Rauschende Zeiten

Vor ein paar Tagen ist mir übrigens aufgefallen, dass ich das Blätterrauschen von Pappeln inzwischen mit geschlossenen Augen erkennen kann. Gegenüber meinem Haus wohnt ja eine mächtige Pappel, auf die ich auch jeden Morgen als erstes gucke. Und eben ihr Rau-
schen ist inzwischen längst eines meiner Lieblingsgeräusche geworden.

Neulich, unterwegs auf einer Radtour, hörte ich dann nämlich genau dieses Geräusch fes-
ter, glatter Blätter und wusste mittenmal ohne hinzugucken: Aha, da drüben: Pappeln. Birken rauschen nämlich z.B. ganz anders, – die puscheln mehr…

2 thoughts on “Rauschende Zeiten

  1. Blätter-rauschen…
    Ja kann mich erinnern, in der Straße, wo ich aufgewachsen bin, standen auch mal grandios, majestetische Pappeln, 4 Stück an der Zahl. Es war das Wahrzeichen unseres Dorfes, das man von weither sehen konnte. Beim Heimfahren wußte man sofort, da muss ich hin. Irgendwie schön. Nun sind sie schon lange nicht mehr da, wurden morsch und mußten aus Sicherheitsgründen geschlagen werden. Hab sehr getrauert um sie.
    Nun habe ich zwei Birken im Garten (Heuschnupfen geplagter weise), aber auch sie rauschen mir was vor. Meine Schwester dachte an Meeresrauschen, als sie auf Besuch war. Auch schön, das Bild.

    Je älter ein Baum ist
    um so wertvoller und größer wird er,
    je tiefer seine Wurzeln reichen,
    um so standhafter widersteht er den Stürmen,
    je dichter seine Äste sind,
    um so sicherer bietet er Schutz,
    je stärker sein Stamm ist
    um so mehr verkraftet er das Anlehnen,
    je höher seine Krone
    um so einladender wirkt sein Schatten.
    Jeder Jahresring ist deutliches Sinnbild
    für gelebte Kraft,
    ist wie eine Falte in einem Gesicht.

    Schöne Woche Dir.

    • Vielen Dank, liebe mokkasin, – Dir aber natürlich auch!
      Und auch Danke schön für das schöne Gedicht! 😀

      Vor anderthalb Jahren stand da übrigens noch eine weitere Pappel. Sie fiel, weil sie „Kyrill“ nicht standhielt. Das Geräusch war schrecklich und es hat mich sehr mitgenommen. Jetzt schaue ich immer besorgt auf ihre verbliebene „Schwester“, wenn etwas Wind weht.

      Ich finde, ihr Rauschen klingt wie Regen…

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