockwerke zu Fuss runter, in‘ Laster, 320 Stockwerke zu Fuss wieder rauf, anschliessen, weiterköcheln.“

    Ist nicht mir passiert, aber ner Bekannten, und der nicht mit ner Wasch- sondern mit ner vollen Geschirrspülmaschine.

    • Schöne Geschichte! 😀
      Waschmaschine mit Wäsche drin hingegen ist mir hingegen tatsächlich mal begegnet. Allerdings musste ich sie nicht tragen, zum Glück… Sollte mich jemand bitten, am Samstag irgendeinen Gegenstand von hier nach da zu bewegen, zeige ich einfach auf irgendeine Wand und sage: „Danke, ich hab‘ schon!“, hehehe…

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