Nee Leute, so wird das nix! – Prösterchen!

Nein, es ist nicht so, dass ich morgens schon Bier trinke, – da trinke ich schließlich Tee -, allerdings war ich gestern Abend irgendwie schon zu müde, um noch diese Zeilen zu schreiben… Jetzt bin ich aber munter und mache es frech zum Frühstücksthema:

Nicht umsonst steht in meinem Profil „Unterstützerin regionaler Biersorten“, denn es regt mich schon seit Jahren auf, dass die Welt offenbar flächendeckend „becksisiert“ werden soll. Es gibt ja fast nix anderes mehr zu trinken, wenn man mal ausgeht! Und regionale Brauereien stellen das Herstellen von leckeren Bieren entweder ein oder um. Das geht donnich! Da muss man doch was machen! Wo bleibt denn da die Vielfalt?

Und was mich auch schon lange verwundert (aber eher noch amüsiert) ist, dass seit län- gerer Zeit die Biermischgetränke überall aus den Ecken und Kühlschränken sprießen. Genau wie Pilse, haha! Ein Bier mit Limo (Alster) mag ja noch angehen, das trinke ich sogar selber gelegentlich ganz gern. Bier mit Cola ist vielleicht auch ganz erfrischend, hab’ ich aber noch nie runterkriegt. Aber mit Drachenfrucht? Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wo beim Drachen ungefähr die Frucht…

Es gibt inzwischen ja Biere mit Grapefruitgeschmack, mit Apfel, mit Energydingssirup, mit Bananen-, Erdbeer-, Pfirsich-, Kirschsaft, mit Honig, mit Wodka, mit Tequila oder Sekt. Herrjeh, – wer kein Bier mag, der soll halt was anderes trinken!

Das ist es jedenfalls nicht, was ich unter Vielfalt verstehe.

Neuerdings gibt’s wohl auch noch ein Bier, das so transparent ist wie Wasser. Man sieht es also eigentlich kaum mit bloßem Auge. Selbst wenn man davon eine ganze Batterie austrinken würde, könnte man also eigentlich immer noch behaupten: „Ich hab’ aber gar nix gemacht!!!“, – wenn man das dann noch kann („Habbaaaganixsemaaaaahhh…!!!“)
Dafür schmeckt (und riecht) es wohl nach Limette und Minze. Wozu nur? – Vermutlich, damit man’s auch wiederfindet, wenn man’s mal eben kurz weggestellt hat. Ich hätte für diesen Zweck allerdings andere, stärkere Duftnoten vorgeschlagen. Patchouli vielleicht. Oder Chlor.

Und weil wohl bei dem berüchtigten Brauer bekannt geworden ist, dass Theobrominen sei- nen Versuchen der Weltbiermarktbeherrschung schulterzuckend widerstehen, versucht er’s jetzt mit einem ebenso perfiden wie sinnlosen Trick. Diese Ad fand sich gestern auf meiner Profilseite:

 Bierlade

Ein Schokibier? Eine Bierlade?

– Vergesst es! *g*

26 thoughts on “Nee Leute, so wird das nix! – Prösterchen!

  1. „Patchouli vielleicht. Oder Chlor.“ *lach* Das ist ein genialer Gedanke!!!
    Naja, wenn das Bier schon nach Minze schmeckt, erpart man sich „das Kaugummi danach“, wenn man dann mit dem Auto nach Hause fährt.
    Man kommt sich schon vor wie in einer Geisterwelt. Bier, das man nicht sieht. Frauen die in einer Stimmlage reden, die nur noch von Hunden verstanden wird; nur um sympatischer zu wirken.
    Gehalt, das nur noch auf der Gehaltsabrechnung existiert, um dann in irgendeinem Steuersäckle zu verschwinden. *Heul*

    LG B)

    • Na klar! Deshalb die Minze! Das war mir noch gar nicht aufgefallen… :))

      Dann muss es also heißen: „Herr Wameissa, chabbaaaganixsemaaaaahhh…!!!“

      Schön wär‘ vielleicht auch noch ein zusätzlicher Duschgelgeschmack, dann riecht man auch gleich noch frisch gewaschen!

      Ich hoffe, das war jetzt in der richtigen Tonlage geschrieben, damit Du es auch gut lesen kannst😉

      LG zurück

      • Frischer Atem,OK! Aber wir wollen mal nicht übertreiben. Wir reden hier von echten Männern – die laufen nicht frisch geduscht herum. Schon gar nicht während der EM. Frauen mögen nunmal Männer die ihre Klamotten nur einmal die Woche wechseln, und nur zu Jahrestagen (wie z.B. Beginn der Bundesligasaison) duschen.
        Tja, wir Männer wissen was Frauen wollen :D.

        Müffelnde Grüße B)

        Du triffst immer die richtige Tonlage

        • Jaha! Genau! Da stehen die Miezen drauf, hehe…
          – Für ’ne schöne Brieffreundschaft oder so. ;D

          Und Männer stehen bekanntlich auf Frauen, die fies blondiert sind, sich die Augenbrauen wegzupfen, um sich dann neue zu malen, den Mund schwarz mit Kajal umranden, Push-Ups mit Gel-Einlagen tragen, knallbraun solarisiert sind und 5 cm lange Kunstnägel mit Glitzerkram drauf tragen. Gell?

          Sind wir uns doch prima einig. :))
          (noch) ungekämmte Grüße zurück!

          Hach, Danke schön.

  2. Mir geht es genau so beim Kaffee trinken: Ich finde Vielfalt toll, wenn es um Kaffee aus Äthiopen und Bolivien geht, aus Nicaragua oder Brasilien, ich mag Mokka und Espresso, scharf gebrannten und milden Kaffee, Latte macciato und Milchkaffee und alle österreichischen und schweizerischen Sorten. Auch Kakao und Kaffee gemischt oder /cafe corretto/ mit Grappa, Amaretto oder Tresterschnaps, Pharisäer mit Sahne und Rum, Eiskaffee und Kaffeelikör…

    Aber wieso macht sich jetzt alle Welt Sirup oder „Geschmacksverstärker“ mit Vanille, Himbeere oder sonst unnatürliches Zeug in den Kaffee? Nur weils das bei s*egafredo oder st*rb*cks gibt? Nur weil mans kann?

    Schade um den schönen Kaffee!

    Letztens – als es so schön heiss war – wollte ich Eiskaffee trinken bei st*rb*cks; gabs aber nicht! Die haben mir dann Kaffee mit Eiswürfeln drin angeboten!!!

    In den Laden geh ich nie wieder…

    • Ja, lieber Richard, das wundert mich auch schon lange, geht aber zum Glück großräumig an mir vorbei, wegen Teetrinkens. Ich glaube sowieso, dass viel Überflüssiges und auch mitunter richtig Fieses in der Welt passiert, nur „weil man’s kann“. Es gibt immer einen, der’s dann auch macht.

      Eiskaffee würde ich an Deiner Stelle aber sowieso lieber selbstgemacht und zuhause trinken. In der Kneipe, in der ich mal gearbeitet habe, sollten wir den nämlich immer aus dem alten, bitteren, übriggebliebenen kalten Kaffee machen. Mancher Kollegin war dann auch schomma schnuppe, wie lang die Kanne eigentlich schon im Kühlschrank gestanden hatte. *ürks*

      Aufgeweckte Grüße nach Berlin!

    • ou, da will ich noch’n Tipp geben: Quappuccino. In Langform „Frozen Cappuccino in der Mensa-Cafeter(ror)ia“ – das ist ne Rührmaschine, die besagtes Heisskaltgetränk vor den Augen des staunenden Publikums umquirlt, und der schlammbraune Quirlschmock ist durchsetzt von so was wie – sagenwirmalvorsichtig – Hagelkörnern.

      Biologen denken dabei natürlich sofort an die Laichgewässer von Amphibien…

  3. Ein Bier mit Limo (Alster)

    Mein liebes Schokoladinchen,

    mit uns Bayern und ganz besonders mit mir Fränkin musst du dir schon etwas mehr Mühe geben.

    Das heißt doch Radler oder mit Weizen Russ!

    Also bitte immer schön die Übersetzung mit anhängen!

    :)) Jule

  4. Das schöne an so einer Drachenfrucht ist, daß die Dinger derart bestialisch stinken das in bspw. in Singapur es verboten ist die Früchtchen in der dortigen Ubahn zu transportieren. Nun ist nicht unbedingt Singapur ein Bespiel sinnvoller Verbote, aber der Singapurlese an sich würd wohl kaum auf die Idee kommen ausgerechnet so ein stinkendes Zeuch in die gute Gerstenkaltschale zu kippen.

    • Lieber Brummbär, da muss ich mal ein bisschen korrigieren, wenn ich darf: Die Drachenfrucht ist auch als Pitahaya bekannt, sieht lustig pink aus und hat pfiffige schwarze Pünktchen im Fruchtfleisch, wenn man sie aufschneidet. Stinken tut sie eigentlich gar nicht, soweit ich weiß.

      Was aber dolle stinkt ist die Durian, die ist gegen die Drachenfrucht riesig, stachelig und mieft wohl sehr nach faulen Eiern. Allerdings soll sie ganz gut schmecken (angeblich nach Vanillepudding, – gibt’s das schon im Bier?).

      Grundsätzlich finde ich aber, dass weder die eine noch die andere was im Bier zu suchen hat. Man kriegt sie auch so schlecht durch den Flaschenhals wieder raus… 😉

      Lieben Gruß & Prost!

    • Ja, das hab‘ ich auch noch gut in Erinnerung. Das war beim „Frühstyxradio“ hier aus der Gegend. „Onkel Hotte“, glaube ich. Von dort kamen ja auch „Günther der Treckerfahrer“, „Der kleine Tierfreund“ und „Frieda und Annliese“. Und den Kalkofe und den Welke sieht ma jetzt dauernd in Tv und Kino… Hab‘ den Radiosender ungefähr 100 Jahre nicht mehr gehört. Muss ich ja auch nicht. Gibt da so’n Sender in Marburg… 😉

      Da fällt mir wieder ein, dass ich die Picasso-Folge von „Siggi und Raner“ (gleicher Sender) ja auch noch mal abtipseln wollte… *grmpfl* – Eine der 491 Sachen auf der „Liste der Unerledigten“.

  5. oh! ganz mein thema. diese allgemeine überbecksisierung (die ganz eindeutig nur auf erfolgreiches die-nation-mit-werbung-zuballern und nicht auf den geschmack zurückzuführen ist) geht mir auch ganz schön auf den geist.

    naja gut. und der ganze erdbeerenergytequila-mist ist eh indiskutabel.
    im besten wissen, selbst in besagte werbungs-kerbe zu schlagen hier ein gelungenes gegenbeispiel.
    konsumallergiker bitte nicht klicken 😉

    • Super! :)) Danke schön!

      Bullshit im Bier wär‘ jetzt auch nicht so „my cup o‘ tea“. Neenee, da bin ich gegen.

      Und ich find auch, dass das Gebeckse ziemlich daneben schmeckt. Ich hab‘ jedesmal, wenn ich drauf ausweichen musste, hinterher einen total sauren Geschmack im Mund gehabt. Und weil das eben sowieso so ist, machen sie da jetzt auch noch Limone und Minze rein… Ich vermute, das geht wirklich so in Richtung Mundspülung.

      – Wieso gibt’s denn eigentlich noch kein „stilles“ Bier?

      • Weil Bier ein LAUTSTÄRKEGETRÄNK ist im Gegensatz zu wein. Bier wird nur getrunken, um anschliessend aus allen möglichen Körperöffnungen zu detonieren… deswegen wundert mich ehrlich gesagt, dass es noch kein Bier gibt, das Yellow Bull heisst…

        • Nee, bisher nicht. Mach‘ ich wohl auch in Zukunft einen gepflegten Bogen drum. Ist vermutlich besser. 😉

          Dafür hatte ich mal irisches Kilk***y in Dosen, da waren so Plastik-Kapseln mit drin, die die Kohlensäure zugaben, wenn man den Verschluß öffnete. Das schmeckte dann wie ganz frisch gezapft! Toll! Leider war das aber in Frankreich, hier habe ich das nie gesehen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)