Classic Rock auf Music-Drop.

Wiedergefunden. Diese Dropse habe ich mal im November irgendwo mitgekauft:

Musikdrops

„Beglückt“ wurden damit z.B. NetRat (Survivalpäcksken ins Studio) und Freundin T. (im Adventskalender). Und vor einigen Tagen fand ich auch Spuren einer wohl nächtlichen Verkostung im Wohnzimmer. Da ich das selber nicht war, kann’s nur er gewesen sein. Das hat mich schon ein kleines bisschen amüsiert, denn die Dinger schmecken leider genauso fies, wie sie aussehen (ich weiß nicht, soll es Ananas-Broccoli oder Zahnpasta-Colada sein), und ich hatte leider keine Gelegenheit, vorzuwarnen. (Oder wenigstens wäh- rend des Verzehrs Fotos zu machen.)

Wenn man sich die Bollos aber hochkant in die Schnute klemmt (ungefähr, als wollte man „Oooooh!“ sagen), dann kann man da die tollsten Weisen drauf pfeifen!

Hier mal ’ne Kostprobe:

Kastanienbewegung 2008/09: Durchhalten!

Manche finden ja, jetzt kämen eigentlich die längsten Wochen des Jahres. Die, die sich so laaaang ziehen… Die Feiertage haben wir ja nun tapfer überstanden und sind jetzt schon längst wieder zurück im ollen Alltagstrott. Dazu herrscht höchst ungemütliches Wetter, jeder Zweite schnieft und hustet, und immer drückt oder zieht es grad’ irgendwo.

Kastanien_Jan09Aber in der Tasche liegt ja die Kastanie. Bei mir sind’s sogar zwei.

Eine im Mantel, eine in der
Jacke. Die eine aus Aa-
chen, die andere aus
Berlin. Inzwischen
sind sie schon
ganz trocken
und leicht
geworden.

Und etwas
abgegriffen,
weil ich da
immer dran
rumtaste. Jedes
Mal denke ich dann: „Sobald das erste Grün…“

Immerhin, in sechs Wochen ist doch schon wieder März! Und jeder, der schon mal Som- merferien hatte, weiß, wie schnell sechs Wochen mittenmal rum sein können. Freundin S. hat gestern übrigens extra noch mal betont: „Der März hat immer schon 3 schöne Ta- ge!“ S. wohnt ja auf dem Land, deswegen vertraue ich auf ihre Bauernregeln. Sogar, wenn sie sich die ganz offensichtlich gerade eben erst ausgedacht hat. Naja, dann vielleicht nicht… – Oder eventuell doch, sogar dann! Kommt halt auch auf die Regel an.

Jedenfalls bin ich zuversichtlich, dass es auch in diesem Jahr schon im März Knospen an den Zweigen geben wird. Wer will, hat jetzt also noch Zeit, sich eine schöne Zwille, ein hochkompliziertes Katapult oder eine dicke Kastanienkanone zu basteln. Oder eben den Wurfarm noch ein bisschen zu trainieren.

Weil: ist bald geschafft. Dann fliegen sie! Und dann ist Frühling.

Der „Empire“-Trend und ich.

Ich finde, es muss jetzt mal Schluss sein damit. Mir geht das nämlich auf die Nerven, diese Oberteile, die überall dort Nähte haben, wo ich sie noch nie gebraucht habe. Bei hageren, busenlosen Damen mag es ja sein, dass die Naht bei diesen Empireteilchen da sitzt, wo sie hin soll, nämlich genau unterhalb der Brust. Bei mir sitzt sie mitunter mitten- drauf und das sieht unaussprechlich aus! Ja, ich bin schlank (Gr. 36-38) aber auch ja, ich habe einen Busen, der schon relativ sichtbar und irgendwie verpackungsgewillt ist.

Nein, ich schreibe hier nicht meine Körbchengröße hin, weil ich auf Sabberkommentare gern verzichten möchte. – Oder vielleicht doch? Also, in mein Körbchen passen passen ca. 4-6 Brötchen rein, aber da muss schon man ein bisschen stapeln. Es steht in der Küche auf einem Regalbrett, es liegt eine rotweiß-karierte Serviette drin, und es wird immer beim Frühstück auf den Tisch gestellt.

Genau so ein kariertes Muster hatte ja immer die Jugendherbergsbettwäsche. Ich weiß. Und das mit dem Hagebuttentee, was dann immer danach kommt, weiß ich übrigens auch. Ich hatte so eine Bettwäsche aber sogar als Kind. Also in Privatbesitz. Ich war ja auch sozusagen ein Privatkind. Zuhause. Und diese karierte Bettwäsche brachte mir ständig geometrische Alpträume, in denen ich über das Muster laufen und vor riesigen Kugeln flüchten musste, die mich überrollen wollten. Trotzdem mag ich das Muster irgendwie ein bisschen, und es kann ja auch nichts dafür. – Wo war ich?

Ach so, Empirehängerchen. Ich bin dagegen, das hatte ich ja schon gesagt. Meistens haben sie eine ganz schöne Farbe oder ein angenehmes Material, aber ich brauche sie gar nicht anzuprobieren, weil es an mir aussieht, als wäre ich irgendwo rausgewachsen oder hätte es beharrlich kleingekocht. Ebenso geht es mir übrigens mit diesen Tops, die obenrum wie Triangelbikinis geschnitten sind. Und mit allem, was wie gewickelt aussehen soll, es dann aber doch nicht ist, sondern festgenäht. Da sitzen die Nähte auch immer sonstwo. Am liebsten hätte ich sie dann auf dem Rücken. Vielleicht passen sie ja besser zu meinen flachen Schulterblättern. Allerdings habe ich das noch nicht ausprobiert, und vielleicht lasse ich es auch dabei. Jedenfalls, falls die Textilindustrie zufällig mitliest, möchte ich lieber selberwickeln. Und dann wäre es schön, wenn das Teil dann trotzdem noch auf Hüfthöhe herunterreicht und nicht 10-15 cm drüber zu Ende ist. So wie dieser Text. Der ist schließlich auch nicht vor 10 Zeilen zu Ende.

Sondern hier.

Was Frauen wollen? (2)

„Kuscheln“ ist ja auch so’n Wort…

Offenbar ja ein Frauenwort. (Wenn man mal anfängt, drüber nachzudenken, erinnert es aber ziemlich an Nuscheln oder Kuschen. Und dann hört man besser sofort wieder damit auf, darüber nachzudenken.) Jedenfalls meint jetzt ein Gesundheitsmittelchenzusammen- rührer, wenn man das Wort irgendwo draufschreibt, kommen sofort riesige Horden von kuschelwütigen Frauen angelaufen und kaufen, was das Zeug hält.

Ich rechne also in naher Zukunft mit sinnträchtigem Kauffutter wie „Kuschelschrankwand“, „Kuschelkartoffelsalat“, „Kuschelbahnschranke“, „Kuschelbrot“, „Kuschelspaxschrauben“ und „Kuschelsocken“. – Ach nee, die gibt’s ja befremdlicherweise schon überall.

Hier also ein „Kuschelbad“. Endlich…

Nasskuscheln

In dieser Anzeige dazu hat jemand alles versammelt, was er sich unter den Wünschen der durchschnittlichen Kuschelbedarfsträgerin so vorstellt: Frauen wollen Kerzen! Frauen wollen Dampf! Frauen wollen Kaminfeuer! Frauen wollen beidhändig Rotwein trinken! Frauen wollen sowieso in riesigen Lilienhecken baden!!! – Wo ist denn da eigentlich Herr André Rieu? Der müsste da auch noch am Kaminsims stehen und auf seiner Fiedel rumkratzen. (Optional vor 20 Jahren: „Mittelscheitel-Man“ – Richard Clayderman.)

Pssst! Memo an der Hersteller:

Frauen sind aber übrigens nicht grundsätzlich doof und hängen ein Handtuch so über den Rand der vollen Wanne. Wer will schon nach dem Kuschelgeplansche den Putzeimer ho- len und das komplette Bad aufwischen müssen…

Dooftütigkeit

Speis

Nein, es handelt sich hier keinesfalls um eine Imbissbude, auch wenn man das vermuten könnte!

Es handelt sich hier vielmehr um einen Spice-Verkauf. Spice, das kann ich ja mal erklä- ren, sind verschiedene Mischungen von Kräutern in schicken Tütchen, die zum Zwecke des Aufrauchens ziemlich teuer in Headshops verkauft werden. Wahrscheinlich ist das aber nur eine besonders perfide Art der Entsorgung, denn niemand weiß genau, was diese Mischungen eigentlich beinhalten. Aber dass es ordentlich balla-balla in der Birne macht, das ist immerhin überliefert.

Ich schlage darum vor, für die die sparen wollen:
Raucht doch ruhig auch einfach mal anderes Euch unbekanntes Zeug, das beispielsweise überall in der Gegend rumliegt!

– Staubflusen von unterm Bett
– die Füllung aus Omas Sofakissen
– die verkohlten Brösel, die noch unten im Ofen rumliegen
– Jod-S11-Körnchen
– Sand
– das Abgehobelte vom Bleistiftspitzen
– Blumenerde
– Jackentaschenfussel bzw
– die Krümel, die sich in der Sofaritze sammeln
– Strontium
– Joghurt
– Paketschnur
– Pfirsiche aus der Dose
– Guano
– Waschmittel
-Radiergummi-Abrasiv
– Kleingeld
– …

 

Was Frauen wollen? (1)

Frauen wollen Liebes-Kollektionen aus verführerischen Teebeuteln.
Das glaubt zumindest ein Teeabfüller aus Düsseldorf:
Liebestee

Einen Tee „Herzkirsche“ zu nennen, mag ja noch angehen. (Allerdings natürlich nur, wenn es dann auch ein Kirschtee ist.) Aber möchte ich wirklich „Heiße Liebe“ oder einen „süßen Teufel“ in meiner Tasse schwimmen haben? – Und was bitte, ist „sündig“ daran, heißes Wasser mit Geschmack zu trinken? (Da fällt mir doch auf Anhieb Sündigeres ein, dabei bin ich nicht mal katholisch!) – Und möchte ich etwa einen „Sweet Kiss“ von einem mat- schigen Papiertütchen mit aufgequollenem Inhalt? – Und wenn mir mal nach „Purer Lust“ ist, denke ich dann vielleicht ausgerechnet ans Teetrinken?

Eigentlich, jetzt mal wirklich, und ganz ehrlich: Nein.

Aber selbst wenn ich mich auf so eine an den Haaren herbei gezogene Heißwasser- Liaison einlassen würde, würde ich sowieso bald enttäuscht in meine Geschirrtücher weinen, denn es steht ja sogar deutlich und zur Warnung drauf: „Nur für kurze Zeit!“

Freiheit und heiße Luft.

„Dann werd ich mich jetzt erst mal föhn’n,
es muss ja schließlich weitergeh’n.“

Wer auch findet, dass das eigentlich ein ganz niedlicher (wenn auch etwas unsauberer) Reim ist, der kann ja mal eben die Hand hochhalten (und davon eventuell ein Foto ma- chen, um’s dann hier zu posten). Dieser Ausspruch, das nur zur Erklärung, entstand gestern Morgen, während ich den Weihnachtsbaum endlich mal gehörig auseinander genommen habe.

Danach hätte ich mir dann übrigens fast einen Mausarm angeschafft, obwohl das sicher blöd ausgesehen hätte. Ich habe aber den ganzen Tag im Fotoschopp herumgetan und u.a. ein Chamäleon freigestellt, weil ich das für einen Falti brauche. Das Freigestelltwer- den scheint wohl des Chamäleons Schicksal zu sein, denn vorher wurde es mal von Freund A. (Steinbildhauer) aus einem dicken Stein herausgehämmert, was ich ziemlich nett von A. finde. Inzwischen ist das Chamäleon zwar verkauft worden (und vermutlich schon wieder ins Freie gestellt!), aber es soll trotzdem mit rein, als Beispiel für A.s Hämmerkünste.

Und ich schreibe das nur als Beispiel für meine gestrigen, äh, Abwesenheitskünste hier hin. Leider gibt’s davon kein Foto, aber das macht eigentlich nix, denn da wär’ ja, wie man sich denken kann, eh’ nix drauf.

Und damit ich gleich mal wieder loslegen kann, werd’ ich mich jetzt erst mal föhn’n…

‚N Gudn!

Ich glaube übrigens, zurzeit ist der einfachste Weg ins Fernsehen zu kommen, der, um die Wette ein paar höllisch scharfe Currywürste runterzuwürgen (ab 1 Mio. Scoville) und sich bei der anschließenden Hechel- und Kollabiererei schön abfilmen zu lassen. Komischerweise machen sowas allerdings nur Männer. Die Frage ist: warum?

Nein. Nicht warum Männer das machen. – Sondern überhaupt…