Ja, isses denn zu fassen? Schon wieder’ne Medaille! Da muss so ein Nest sein irgendwo, ich kann mir das bald gar nicht mehr erklären… Diesmal hab’ ich sie übrigens bekommen, weil ich nachweisen konnte, dass Milkydings überhaupt nicht so toll schwimmt wie man immer ge-
sagt bekommt. Heutige Disziplin bei den Bloglympischen Spielen ist übrigens Küchenhochsprung. Na, mal sehen, ob’s heute wieder für’ne Medaille reicht. Ich glaub’ fast, ich hab’ grad’n Lauf…
freund
Goldmedaille in der Disziplin Tastenkrampf!
Mensch! Ich hab‘ gestern schon wieder ’ne Medaille abgesahnt!
Diesmal in der schwierigen Disziplin Tastenkrampf. Diese Bloglympi-
schen Spiele scheinen meiner ganz persönlichen Einstellung zum Leistungssport doch sehr entgegen zu kommen, da bisher alle Wett-
kämpfe im Sitzen ausgetragen wurden. Außerdem war es mir möglich, die gestrige Aufgabe ein bisschen … äh … individuell zu lösen.
Goldmedaille im Mausweitwurf errungen!
Diese dufte Goldmedaille, auf die ich natürlich stolz wie Bolle bin, habe ich gestern höchstselbst und persönlich bei den Bloglympischen Spielen gewonnen, die zurzeit in Doc Tottes Blog stattfinden.
Und zwar gewann ich sie in der Disziplin Mausweitwerfen: Es ist mir glücklicherweise gelungen, die Maus einmal um die ganze Welt zu schleudern und dieses auch noch fotografisch zu dokumentieren.
Naja, und ein bisschen Glück war auch dabei…
Freunde bleiben
Eben, direkt nach dem Aufstehen, habe ich mein Profil gelöscht. Das klingt jetzt fast ein bisschen wie eine Umschreibung für „Ich habe ein Bier getrunken“. Aber das Bier habe ich ja schon gestern Abend getrunken, weil das brauchte ich, um schlafen zu können. Wie das eben manchmal so ist.
Das Profil, das ich gelöscht habe, war eins bei einem Anbieter für Schulfreunde-Wiederfin-
derei. Da hatte ich mich vor zwei Jahren oder so mal angemeldet, in der Hoffnung, eine bestimmte Freundin wieder zu finden, an die ich oft denke, von der ich aber nicht weiß, wo sie jetzt wohl steckt. Doch leider tauchte I. in diesen zwei Jahren kein bisschen in den Verzeichnissen auf. Auch sonst keiner der früheren Freunde, zu denen der Kontakt mal abbrach, und die ich vermisse. Stattdessen wurde ich immer öfter von Leuten angemailt, mit denen ich damals in der Schule überhaupt nichts zu tun hatte (teilweise mit voller Absicht) und die jetzt mit mir rührselig oder albern werden wollten.
Gebaggert wurde übrigens auch ganz munter. Naja, ich bin jetzt in ’nem Alter, wo sich viele Leute gerade wieder scheiden lassen oder sich in ihren abgezirkelten Ehen fast zu Tode langweilen…
Der einzige ehemalige Mitschüler, mit dem ich mir längere mails schrieb, war einer, mit dem ich damals vermutlich nie ein einziges Wort gewechselt habe, weil wir beide ziem-
liche Außenseiter waren.
Im letzten Herbst war dann sogar ein Klassentreffen anberaumt, aber da bin ich nicht hin-
gegangen. Ich bin doch nicht bescheuert! Ich hab’ die Schule nämlich gehasst und sie nur wegen I. überhaupt durchgestanden. Und dann den ganzen Abend lustige Anekdoten zu hören und Familienfotos von Leuten zu begucken, deren Namen mir aus gutem Grund nicht mehr einfallen, wollte mich nicht locken. Ich hatte damals auch keinen Schwarm in der Klasse, der jetzt vielleicht durch Wampe und Halbglatze Erleichterung in mir auslösen könnte darüber, dass ich ihn mir damals nicht gefügig machen konnte. Und Doppelhaus-
hälften sind sowieso nicht meins. Ich finde, das klingt immer, als würden die gleich in zwei Teile auseinanderklappen, während man beim Abendessen sitzt.
In letzter Zeit muss jedenfalls diese Plattform geboomt haben, denn ich wurde in immer kürzeren Abständen von Leuten in die Kontaktliste aufgenommen, die ich dort nie und nimmer vermutet hätte. Es gibt da zum Beispiel einen ehemaligen Punk, der früher ein sehr guter Freund meines damaligen Liebsten G. war. Wir kennen uns alle noch vom Dorf und so. Ich sehe ihn manchmal hier in Linden oder auf dem Flohmarkt, wir sagen uns aber nicht mal „Hallo“… Und neulich finde ich mich plötzlich in seinen Kontakten wieder. Spießer, der.
Der ausschlaggebende Schubs war jetzt aber, dass mich vor einigen Tagen tatsächlich Jemand in diese Liste gesammelt hatte, mit dem ich eigentlich nicht mehr rede, weil ich nicht wüsste worüber, und bei dem ich nur noch lächelnd abwinke. Ich bin ja eigentlich immer sehr bemüht, mit Allen gut klar zu kommen, sogar mit Exlieben. Freund M.* ist da ja das beste Beispiel, mit dem kann man sowas aber auch. Bei J. aber ist da nicht nur Hopfen und Malz verloren, sondern auch noch das Brauwasser, das Fass, der Gersten-
bauer und seine ganze Familie. Und die Verwandten. Und deren Haustiere. Und die hustenden Flöhe von denen. Und der Staub auf den Haaren von den Flöhen. – Ich könnte ewig so weitermachen…
Da hab’ ich gemerkt, dass meine Vergangenheit zum überwiegenden Teil eigentlich ganz gut da liegt, wo sie liegt. Hinter mir. Und dass man nicht alles mitmachen muss, nur weil es geht. Entweder bleiben Freundschaften von allein erhalten, oder man begegnet sich so irgendwann wieder.
Nachteil: Dann steht meistens der Name nicht dran.
* (Übrigens Nachtrag zu „Könn’se ma eben.“: M. sagte mir gestern, er wäscht seinen Wäschekorb übrigens ständig leer! Das liegt aber natürlich daran, dass seine Wäscheteile auch alle gleich behandelt werden, – geradezu Wäschekommunismus ist das! Alles kommt zusammen und dann gibt’s 45°C, feddich! Er trägt allerdings auch nur Schwarz, Grau, Dunkelblau und so.)
Verborgene Pflanzenwelt
Nachdem der geschätzte Kollege Professor Dr. Dr. Dr. Totte uns heute früh einen wahrlich sen-sa-tio-nellen Fund im Fachbereich Dominotiere präsentiert hat (wirklich alle Achtung!), brauche ich mit meiner heutigen kleinen botanischen Entdeckung natürlich gar nicht erst dagegen anzustinken.
Zeigen tu’ ich sie aber trotzdem:
Was ich da heute Morgen überraschenderweise in meinem Backofen fand, scheint mir eine waschechte „Knallrabenschwarze Riesenkorinthe“ zu sein. Aber da müsste ich die Kollegen eventuell noch mal zu Rate ziehen…
Erste Hinweise über diese außergewöhnliche Frucht einer noch außergewöhnlicheren Pflanze finden sich bereits in mittelalterlichen Schriften. Offenbar wurde sie damals, ver-
mutlich aus Unwissenheit, zunächst zur Steinigung von Übeltätern verwendet. Im späteren Verlauf der Jahrhunderte diente die leider völlig ungenießbare, aber dafür wenigstens kern-
lose Frucht u.A. als natürlicher Bremsklotz für Kutschen, als Irgendwas für Kaminkehrer, als Blockabsatz unter 70er-Jahre-Stiefeln und zur Not auch mal als pittoresker Setzkas-
teninhalt. Eine Zeitlang vermochte sich auch noch die Vorstellung zu halten, ihr beißender Geruch hielte blutsaugende Insekten fern, was sich aber gegen Ende der 90er Jahre end-
gültig als wissenschaftlich völlig unhaltbar erwiesen hat.
Was man heutzutage hingegen damit anstellt, ist mir leider völlig unbekannt.
Und so habe ich sie dann auch weggeschmissen.
Herzlich Willkommen…
Ich freu‘ mich, dass Du meiner Einladung so prompt entsprochen hast!
Und ich hab‘ ja auch so eine Ahnung, aus wel-
cher Stadt Du eventuell kommst, aber „Pssst!“
Hmmm…
Normalerweise biete ich jetzt eine schöne Tasse heißer Schoko-
lade an, aber Du bekommst etwas Bärigeres.
Ich hab‘ nur mal vorher probiert, ob der Honig auch wirklich gut und klebrig genug ist…
Umtopfen
Ob Monitorinnen kaputt gehen können, wenn man zu viele Aufkleber drauf pappt? Schließlich hatte sie einige von den Blümchen erst vor vier Wochen bekommen, frisch von einem reich verzierten Päckchen runtergeknibbelt. Haben ihr wohl nicht gut getan… Sonntag kriegte sie plötzlich Streifen, machte noch mal „brrrzzzlllzzzllzzz…“, dann „zippp!“ und dann roch es etwas unhöflich. Mist.
Das kannte ich irgendwie von meinem alten „Bildmeister2000“ mit Echtholzgehäuse, da war’s damals auch so. Ich vermutete, die Bildröhre. Und das auch noch kurz vor Weih-
nachten! Ich wusste sofort, ich würde ganz sicher bekloppt, wenn ich über die Feiertage keine Sedierungskiste hätte. Und war so genervt, dass ich mich glatt schon nachmittags vor die Glotze legen wollte, aus Trotz!!! – Bis mir wieder einfiel…
Das ging eine ganze Weile so, bis zufällig Freundin T. anrief und spontan noch einen alten Fernseher hatte, den sie mir luxuriöserweise auch gleich vorbeibrachte. Seither habe ich hier einen alten Riesentrümmer rumwohnen, dessen Hinterteil in keinem Verhältnis zur Bilddiagonale steht, aber egal. Der ist prima und wird, glaubich, noch mit Schwungrad betrieben.
Jedenfalls ist die Bromine ja fix und hat sich gestern gleich einen Ersatzmonitor gesichert. Per „Sofort-Kauf“ im Internet. Gar nicht lang fackeln, her mit dem gebrauchten Röhrenkas-
ten! Der Verkäufer rief mich brav noch gestern Abend an und sagte mir zu, dass ich das Gerät heute zur Tagesschau in Empfang nehmen darf. Irgendwie wirkte er irritiert, dass ich das Gekaufte auch tatsächlich haben will, keine Ahnung, wieso. Ich könnte ihm ja nach-
her vielleicht einen Schwank erzählen, aus meiner Jugend, als es nämlich noch keine TFT-Displays an jeder Ecke gab.
Na, und Freund M. wird der Kutscher sein und vor Ort fachmännisch „Hm! Hm!“ machen, das ist immer gut. Und bis es soweit ist, versuch’ ich mal, ob ich die Blumen eventuell noch mal ab…?
Frau Mustermann ist an der Tür!
Kinder, ich hab’ vielleicht ’nen Sonnenbrand!
Also, den habe ich nicht nur vielleicht, sondern sogar ganz sicher. Und das auch noch in einer besonders unhübschen Form.
In den letzten beiden Tagen habe ich ja bei Freund A. vor seiner Werkstatt an einer Tür gearbeitet. Ich hatte mich auf das Arbeiten an der frischen Luft gefreut und hab’ die Tür schier endlos geföhnt, geschliffen und geschmirgelt (die ersten beiden Sachen nämlich maschinell, und „geschmirgelt“ ist, finde ich, mit der Hand).
Und weil es morgens noch kühl war, hatte ich vorgestern ein Top an und darüber noch ein Shirt mit halblangen Ärmeln. Mittags wurde das aber ganz schön mollig, also zog ich das Shirt aus und verlagerte mich in den Schatten. Und wenn ich durch die Sonne musste, merkte ich schon, wie das im Nacken zwiebelte. Freund A. meinte nur, ich sei „ein biss-
chen rötlich“. Als ich abends nach Hause kam, wusste ich dann aber schnell, was er unter „rötlich“ versteht…
Und das Dolle ist: ich hatte ja die ganze Zeit vorgebeugt arbeiten müssen, das heißt, über der Jeans war hinten ständig ein Streifen Haut der Sonne zugänglich gewesen. Und die hat ihre Arbeit insgesamt fleißig erledigt: Im Nacken zweistufig knallrot-rosa (mit deutli-
chem Rand dazwischen als Abgrenzung), die Arme von den Händen bis zum Ellbogen rauf rosig und hinten unterhalb der Nieren ein quietschroter Streifen, der zu den Seiten hin ausläuft. Also quasi so’n, so’n… („Ar…“ möchte ich ungern schreiben, „Hintern“ find’ ich doof, und „Pöter“ zu sagen ist mir von höherer Stelle kürzlich streng verboten worden), – also ein „Dings“geweih in Sonnenbrandform!
B., der da auch rumlief, meinte gestern ganz mitleidlos, ich solle mir das beim nächsten Mal wenigstens lustig abkleben, damit es auch ein schickes Muster bekommt.
Prima Plan… Haha. Ich mach’ mir ’ne Schablone: „Wer das liest, ist doof!“
Eventuell würde ich das auch lustig finden, wenn es nicht so wehtun würde und so beknackt aussehen.
Ich möchte somit bitte darauf hinweisen, dass das Betrachten von Brominen in der nächsten Zeit ausschließlich von vorne zu erfolgen hat!
Schwerwiegend
Vor einer Woche: Die Bromine sitzt mit einer Handvoll guter Freunde vor der malerischen Werkstatt von Freund A. Er ist Steinbildhauer und hatte vor kurzem mit seinen Brunnen und Skulpturen an einem größeren Gartenfestival teilgenommen. Einige Teile hat er ver-
kauft, die anderen stehen jetzt wieder in unserer Sichtweite.
Irgendwer fragt: „Und was war dein teuerstes Einzelstück?“
A. fragt zurück: „Was? Anziehstück?“
Freundin S. kriegt das so halb mit und ruft dazwischen: „Genau! Steinschlüpfer!!!“
Willkommen, AndiW…
… und vielen Dank für Deine nette Einladung!
Ein sympathischer Jakobsweggeher ist er, der AndiW , auch wenn er einen verheerenden Frauengeschmack zu haben scheint. *zwinkerzwinker!*
So weit zu wandern hab‘ ich selbst noch nie versucht (weiß auch nicht, ob ich mal den Mumm dazu aufbringe), aber das Gehen liegt mir auch sehr.
Deshalb zur Begrüßung einen meiner Lieblingssprüche:
„Solvitur ambulando“
(Es wird im Gehen gelöst)
Ich wette, Du weißt was damit anzufangen…


