
Gestern Abend fand ich dieses Popkörnchen in meiner Schüssel…
Und ich finde, es sieht doch wirklich aus wie ein Astronaut, der gerade mit zwei
dicken Schafen (oder Paketen) unterm Arm weghopst, oder?
Gestern habe ich mich zur Zerstreuung mal wieder ein bisschen beim *bay rumgetrieben. Das mache ich in letzter Zeit öfter und habe dabei immerhin schon eine feine Eismaschi-
ne und diverse schicke, günstige Kleidungsstücke erworben.
Meine neueste Erwerbung ist übrigens ein khakifarbenes Leinenkleid, das ganze zwei Wochen gebraucht hat, um hier anzukommen, dann ordentlich nach Zigarettenrauch miefte, ausgeblichene Stellen hatte und jede Menge braunschwarze Katzenhaare drauf. Ich bin ja übrigens Katzenhaarallergikerin, aber sei’s drum. Schließlich stand diesmal nicht dran: „Ich bin ein tierfreier Nichtraucherhaushalt“. Und ich weiß jetzt: wenn’s nicht dran steht, dann wird da ganz sicher geschmeukt und gehaart wie irre…
Sowas nennt man übrigens „Montagskauf“. – Also ich nenn‘ das jetzt jedenfalls so.
Aber weil das Kleid ansonsten prima sitzt und sehr schön ist, will ich es mal mit gründ-
lichem Waschen und neu Einfärben versuchen. Solche Färbereien habe ich schon häufig gemacht; das könnte also hinhauen…
Madame Verkäuferin hat übrigens auf mein Klagen in etwa Folgendes geantwortet: „Hab‘ die Flecken echt nicht gesehen, komisch. Und den Rauch nicht gerochen, weil ich ja Raucherin bin. (Entbehrt ja nicht einer gewissen Logik.) Naja, hast es ja günstig erstei-
gert, also ist es ja nicht so schlimm… Viel Spaß beim Färben, hoffentlich klappt’s!“
Jahaaa! Und auch noch viel Spaß bei der Bewertung, die habe ich nämlich noch nicht ab-
gegeben. Heute habe ich ihr dann mal Fotos von den magischen unsichtbaren Flecken geschickt. Aber vielleicht kann sie die ja auch nicht sehen, weil sie in jungen Jahren mal sowas wie Fleckfieber hatte und ihr Immunsystem damals Antikörper gebildet hat gegen das Sehen von…, aber lassen wir das!
Gestern habe ich dann jedenfalls noch was ganz Tolles gefunden, von dem ich gar nicht wusste, dass es sowas gibt: Ein kurzes Longshirt! Das habe ich natürlich neugierig an-
geklickt, weil mich ja sowas immer interessiert. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Das hier ist die Beschreibung des wundersamen Tuches:
Sexy kurzes Longshirt
Longshirt in Weiß mit dem Schriftzug Packers 17in der Farbe rot drauf
Reißverschluß auf der ganzen länge
Für das Unzegogene Girl
sie sehen auf Bild Tragemöglichkeit.
Rechts habe ich selber in Disco ausprobiert und wurde regelrecht mit den Augen verschlungen,konnte mir den Typen für den Abend aussuchen ( Grins )
Kaputze dran
Marke: XXXX
Kann über Jeans getragen werden oder als Minikleid
sehr sexy
Wenn es als kleid getragen wird ziehen sie die Blicke auf sich sehr erotisch.
Für erotische Abende zu zweit.
Als blickfang in Disco sehr geeignet wenn sie die Männerweld verrückt machen wollen.
Wenn sie auf One night stand aus sind und es schnell gehen soll um gleich zur sache zu kommen sehr idealsiehe Bild
Soooo schade, dass ich mein Taschengeld für diesen Monat schon für das Haarkleid verballert hab‘!!!
Während der EM in einem Multikulti-Stadtteil zu wohnen, ist mitunter auch ganz schön schlafraubend, muss sich sagen. Irgendwer trötet und hupt ja immer durch meine Straße. Ich mein’, die Türken hatten gestern wirklich guten Grund zur Freude, so wie deren Mann-
schaft noch mal losgelegt hat. Aber müssen die sich denn unbedingt alle unter meinem Fenster freuen? Und neulich hat doch ein trauerkranker Italiener glatt die ganze Nacht bei offenem Fenster die lautesten Klagelieder gesungen! Natürlich im Haus gegenüber… Na, EM ist ja nun nicht so oft und ich guck’ ja sogar auch ab und zu mal hin. Ich renne nur nicht hinterher nach draußen und krache da rum bis morgens viere.
Die da nächtens so herumjohlen, sind ja vorwiegend Jungs. Da müssten die Mädels doch eigentlich auch mal ordentlich zurückrandalieren! Wenn zum Beispiel bei Germanysnext-
topmodel die Favoritin eine Runde weiter ist, könnten wir doch lockenwicklerverziert und prozeckobesoffen, aus dem Cabrio hängend und „Drama, Baby! Drama!!!“ schreiend durch die Gassen sausen. Kreischend und kieksend könnten wir auf extralauten Hackschuhen die ganze Nacht durch auf den Bürgersteigen hin- und hertackern, Sprechchöre bilden und brüllen: „Schie-säll!!! Du kannst nach Hau-se geh’n…!!!“ – „Peyman! Wir wissen, wo Dein Haus wohnt!!!“ – „Heiiiidi! Haaaaaiiidiiiehhh!!!! Deine Welt sind die Ka-me-ras!!!“
Schade, – wieso ist mir das eigentlich nicht früher eingefallen…? Mist.
… und vielen Dank für Deine nette Einladung!
Ein sympathischer Jakobsweggeher ist er, der AndiW , auch wenn er einen verheerenden Frauengeschmack zu haben scheint. *zwinkerzwinker!*
So weit zu wandern hab‘ ich selbst noch nie versucht (weiß auch nicht, ob ich mal den Mumm dazu aufbringe), aber das Gehen liegt mir auch sehr.
Deshalb zur Begrüßung einen meiner Lieblingssprüche:
„Solvitur ambulando“
(Es wird im Gehen gelöst)
Ich wette, Du weißt was damit anzufangen…
Also, ich bewundere ja Leute, die das locker hinkriegen, keinen Fernseher zu haben. Manchmal möchte ich das auch können, aber leider…
Mitunter läuft datt Dingen schon mittags! – Schrecklich, ich weiß.
Andererseits, hätte ich nicht diesen uralten Blaupünkt-Trumm mit Holzdekor, würden mir auch nicht immer wieder so hübsche Aussprüche daraus entgegenpurzeln. Hier mal wie-
der ein paar aus der Sammlung (der letzte ist speziell für Kulturniprogram, falls er zufällig reinschaut):
– „Das beißt der Maus keinen Faden ab“
(Kandidat, Wer wird Millionär)
– „Der ist ein Sahneschnittchen, – aber ohne Ende!“
(weiblicher Fan v. „Sie liebt den DJ“- Michael Wendler)
– „…weil er so gradlinig, ohne Ecken und Kanten ist!“
(Kandidatin über einen Mitkandidaten, Perfektes Dinner)
-„Wir kommen nicht auf eine Wellenlinie!“
– „Sie liebt Dich abgöttlich!“
– „Dafür würde ich mir nicht den Ar… ausreißen!“
(Insassen von BB)
– „Für heute Abend sind 150 km/h angedacht“
(Wetterfee über Orkantief Emma)
– Unsere Ommi, die hatte eine Herzlichkeit: bis zum Abbrechen!“
(Männi Ludolf „Vier Brüder vom Schrottplatz“)
– „Hauptstadt der Schweiz? – Bremen. Nein: Bernd!!!“
(Fußgängerzonenumfrage im TV)
Nein, es ist nicht so, dass ich morgens schon Bier trinke, – da trinke ich schließlich Tee -, allerdings war ich gestern Abend irgendwie schon zu müde, um noch diese Zeilen zu schreiben… Jetzt bin ich aber munter und mache es frech zum Frühstücksthema:
Nicht umsonst steht in meinem Profil „Unterstützerin regionaler Biersorten“, denn es regt mich schon seit Jahren auf, dass die Welt offenbar flächendeckend „becksisiert“ werden soll. Es gibt ja fast nix anderes mehr zu trinken, wenn man mal ausgeht! Und regionale Brauereien stellen das Herstellen von leckeren Bieren entweder ein oder um. Das geht donnich! Da muss man doch was machen! Wo bleibt denn da die Vielfalt?
Und was mich auch schon lange verwundert (aber eher noch amüsiert) ist, dass seit län- gerer Zeit die Biermischgetränke überall aus den Ecken und Kühlschränken sprießen. Genau wie Pilse, haha! Ein Bier mit Limo (Alster) mag ja noch angehen, das trinke ich sogar selber gelegentlich ganz gern. Bier mit Cola ist vielleicht auch ganz erfrischend, hab’ ich aber noch nie runterkriegt. Aber mit Drachenfrucht? Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wo beim Drachen ungefähr die Frucht…
Es gibt inzwischen ja Biere mit Grapefruitgeschmack, mit Apfel, mit Energydingssirup, mit Bananen-, Erdbeer-, Pfirsich-, Kirschsaft, mit Honig, mit Wodka, mit Tequila oder Sekt. Herrjeh, – wer kein Bier mag, der soll halt was anderes trinken!
Das ist es jedenfalls nicht, was ich unter Vielfalt verstehe.
Neuerdings gibt’s wohl auch noch ein Bier, das so transparent ist wie Wasser. Man sieht es also eigentlich kaum mit bloßem Auge. Selbst wenn man davon eine ganze Batterie austrinken würde, könnte man also eigentlich immer noch behaupten: „Ich hab’ aber gar nix gemacht!!!“, – wenn man das dann noch kann („Habbaaaganixsemaaaaahhh…!!!“)
Dafür schmeckt (und riecht) es wohl nach Limette und Minze. Wozu nur? – Vermutlich, damit man’s auch wiederfindet, wenn man’s mal eben kurz weggestellt hat. Ich hätte für diesen Zweck allerdings andere, stärkere Duftnoten vorgeschlagen. Patchouli vielleicht. Oder Chlor.
Und weil wohl bei dem berüchtigten Brauer bekannt geworden ist, dass Theobrominen sei- nen Versuchen der Weltbiermarktbeherrschung schulterzuckend widerstehen, versucht er’s jetzt mit einem ebenso perfiden wie sinnlosen Trick. Diese Ad fand sich gestern auf meiner Profilseite:
Ein Schokibier? Eine Bierlade?
– Vergesst es! *g*
Ich weiß nicht, ob es ein Zufall ist, aber jetzt ist es mir zweimal kurz hintereinander pas-
siert, dass sich in meiner Gegenwart ältere Damen über Schuhe unterhalten haben, die sie selbst nicht tragen würden.
Beim ersten Mal saß ich auf dem Bahnsteig in Hannover in so einer windigen Sitzgruppe, während ich auf die Ankunft eines Zuges wartete, der mir lieben Besuch mitbringen sollte. Neben mir zwei Damen, die ich mal als „Pelzschlampen“ bezeichnen möchte, obwohl kei-
ne von beiden Pelz trug, – aber das kann eigentlich nur an der Jahreszeit gelegen haben. Jedenfalls waren beide so um die sechzig, teuer gepflegt, und mit Lackpapiertüten und –tütchen beladen. Die eine beugte sich über ihre Tüten hinweg zur andern, zeigte von sich weg und „raunte“ (so ein Raunen, das man noch zwei Straßen weiter hört): „Schau mal! Würdest du so rote Schuhe tragen? Die sind ja knallrot!“ – „Nein!“ antwortete die andere kategorisch und knapp. Der Blick aber sprach Bände. Das waren die einen.
Und einige Tage später, als ich in der Straßenbahn saß, um schon wieder zum Bahnhof zu fahren, weil ich nun vorhatte, selbst als Besuch woanders anzukommen, da saßen mir zwei ältere Hausfrauen gegenüber und die eine sagte sehr unauffällig, dezent, aber augen-
rollend zur anderen (ich kriegte es nur mit, weil ich die beiden schon die ganze Zeit im Blick hatte): „Kumma, da schräg drüben. Schwarze Hose, weiße Schuhe…“ Die andere guckte ganz wie zufällig in die angegebene Richtung und antwortete: „Mh, mh, das geht eigentlich nicht, oder? Das sieht doch irgendwie immer komisch aus…“
Vielleicht liegt es ja ein bisschen daran, dass im ersten Fall so frech über mich gespro-
chen wurde, doch ich teile eher die Meinung der Straßenbahnfrauen. Ich finde nämlich auch schon immer, dass weiße Schuhe zur schwarzen Hose doof aussehen, besonders dann, wenn auch noch eine schwarze Strumpfhose irgendwo dabei ist. Ich muss dann nämlich immer an Minniemaus denken. Rote Schuhe hingegen finde ich komischerweise prima, wenn’s nicht gerade so 4 Meter hohe Hackschuhpumps sind. Meine Roten sind ja eher schlicht und klassisch als offensichtlich sexy. Ich trag’ sie manchmal zu Jeans oder so, allerdings aus nun bekannten Gründen immer ohne Strumpfhose. Zu Jeans allerdings könnte ich wiederum sogar weiße Schühchen anziehen, denn dazu kann man ja bekann-
tlich alles tragen, zur Not sogar Joghurtbecher, wenn’s sein muss.
Allerdings habe ich gar keine weißen Schuhe, was ich wiederum locker verschmerzen kann, solange mein Freund nicht Mickey heißt.
Vor ein paar Tagen ist mir übrigens aufgefallen, dass ich das Blätterrauschen von Pappeln inzwischen mit geschlossenen Augen erkennen kann. Gegenüber meinem Haus wohnt ja eine mächtige Pappel, auf die ich auch jeden Morgen als erstes gucke. Und eben ihr Rau-
schen ist inzwischen längst eines meiner Lieblingsgeräusche geworden.
Neulich, unterwegs auf einer Radtour, hörte ich dann nämlich genau dieses Geräusch fes-
ter, glatter Blätter und wusste mittenmal ohne hinzugucken: Aha, da drüben: Pappeln. Birken rauschen nämlich z.B. ganz anders, – die puscheln mehr…