Schreiben lernen, mal anders.

Da ich ja selber keine Kinder habe, ist somit mancher Kelch an mir vorbeigegangen:

Ich bin bisher vergleichsweise selten nachts bebrüllt oder sogar angespuckt worden, hatte nie Sorgen wegen eines kleinen Wurms, das irgendwie kränkelt, aber noch nicht sagen kann, woran. Ich muss keine chaotischen Kindergeburtstage entwirren, keine miefenden Familien-Meerschweinchen füttern oder mein lecker gekochtes Essen mit der Bemerkung: „Das schmeckt supereklig!“ zurückweisen lassen. – All das hätte ich mir aber eventuell sogar mit Freuden gefallen lassen, wenn’s im Leben eben anders gekommen wär‘.

Worüber ich hingegen wirklich, wirklich froh bin, ist, dass ich hier keine Weihnachts- wunschlisten mit sowas drauf vorfinden muss:

Tattoo-studio

(Als Tattoomotive schlage ich übrigens vor: „Ich war hier“ oder  „Wer das liest ist doof“…)

Ich trau’ mich gar nicht…

… richtig, den Fernseher anzumachen. Als ich das zum letzten Mal gemacht habe, wurde mir alle fünf Minuten erklärt, dass Barack Obama „der erste schwarze Präsident der Ver- einigten Staaten“ werden wird. – Na, Potzblitz! Ich weiß jetzt nicht, wer das wohl kürzlich rausgekriegt hat, aber alle Anderen schreiben offensichtlich bei dem ab, anders kann ich mir das nicht erklären. Sogar in Italien hat man anscheinend irgendwas gemerkt. Also, ich vermute mal, dass Herr Obama noch einige weitere Eigenschaften mitbringt, die er dann irgendwie für’s Präsidentsein gut gebrauchen kann.

Ich hab’ aber seit heute Morgen einen ganz anderen Gedanken:

Es gibt bei solchen Wahlen ja immer diesen speziellen Zeitraum zwischen der Wahl an sich und der Einsetzung des Designierten ins Amt. Bis dahin regiert der Vorgänger noch so ein bisschen herum, aber auch gar nicht mehr so richtig. Also muss das ja eine Phase relativ stark eingeschränkter Regiererei sein. Und nun wüsste ich gern mal, ob nun diese Phase nicht vielleicht sogar positive Auswirkungen auf die Regierten hat. Stimmungsmäs- sig oder so. Oder auf die Wirtschaft. Oder die diplomatischen Beziehungen, meinetwegen. Ob es dazu eventuell Studien gibt? Wenn nicht, dann hätte ich ganz gern mal welche, wäre doch vielleicht interessant.

Nachher käm’ da nämlich raus, dass es für ein Volk eigentlich am allerbesten ist, gar nicht regiert zu werden…

Kulinarischer Blindflug

Bekanntermaßen guck’ ich gern „Das perfekte Dinner“. Inzwischen wusste ich eigentlich kaum noch, wieso. Aber egal. Geguckt wird. Seit gestern weiß ich’s aber wieder; – also wieso: wegen der Sätze, die da manchmal ganz wie nebenbei auch noch mitzusammen-
gerührt werden.

Gestern also mal wieder das Wochenfinale. Ein sympathischer Mensch namens Bernd stellt folgende raffinierte Speisefolge zusammen:

Vorspeise:
„Nou Fusion“ – Jacobsmuscheln in der Sesamkruste auf Hoisin, Zwiebeln und Avocado.

Hauptgang:
„Mar y Montana einmal anders“ – Kaninchenfilet und Gambas auf zweierlei Pflaumengemüse mit Ingwer-Thymian-Schaum und Wildreistimbalen.

Dessert:
„Katalanisches Dreierlei“ – Garnaxta-Parfait, Wildpfirsichflan mit Balsamico-Topping, Creme de Xocolate mit Orangen.

Na, da lief mir aber schon das Wasser im Munde zusammen! Allein das Dessert…

Weil einer der Mitkandidaten (der Marco) aus lauter Dooftütigkeit aber nicht schnallte (oder nicht schnallen wollte), dass es sich den vielen unbekannten um spanische Wörter handelte, vermutete er einfach herablassend, das sei bestimmt so ein „Star-Trek-Dinner“, denn der Bernd stehe ja wohl auf sowas. Das könne aber natürlich niiiemals so gut sein, wie sein eigenes Dinner vom Dienstag.

Da hatte er seinen Gästen übrigens u.a. selbst eingefärbte und darum knallgrüne Nudeln vorgesetzt, deren Appetit abregende Wirkung auch durch die Beilagen wohl nicht wettge-
macht wurde.

Jedenfalls maulte und mäkelte der Missgünstige wo er nur konnte, was schon anfing, mich zu ärgern, weswegen ich nun wieder ungehalten in Richtung meines Fernsehers wurde und ihm schon das Wegschalten androhte. Und doch: das Durchhalten lohnte sich, denn der Miesepeter schenkte mir diesen schönen Satz:

 „Ein Parfait ist ein Mousse, das in einer Art Wasserbett liegt und in den Backofen kommt!“

Genau, lieber Marco.

Und Kaltschale ist, was man abpellen muss, wenn man eine schöne Kugel Eis essen will.

Isch glotz‘ Tehvau!

Ich vertrete ja nach wie vor die These, dass Fernsehen nicht zwingend doof macht, wenn man was hat, das man dem mitunter kruden Inhalt dieses Kastens entgegen halten kann, nämlich Distanz. Und damit meine ich jetzt nicht, dass man in der Küche sitzt, während in der Stube der Fernseher läuft.

Wer vorher schon doof ist, hat aber vermutlich keine Chance und glaubt, dass das alles normal ist, was da so rauspurzelt und lebt es dann nach, um beim Nachleben wiederum abgefilmt zu werden. So wie Mandy neulich. Sitzt da in einer Talkshow und kann alles, bloß nicht „talken“. Schwanger ist sie auch noch. Und das, obwohl (oder weil) sie noch ein Teenager ist. Die Moderatorin fragt: „Mandy! Du bist schwanger. Wieso wolltest Du das Kind behalten?“ Sagt Mandy: „Das geht schon. Ich hab’ Hinterhalt in der Familie!“

Naja, woher soll sie’s auch können, wenn die Vorbilder ebenfalls quer durch die Rabatten faseln, so wie neulich Germanysnexttopmodel-Ziege Fiona beim „perfekten Promi-Dinner“. Da wollte sie uns teilhaben lassen an tunesischer Mergues-Wurst: „Die ist wie Salami, aber viel enger, grobmaschiger und kräftiger.“ Scheint sich wohl um eine Art Strickwurst zu handeln. Diese Tunesier! Außerdem fing sie jeden zweiten Satz an mit: „Ich muss sa-
gen…“
. Und die Sätze dazwischen endeten dann mit: „… – muss ich sagen“. Das arme Ding! In den fiesen Krallen des unerbittlichen Managements.

Selbst Thomas Gottschalk, bei dem ich mir einbilde, ich höre inzwischen seine Knie ganz deutlich knirschen, wenn er sich wieder so ungeheuer jugendlich vom „Wetten-dass“-Sofa hochstemmt, und der doch zu Lehrzeiten eigentlich noch eine prima Sprecher-Ausbildung genossen haben muss, sagt Wörter wie „orginal“. Zumindest, wenn’s um Weingummige-
tier geht. Gelatine soll ja übrigens gut sein für die Gelenke. Aber bei „orginal“ oder sogar „oginal“, das man fast ebenso oft hört, muss ich einfach immer an was Medizinisches denken. Wie zum Beispiel der Doktor sagt: „Nehmen sie diese Zäpfchen bitte oginal und 3x täglich!“

Mein Zusatztipp: keine Champions dazu essen, das verträgt sich nämlich nicht.

10 Punkte!

Sonntags gucke ich ja meistens gemütlich den „Tatort“ und wenn ich danach noch munter bin, schalte ich so ein bisschen herum. Oft lande ich dann, fast gegen meinen Willen, beim „perfekten Promi-Dinner“, dieser tragikomischen Veranstaltung, deren Promis meis-
tens ungefähr so bekannt sind wie ich. Oder bei denen man sich aus gutem Grund nie gefragt hat: „Was macht’n eigentlich der Dings heutzutage?“ Ich kann da auch gar nicht lange am Stück hingucken und knipse dann zwischen den Kanälen hin und her. Bloß, um dann doch irgendwann wieder in den schrecklichen Wohnungen der F-Promis zu landen.

Ich müsste mich vielleicht mal zusammenreißen, damit meine Sonntage nicht immer wieder so enden. Andererseits: wieso eigentlich? Für Trash hatte ich schon immer was übrig. Schließlich habe ich früher mit Freundin K. auch jede Folge der „Traumhochzeit“ mit Linda de Mol geguckt. – Allerdings haben wir dabei immer Mengen von Rotwein ge-
trunken und so viel geraucht, dass unsere fachmännischen Kommentare nicht nur immer undeutlicher wurden, sondern gelegentlich sogar komplett in Husten untergingen. Ehrlich gesagt, vermisse ich das manchmal ein bisschen… Das „Promi-Dinner“ wäre für solche Abende eigentlich wie gemacht.

Die Alltagssendungen des „Dinners“ hingegen gucke ich noch immer ganz gern, weil sich da ganz normale, zum Glück unprominente Menschen, denen das aber nichts ausmacht, um ihre Gäste bemühen und das mal mehr, mal weniger gut. Leider ist es mit der Zeit ziemlich langweilig geworden, weil die Kandidaten inzwischen wohl auch nach ihren Koch-
kenntnissen ausgewählt werden. Da kann man sich zwar mal was Leckeres abgucken, aber so wird es nie mehr zu solchen legendären Folgen kommen wie der in der ersten Staffel, in der ein so ein jungscher Fitnesstyp seinen Gästen an einer Art Campingtisch zur Vorspeise Reiswaffeln mit Magerquark, als Hauptgang Reispampe mit Putenbrocken und zum Nachtisch Proteinpulver-Fruchtquark reichte. Dazu gab’s natürlich keinen unge-
sunden Alkohol, sondern ein ebenfalls aus Pulver angerührtes Saftgetränk, stilecht aus Senfgläsern. Von den Gesichtern der Mitkandidaten würde ich mir glatt eine Wiederholung angucken.

Und eigentlich ist es auch schade, dass ich mir nie eine Strichliste angelegt habe für Sät-
ze, wie: „Und hier wird also heute Abend hoffentlich das perfekte Dinner stattfinden!“, „Ich hab‘ das nämlich noch nie vorher gemacht!“, „Das ist meine Küche.“ und „Das war auf den Punkt gegart!“

Beim Promi-Dinner gibt es diese harmlosen Vergnügen nicht. Da lernt man höchstens, welche Schauspieler welchen Esoteriktick ausleben, wer selbst eine Neurosenküche ist, und dass der „Künstler“ HA Schult eigentlich ganz genauso fies drauf ist, wie man das schon immer befürchtet hat. Seit jener Folge übrigens hat der Comedyheini Hanno Fried-
rich bei mir einen ganzganz dicken Stein im Sympathiebrettchen, weil er die ganze Zeit versuchte, die Unverschämtheiten Schults auszugleichen und sogar mehrfach dessen Teller leer aß, damit die jeweilige Gastgeberin sich nicht unglücklich aus dem Küchen-
fenster stürzt.

Das wollte ich aber gar nicht erzählen…

Ich wollte nur mal wissen, ob gestern Abend zufällig außer mir noch jemand gerade in dem Moment zugeguckt hat, als Rosi Jakob (die von den Jakob Sisters) ihr Statement zu Lisa Bunds (DSDS-Irgendwas) Dinner abgegeben hat. Sie saß dabei ja auf der Sofakante und hinter ihr war ihr umtriebiger, weißer Pudel zu sehen. Ich nehme nun an, dass selbst die Promikandidaten die Sendung erst zu sehen bekommen, wenn sie fertig im Fernseher läuft.

Und darum wette ich jetzt mal, dass Frau Bund ihr schickes gelbes Sofakissen gestern so gegen halb elf unter plötzlich ausbrechendem, schrillem Kreischen und im ganz hohen Bogen aus ihrem Wohnzimmerfenster geschleudert hat…

– Möchte vielleicht jemand dagegen halten?

Gemischte Tüte für fünfzig: Die KWoche, eine Auflösung, ein neues Rätsel und zwei Willkommen!

Fast schade eigentlich, dass ich mal wieder nicht weiß, was wir gerade für eine „Kahweh“ haben. Bestimmt irgendwas mit ’ner 3 vorn, schätzungsweise. Manche Leute legen ihr Le-
ben ja in diesen „Kahwehs“ fest, diese Verfahrensweise ist mir allerdings ziemlich lange verborgen geblieben.

Bei KW denke ich höchstens an Kilowatt und dann bin ich noch lange nicht unbedingt bei Strom, sondern eher bei der Badezimmerwaage oder so. Wenn man mich z.B. fragte: „Wie sieht’s denn bei Dir mit der 36. KW aus?“, müsste man damit rechnen, dass ich antworte: „Ich war neulich erst beim Arzt, und der sagt, mit meinen KW-Werten ist alles prima. Ich sollte nur mal weniger Zucker essen. Aber das sagt er eigentlich immer, der olle Asket, der.“

Die vergangene egal-wievielte Woche war jedenfalls mal wieder voller Eindrücke und Ereig-
nisse. Zum einen hatte ich wieder ganz lieben Besuch, den ich gestern schweren Herzens wieder verabschieden musste. Zum andern hatte ich am Donnerstag ein Vorstellungsge-
spräch, aus dem ich etwas ratloser rausging als ich reingegangen war. Das wird sich aber hoffentlich in den nächsten Tagen mal klären…

Dazu gab’s leckerste Schokolade aus Maastricht, sonnig-windiges Picknick, Maschsee-
fest, Gewitter, erschreckend viel frisches Gemüse, die erneute mittelschwere Erkenntnis, dass das Leben irgendwie einfacher wäre, wenn es nur etwas einfacher wäre…

Ich musste mich tagelang mit dem neumodischen Begriff „Back office“ aufziehen lassen und außerdem hockt hier noch ein kleines Hühnchen, das ich demnächst mit meinem Nachbarn zu rupfen gedenke. Und zwar nicht mal, weil er in der Mittagszeit, als ich natür-
lich mal ein bisschen ruhen wollte, plötzlich nebenan Stichsägearbeiten mit zünftigem Gepolter anfing. (Ich vermute, es entsteht ein neues Regal für seine Klanghölzchen und Blockflöten, mit Extra-Fach für seine geschundene Wandergitarre. Oder vielleicht hat er sich auch gleich eine neue Gitarre geschneidert! Die jetzige klingt schließlich auch wie Spanplatte.)

Ach, und ohne es zu wollen, habe ich am Donnerstag auch noch eine Rätselstube hier aufgemacht! Das will ich mal eben auflösen: der Onkel aus dem Fernsehen, auf dessen Namen mein Besucher zunächst nicht kam, war Hans-Olaf Henkel… Meines Wissen lebt der zwar noch, fiel mir aber natürlich erst Recht nicht ein, weil ich normalerweise gleich wegschalte, wenn so Wirtschaftsheinis in meiner Stube auftreten wollen. Die lesen ja doch nur von unsichtbaren Zetteln ab und versuchen sich gegenseitig zu neutralisieren. Herr Henkel war ja eine Zeitlang in jeder Talkrunde zu jedem Thema dabei und so habe ich vermutlich den Weiterschaltdaumen in dieser Zeit noch häufiger benutzt.

Weil Ihr aber offenbar so unheimlich gern rätselt, bekommt Ihr jetzt mal was Richtiges:

Rätsel

Welcher Begriff verbirgt sich hier? Ein bisschen müsst Ihr schon um die Ecke dabei.
Kleiner Tipp: Es ist eher was für draußen.

So, was gibt’s noch?
Natürlich! Das Beste zum Schluss: Ich freue mich sehr über zwei neue Blogfreunde!

Frau Familie Sonnenschein, die endlich wieder ihr Unwesen auf der Plattform treibt und deren trockenen Irrwitz ich schon oft genossen habe. Und talkavenue, der mich in kür-
zester Zeit mit ägyptischen Broten und gemahlenen Schauspielern lustig verwirrt hat.

Na, da ist aber Strahlen in der Bude!
Also, Herzlich Willkommen und auf eine feine Blogfreundschaft!

Es gibt ja so Leute…,

…die lachen sich angeblich ab und zu einen Ast. Ich hab’ keine Ahnung, wie man das macht und auch nicht, wozu. Vielleicht sammeln sie so lange, bis sie sich einen hüb-
schen Baum zusammenstecken und den dann im Garten aufstellen können oder so.

Ich saß gestern aber einfach nur auf einer Bank und habe fast ganz im Ernst Vornamen in alphabetischer Reihenfolge aufgezählt, weil meinem Begleiter verflixt nicht einfiel, wie der Typ mit der Säufernase noch mal heißt, der eine Zeitlang andauernd im Fernsehen war und jetzt kaum noch.

Dabei muss ich jetzt übrigens gerade dran denken, wie wir neulich mal zusammen an einem Grüppchen Bierdosenhalter vorbeigeschlendert waren. Da konnten wir hören, wie ein neu Dazukommender von einem aus der Gruppe begrüßt wurde mit: „Du siehst aus wie der aus dem Fernsehen! Wie heißt der noch? – Der, der noch lebt!!

Ob’s da vielleicht um denselben Mann ging; – wer weiß? Den geheimnisvollen Glotzkas-
tenheimsucher mit dem Namen, der sich 5 Minuten nach dem Hören automatisch selbst zerstört?

Jedenfalls fiel mir gestern plötzlich mittendrin dieses Ding auf’s Haupt, was ganz schön rummste, obwohl der Zweig ja eigentlich nach nix aussieht. Ich bin ja froh, dass da keine Frucht dran war, weil die Bank nämlich unter einer kräftigen Platane stand. Auf solche Zweigstellen am Kopp verzichte ich gern.

Ast

Und so habe ich jetzt leider auch noch vergessen, was ich eigentlich heute bloggen wollte. Ich geh’s jetzt also mal alphabetisch durch und melde mich dann wieder, gell?

Schlafmann

Gestern. Da war wieder so einer!
Bald sind sie bestimmt überall…

Immer, wenn in einem Krimi ein ganz ausgefuchster Verdächtiger oder eine zu Beschüt-
zende im Krankenhaus liegt, und es wird ein Wachmann zum Aufpassen vor der Tür des Krankenzimmers postiert, dann… – Ja, dann kann man doch jetzt den Fernseher genauso gut ausmachen, oder? Jedenfalls ist das immer der Moment, in dem die Bromine auf dem Lümmeldiwan „Menno!“ schreit.

Es scheint bei der Polizei eine Sonderabteilung zu geben, in die nur die ganz dämlichen Kollegen abkommandiert werden.

Umtopfen

Monitor

Ob Monitorinnen kaputt gehen können, wenn man zu viele Aufkleber drauf pappt? Schließlich hatte sie einige von den Blümchen erst vor vier Wochen bekommen, frisch von einem reich verzierten Päckchen runtergeknibbelt. Haben ihr wohl nicht gut getan… Sonntag kriegte sie plötzlich Streifen, machte noch mal „brrrzzzlllzzzllzzz…“, dann „zippp!“ und dann roch es etwas unhöflich. Mist.

Das kannte ich irgendwie von meinem alten „Bildmeister2000“ mit Echtholzgehäuse, da war’s damals auch so. Ich vermutete, die Bildröhre. Und das auch noch kurz vor Weih-
nachten! Ich wusste sofort, ich würde ganz sicher bekloppt, wenn ich über die Feiertage keine Sedierungskiste hätte. Und war so genervt, dass ich mich glatt schon nachmittags vor die Glotze legen wollte, aus Trotz!!! – Bis mir wieder einfiel…

Das ging eine ganze Weile so, bis zufällig Freundin T. anrief und spontan noch einen alten Fernseher hatte, den sie mir luxuriöserweise auch gleich vorbeibrachte. Seither habe ich hier einen alten Riesentrümmer rumwohnen, dessen Hinterteil in keinem Verhältnis zur Bilddiagonale steht, aber egal. Der ist prima und wird, glaubich, noch mit Schwungrad betrieben.

Jedenfalls ist die Bromine ja fix und hat sich gestern gleich einen Ersatzmonitor gesichert. Per „Sofort-Kauf“ im Internet. Gar nicht lang fackeln, her mit dem gebrauchten Röhrenkas-
ten! Der Verkäufer rief mich brav noch gestern Abend an und sagte mir zu, dass ich das Gerät heute zur Tagesschau in Empfang nehmen darf. Irgendwie wirkte er irritiert, dass ich das Gekaufte auch tatsächlich haben will, keine Ahnung, wieso. Ich könnte ihm ja nach-
her vielleicht einen Schwank erzählen, aus meiner Jugend, als es nämlich noch keine TFT-Displays an jeder Ecke gab.

Na, und Freund M. wird der Kutscher sein und vor Ort fachmännisch „Hm! Hm!“ machen, das ist immer gut. Und bis es soweit ist, versuch’ ich mal, ob ich die Blumen eventuell noch mal ab…?

Fällt mir grade so ein

Ich möchte das übrigens nicht mehr gern im Fernsehen sehen, dass sich Irgendjemand eine Maske vor’s Gesicht hält, anfängt, lungenkranke Geräusche zu machen und dann sagt: „Luke! … Hhhooooooooooccccccchhhhhhhhh… – Ich bin dein Vater!!!“

Weil, das habe ich nämlich jetzt schon mindestens einmal zu oft gesehen!