So ein Blog-Reprise ist schön und gut und hat (mir zumindest) reichlich Spaß gemacht, aber jetzt wird gefälligst wieder frisch und der Nase nach gebloggt!
Inzwischen ist bei der Bromine natürlich viel passiert. Also eigentlich sind den ganzen Januar durch ständig irgendwelche Sachen passiert. Aber das ist ja eigentlich immer so, dass im Januar Sachen passieren. Sogar bei anderen Leuten ist das so. Irgendwas ist ja immer. Aber von dem, was hier so passiert ist, habt Ihr eben kaum was mitbekommen. Und das ändert sich jetzt.
Wartet, gleich… – Soll ich?
Na gut. Also, am 1. Januar hab‘ ich…, – am 2. Januar dann…, – und am 3. erst, hoho! Nein, ich mach‘ nur Witze.
Ich fasse mal lieber eben knappst zusammen: Arbeit, tiefe Freundschaft, Kummer, Lese- berge, glatte Schnitte, Stellensuche, Zankerei, „Eisenbiegerei“, Bewegung, Erkenntnisse, die Neuerfindung des Zwerchfells, innere Ruhe (da wo ich gar keine vermutet hätte), und: Stärke. So ungefähr war bisher mein Januar.
Was den Kummer angeht: Ein paar von Euch haben’s mitgekriegt. Den Anderen muss es eben so reichen.
Außerdem hatte ich Dienstag meinen letzten Arbeitstag. Vertrag ist um. Bisher habe ich fast alles, was mit meinem Job des letzten Jahres zu tun hatte, als „Freundeseintrag“ gepostet, so zur Sicherheit. Der Job war von der Aufgabe her schön, abwechslungsreich, und passte wirklich gut zu mir. Was gar nicht passte, war die einzige Kollegin in der Abteilung, über die ich mich mal lieber nicht weiter auslassen möchte. Jetzt nicht der Sicherheit wegen, sondern weil ich mich sonst bloß gleich wieder aufrege, mir die neue Frisur raufe, hektische Flecken kriege, mir die Galle überläuft… Und das soll ja nun alles mal schnell Vergangenheit werden. Die Verabschiedung war knapp und der aufmerksame Zuhörer hat sicher Steine fallen hören. Zumindest müssten da auch Löcher im Boden sein.
Der Abschied von den Chefs und den Kollegen der anderen Abteilungen war hingegen anerkennend, rührend, herzlich und trotz Allem aufbauend. Wer weiß, vielleicht sieht man sich sogar mal wieder. Nun bin ich also mal wieder auf Stellensuche, schreibe fleißig Bewerbungen, und ein paar Sachen sehen dabei schon besser aus als Andere, deshalb bin ich zuversichtlich, dass auch bald was klappt. In ein paar Tagen fahr‘ ich zum Beispiel in die Wedemark. Da war ich noch nie, aber ein früherer Schwarm von mir ist dort aufge- wachsen, deswegen kann es da ja so schlecht nun nicht sein. Leider ist der Schwarm inzwischen groß und wohnt meines Wissens in Berlin, aber da fahr‘ ich bestimmt auch bald mal wieder hin. (-Um mein Väterchen zu besuchen! Was denkt Ihr denn?)
Zuvor geht’s aber nach Köln, denn es ist bald ISM und ich kann an fast nix anderes mehr denken…
* * * * * * * * *
Doch, an eins noch: Gestern um 18 Uhr 18 überknackte tatsächlich jemand die Marke der drei Millionen Seitenaufrufe.
Diesem 3.000.001. Besucher gebühren selbstverständlich Blumen und Konfetti!
Und allen weiteren, die hier seit dem 30.4.2007 vorbei- und reingelesen haben, sowieso. (Meinetwegen sogar den Gockle-Bots…)
Blumen & Konfetti für alle!!! – Und natürlich: Danke.
nachdem ich ein paar Tage hin und her überlegt hatte, wie ich hier mal für’n Weilchen etwas kürzer treten kann, ohne dem Getümmel fernzubleiben, kam mir im Gespräch mit meiner lieben Freundin T. folgende Idee: Der Januar gehört demderdas „Theobromina-Blog-Reprise“!
Eine kleine Auswahl aus fast 3 Jahren Archiv, vor allem aber aus meiner Anfangszeit, als ich noch fast für mich allein hier rumgebloggt habe. Da liegen einige hübsche kleine Tex- te, die wollen auch noch mal… Und ich hab‘ sowieso grade viel Äußeres und Inneres zu sortieren und komm‘ jetzt eh‘ nicht zum Schreiben, bin aber natürlich zum Beantworten Eurer Kommentare da. Und im Februar bin ich dann sogar wieder dada. Spätestens. (Dann berichte ich u.a. von der ISM, der Kölner Süßwarenmesse, zu der Doc Totte und ich Ende Januar/Anfang Februar fahren werden…)
Mein persönlicher Extrakt aus diesem Blog bisher, quasi. Wem das jetzt als müde Wie- derholung erscheint, na, der soll erstmal abwarten… *g*
Los geht’s! – Eure Theo
(Dieser post bleibt zur Erklärung und Einleitung als oberster stehen, darunter findet Ihr jeden Tag einen „Reprise“-Eintrag.)
Diese hübsche kleine Unterhaltung führte ich neulich bei der Arbeit mit einem unserer Re- ferenten. Da hatte ich kurz und ausnahmsweise mal Spaß. Leider ist der Kollege ganz selten da, weil er nur zu Schulungen anreist und dann natürlich auch schnell wieder abreist, heim zu Freundin und Tochter. Würde ich an seiner Stelle natürlich auch machen, aber ich darf ja nicht. Ich muss am nächsten Tag wiederkommen und mich rumärgern. Und mir jetzt extra ’ne Tochter anzuschaffen, fänd ich übertrieben… Freundinnen, immer- hin, hätte ich ja schon mal ein paar.
Ansonsten hatte ich an den letzten beiden Wochenenden mit gewissen Feierlichkeiten zu tun, liebe Besucher zu bekochen, diverse Flaschen auszutrinken, schwere Räusche aus- zuschlafen, zwischendrin Krümeln, Flusen und Knitterfalten streng die Tür zu weisen, riesige Stapel von Bilderrahmen zu sortieren (die irgendwann in der Zukunft daraus ent- standene Bilderwand werde ich Euch natürlich nicht vorenthalten), eine mickernde Erdbeerminzenpflanze zu hegen (Reiß dich mal zusammen, jetzt!), ein Buch zu lesen (Freund M. hat sich als Einziger der allgemeinen Bilderrahmenschenkung bockig verweigert, – gut so!) und mit Schokolade gefüllten Karamelltoffees mal so richtig zu zeigen, wos langgeht.
Da konnte ich natürlich unmöglich auch noch bloggen.
Zumindest behauptet das die Liste der Schlüsselwörter, die wir hier ja neuerdings einse- hen können (Danke mal an Blog.de für dieses erheiternde tool!), und die mir verrät, über welche Suchbegriffe unschuldige, nichts ahnende Suchmaschinenbenutzer in die Fänge meines Blogs stolpern. Die beiden absoluten Spitzenreiter der Liste verweisen nämlich auf diese beiden Einträge: Komische Wörter und Wenn die Möpse Schnäpse trinken. Da kann man’s doch mal wieder sehen! – Also, was genau, das weiß ich jetzt auch nicht so richtig, aber das ist ja eigentlich auch egal.
Auch das Wort „Mumpeln“, das ich mal irgendwo verwendet hatte, als meine Laune sich gerade irgendwo in Kniehöhe aufhielt (obwohl es wohl ganz was anderes bedeutet), ist offenbar häufig gesucht. Das finde ich gerecht, ist ja schließlich auch ein ganz hübsches Wort.
Dann finden sich noch: „Pilates-CD“, was mich jetzt prompt unangenehm daran erinnert, dass ich meine Übungen schon eine Weile gar nicht mehr mache, „Mülltüten im Treppen- haus“, die mich daran erinnern, dass mal wieder seit mehreren Wochen eine nicht mehr gebrauchte, runde Kiefernholztischplatte vor der Tür meines Nachbarn steht (und ich mich schon frage, ob die vielleicht da anwurzeln und neu austreiben soll, damit er sich dann noch mehr Tische draus bauen kann), und „Schweizer Blätterkrokant“, was mich nun auch noch dran erinnert, dass ich leider keinen im Haus hab. Wenn der Nachbar doch bloß mal Blätterkrokant vor die Tür legen würde!
Des Weiteren finden sich „tunesische Wurstsorten“ (was ich aber eventuell auch zu den komischen Wörtern zählen würde) und „Mitbringsel zur Wohnungseinweihung“ (das ist aber ein Irrtum, denn eigentlich ging’s ums Blumenschenken). Mit ein bisschen Geschick könnte man diese Beiden allerdings auch kombinieren. Vor Allem, wenn man auf keinen Fall noch mal eingeladen werden möchte. Besonders hoch wäre die Wirkung übrigens an „Licht-Blüte- oder Wärme-Frucht-Tagen“.
Und gefreut hab‘ ich mich über „handwerker radio“, denn das verweist auf einen meiner alten Lieblingseinträge.
Womit ich nu’ aber gar nix anfangen kann, ist: „anschluss t onlein I glotze forum“. Ich bin mir allerdings relativ sicher, das kann der Eintipper auch nicht. Wahrscheinlich ist der bloß unglücklich auf die Tastatur gefallen.
Aber es gibt trotzdem Neuigkeiten: Es ist geschafft. Seit vorgestern bin ich im Besitz eines nagelneuen Arbeitsvertrages! Am 2.2. geht’s los, 40 Stunden in der Woche, und zwar von Montag bis Freitag, von morgens bis abends. Man kennt das ja.
Ich war’s einfach leid, mich allein durchzuschlagen, habe nun die anmürbende Zeit des „Sich-Bewerben-Müssens“, „Sich-wie-Sauerbier-Anpreisens“ und „Bewerbung-mit-0815-Absage-aus-dem-Briefkasten-Zerrens“ zum Glück hinter mir und bin nun zurück in der Arbeitswelt der Festangestellten mit Sozialversicherung und Urlaubsanspruch. Ein beruh- igendes Gefühl, das muss ich schon sagen. Vielen Dank an dieser Stelle mal an alle, die mir ihre Daumen gedrückt und gute Wünsche gewünscht haben! Hat sehr geholfen.
Zumindest in den ersten Wochen werde ich allerdings vermutlich auch deutlich weniger Zeit finden, mich in der Bloggeria zu zeigen. Das betrübt mich jetzt schon, denn Ihr werdet mir dann sicher sehr fehlen! Aber mal gucken, wie es wird, wenn ich mich im neuen Jopp erst eingearbeitet habe. Dann kann ich hier bestimmt wieder zulegen.
Zur Tätigkeit an sich möchte ich vorerst nur so viel sagen: Es hat überhaupt nix mehr mit Grafik, Druckdaten, Bildbearbeitung und Co. zu tun, sondern vielmehr mit Organisation, Veranstaltungen, Büro und Service. Ich freu‘ mich schon drauf, denn ich kann dort vermut- lich bald ziemlich eigenverantwortlich und selbstorganisiert arbeiten und habe Kontakt mit vielen Kollegen und Besuchern. Und ich bin sicher, dass da auch schon ein paar kuriose Geschichten lauern… Komischerweise gibt’s die ja überall, wo ich hinkomme.
Das bedeutet jetzt übrigens nicht, dass ich aufgrund irgendwelcher Umstände mittenmal nur noch ’nen Meter zehn hoch bin und deswegen nur noch kleine Schritte machen kann, sondern:
Weil hier gerade mal (wie das ja gerneso ist) alles gleichzeitig dran kommen und erledigt sein möchte, werde ich in nächsten zwei Wochen nur ab und zu die Neese ins Blog stecken können. Die Eine und der Andere haben ja vielleicht schon mitbekommen, dass mich die Jobsuche gerade sehr umtreibt, dann gibt’s wie nebenbei noch etwas störendes Ämtergerangel, zudem ein paar Kleinigkeiten, und ein Umzug ist ja erfreulicherweise onnoch zu wuppen (zum Glück isses nicht mein eigener…).
Und wenn das alles von vorne nach hinten geschaufelt ist, erzähl‘ ich Euch, wie’s war…
Mein Bericht zum Weltbloggertreffen zockelt jetzt natürlich so’n bisschen hinter den an- deren her, aber ich bin ja schließlich auch erst gestern Nachmittag aus Berlin zurück gekommen (und dann auch noch direkt weitergetrabt zu Freund M.s Geburtstag). Aber: Versprochen ist natürlich versprochen! Mit Fotos halte ich mich aber lieber zurück, das haben Andere schon gründlicher erledigt und meine sind eh’ nicht besonders geworden.
Also:
Erstmal ging’s ja am Donnerstag ab zum Bahnhof, wo ich Jules, meinen lieben Begleiter, aus dem einen Zug rauserwartete und in den anderen reinbegleitete. Und was soll ich sa- gen: Keine zwei Stunden später waren schon alle Käsebrote verputzt und wir erreichten den Bahnhof Spandau. Das mit Spandau war ein kleiner Trick, denn von dort aus lässt sich’s prima mit der U-Bahn nach Kreuzberg fahren, ohne zwischendrin auszusteigen. In Kreuzberg wiederum wartete mein Vater schon darauf, uns in die kleine Behausung einer Bekannten zu begleiten, die hauptsächlich in Italien weilt und ihre Berliner Wohnung zum Glück nicht dorthin mitgenommen hat.
Zu dieser Wohnung könnte ich jetzt manches bemerken, beschränke mich aber darauf: Manche Hochbetten sind Vertrauen erweckend gebaut, andere nicht so. Dieses hier war quasi begleitet von weiteren Selfmade-Konstruktionen innerhalb der Wohnung, wie bei- spielsweise einer Duschvorhangwinkelstange, die (um sie am Durchsacken zu hindern) mit einem langen Schlüpfergummiband an einem Wasserrohr befestigt war. Wie viel Erfolg dieser Bastelei beschieden war, kann sich jeder selber denken. Aber schließlich komme ich so wenigstens endlich mal dazu, die Wörter „Duschvorhangwinkelstange“ und „Schlüp- fergummiband“ in einem Satz zu verwenden! Und werde in Zukunft sicher keine nassen Handtücher mehr über solcherlei Arrangement hängen.
Wir richteten uns also ein, und zum Donnerstag ist dann eigentlich nichts weiter zu sagen, außer, dass wir noch ziemlich leckere Pizza an der Gneisenaustraße aßen. (Die Adresse rücke ich auf Anfrage gern heraus.)
Der Freitag begann mit einer Brückenfahrt. Diese Bezeichnung ist jetzt ein bisschen irre- führend, denn die Brücken fuhren ja nun kein bisschen, sondern wir. Und zwar auf einem Schiffchen und unter den Brücken durch. Wer mal nach Berlin kommt, sollte das ruhig mal machen, weil’s einfach schön ist und man die Stadt aus einer sehr sympathischen Perspektive kennen lernt. Da ich das schon öfter gemacht habe, bekomme ich einen Son- derservice: ein Freund meines Vaters lebt in einem schicken Haus am Landwehrkanal und wird per Handtelefon zum Winken auf seinen Balkon komplimentiert, wo er dann jedes Mal wahlweise Hüte, Schiffsflaggen oder sogar beides schwenkt. So auch diesmal…
Nachmittags machten wir uns dann allmählich auf den Weg zu mokono. Dass der Fuß- weg dorthin doch ziemlich lang war, merkten wir erst unterwegs, denn natürlich ist das blog.de-Office immer genau am anderen Ende der Oranienstraße untergebracht. Und weil das Wetter so schön war, hatten wir an Mantel und dickem Zeug nicht gespart und kamen sozusagen gar an.
Eine ziemlich ulkige Situation übri- gens, einen Raum zu betreten, in dem sich Leute aufhalten, die man „kennt“, aber man weiß noch nicht recht, wen, weil man sie vielleicht nicht erkennt. Ich hatte mir darum Erkennungsmaterial erstellt, nämlich einen dicken Anheftebutton mit mei- nem Avatarfoto und kleine, leckere Schokotäfelchen, mit denen ich mich beliebt zu machen hoffte.
Das allgemeine Prozedere allerdings war, noch Unbekannte einfach am Ärmel zu zupfen und dann zu fragen: “Wer bist’n Du?“ Bei Einigen war das nicht mal nötig, da sie einwandfrei und ohne Zupferei als sie selbst zu erkennen waren.
Am verblüffendsten ergings mir jedoch mit einem jeansbejackten Herrn, der plötzlich ums Eck geschlendert kam und in mir sofort den Gedanken freisetzte: „Dat is’ der KaterMurr!“ Und er tat mir freundlich den Gefallen und war’s auch prompt.
Soll ich denn hier jetzt wirklich aufzählen, wen ich nun noch alles kennen gelernt habe? Nachher vergesse ich in meiner Schusseligkeit jemanden und der oder die weint dann dicke Tränen und ich bin nicht in der Nähe, um mit tröstender Schokolade auszuhelfen!
Na gut, ich versuch’s mal: Da war der Richard/Sansibar (der leider nur Freitagabend kurz vorbeischauen konnte), Prinz Rupi (der fast den ganzen Abend als Interviewer in seiner Loge zubrachte und sich erst später unter’s Volk mischte), BlackLily (mit der ich dann mal freudig anstoßen konnte, wenn auch mit dem falschen Bier *zwinker*), KaterMurr (der wirklich genauso war, wie ich ihn mir vorgestellt hatte), ein Bohnenzähler (der mit ein unmögliches Versprechen abnahm und zum Tausch eine Handvoll Bohnen schenkte, die aber leider keine Kakaobohnen waren), Orphelins (die ein erfrischendes Lachen und ihren Gatten mitbrachte), Caramellino (der trockene Kommentare und seine Gattin dabei hatte), die Töpferschnecke mit Mann Repuhan und Sohn Lordkev, die freundliche Mondelfe, zwei Paparazzi namens Teddykrieger und Lichtundschatten, ferner ein Großteil des Blog.de-Teams und vieleviele Andere, deren Hände ich geschüttelt habe. Ich hoffe, ich hab’ jetzt niemanden ausgelassen… – Und wenn ich jetzt noch aufzählen würde, wen ich da alles schmerzlich vermisst habe…!
Es war jedenfalls ein Abend in aufgekratzter Stimmung, der später in einer Bar namens „Würgeengel“ endete. „BAR“ bedeutet zweierlei: dass man zwar erstens was zu Essen von der Karte bestellen kann, es aber eine Stunde dauert, bis sie es bringen (laut Aus- kunft der resoluten Tablettbiene), und dass man zweitens dort kein Alster bekommt (weil in Bars eventuell Brauseverbot herrscht?). Übrigens bekommt man zur Minestrone auch keinen Löffel und muss auf Tischnachbarn hoffen, die ihren Spaghettilöffel opfern. Es wur- de jedenfalls ganz schön spät, bis uns der exzellente Fahrdienst (Danke, lieber Rupi!) wieder in unserer Straße absetzte.
Am Samstagmittag ging’s dann ja gleich weiter mit dem Treffen am Neuen See, wo die Pizza groß und die Sonne warm schien. Es wurde freundlich geplaudert und irgendwie hatten sich wohl auch schon die Gruppen gefunden und nicht mal das Ruderbootrennen vermochte da eine gewisse Auflösung bzw. Neumischung zu bewirken, was ich irgendwie ein bisschen schade fand.
Nun, da wir voller Eindrücke waren und uns gerne vor Rupis Lesung noch ein Weilchen ausruhen wollten, machten wir uns mit KaterMurr im Schlepptau auf den Weg (auf dem sich prächtige Berliner Kastanien fanden, so dass ich jetzt derer zwei habe. Danke, lieber Murr!). Dass wir unterwegs wieder Durst bekamen, und noch ein Stündchen in einem wei- teren Biergarten hängen blieben, dafür kann ich nüscht. Berlin scheint eine Durststadt zu sein. Ich hatte tatsächlich von Donnerstagnachmittag bis Montagvormittag fast ununter- brochen Durst. Und das, obwohl ich sogar Getränke zu mir nahm! (Das schreib
e ich mal lieber dazu, nur falls jemand meint, mir einen prima Tipp gegen Durst geben zu wollen.)
Am Abend fanden wir uns dann natürlich in der Alten Post ein, wo Rupi, von seinen beiden Kumpels Waldorf und Statler flankiert, einige seiner vergnüglichen Texte vorlas und das Vorgelesene durch ausdrucksvolle Gestik, rasend schnelle, mit bloßen Auge kaum wahr- nehmbare Kostümwechsel und den Einsatz gefährlicher Tiere und Kekse noch unterstrich. Leider sind die Fotos indiskutabel, aber: schee war’s!
Und für mich gleichzeitig die Abschlussveranstaltung des Bloggertreffens, denn der Sonn- tag sollte doch meinem Vater gehören, der uns dann gleich vormittags auf eine kleine Rundreise nach Tempelhof und anschließend zum ausnahmsweise geöffneten Fahrzeug- depot des Technischen Museums ausführte, wo ich hauptsächlich (und leider zum großen Teil vergebens) versuchte, alte Schilder zu knipsen, während das liebe Väterchen mir einen minutiösen Bericht über sämtliche Straßenbahnfahrten seiner Kindheit lieferte.
Ich kann Euch sagen, mir schwirrte von all‘ dem nur so der Kopf! Eigentlich habe ich in Berlin jedes Mal das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben, um alles zu sehen und alle Lieben zu treffen, die ich dort habe. Aber diesmal kam ich mit der Verarbeitung der ganzen Ein- drücke wirklich nicht richtig hinterher. Da summt’s und brummt’s eigentlich noch immer im Oberstübchen.
Zum Glück hab‘ ich noch ein paar Schokotäfelchen übrig und kann mich damit nachher in meine duschvorhangstangenlose Badewanne legen…
Bin auf’m Sprung. Gleich geht’s zum Bahnhof und dann ab nach Berlin. Mein Väterchen ruft mich schon den ganzen Morgen an und meint, ich solle mich innerlich wappnen, in Berlin sei plötzlich alles Mögliche los, der Marathon und so. Die Stadt sei voll bis obenhin und ich soll unbedingt dieunddie Bahn nehmen und bloß nicht verloren gehen! Vor lauter Aufregung hat er schon Magenschmerzen, dabei muss er doch eigentlich nur warten, bis ich ankomme. Und das werd’ ich auch bestimmt, schließlich freu’ ich mich nicht nur auf ihn, sondern bin auch ordentlich neugierig auf das Weltbloggertreffen.
Bevor ich aber fahre, lasse ich noch eine kleine Gucksportaufgabe für HikE da, nämlich: Finde das Federvieh auf diesem Bildchen… (*g* – Nein, ich hab’s immer noch nicht vergessen!)