…heraus sagt eine Frau vor ein paar Tagen:
„Da bin ich jetzt aber mal gespannt wie Schmidts Katze!“
Genau. Und bestimmt geht sie dann demnächst auch mal ab wie Nachbars Lumpi!
Ach nee, das war ja nun ein Spitz… Verflitzt noch mal!
…heraus sagt eine Frau vor ein paar Tagen:
„Da bin ich jetzt aber mal gespannt wie Schmidts Katze!“
Genau. Und bestimmt geht sie dann demnächst auch mal ab wie Nachbars Lumpi!
Ach nee, das war ja nun ein Spitz… Verflitzt noch mal!
Eingeweihte und Andere wissen: Pablo Picasso selbst hat’s nicht leicht gehabt.
Und erst kürzlich sind dem hannöverschen Sprengel-Museum ja onnoch zwei Picassos, die in die Schweiz ausgeliehen waren, gemopst worden. Eines tauchte überraschender-
weise gestern wieder auf. Allerdings keines der geklauten. Eigentlich nicht einmal ein richtiger Picasso, – aber egal!
Es entstammt der graublauen Periode und Pablo hat’s gemalt, als er in seinem saukalten Atelier wie ein Schneider gefroren hat. (Die Äste hat er übrigens hinterher verheizt.)
Bevor es jedenfalls wieder abtauchte, gelang es mir, ein echtes Foto davon zu knipsen:
…steht doch extra an der Rückwand!
Jetzt kann man nur spekulieren, was hier wohl passiert ist:
Entweder haben die Bäume und Büsche tatsächlich mal mit ordentlich Schmackes aus-
geschlagen und das Frolleinchen dabei versehentlich mit umgehauen. Oder ihr Bruder hat sie mit einer besonders übel riechenden Tulpe erwischt, deren Geruch sie überfallartig be-
wusstlos gemacht hat. Oder sie hat schlicht den Weckruf überhört und poft jetzt einfach durch bis zum Sommer…
Und zwar mindestens an dem Hebel, der hier in meiner Wohnung die Schwerkraft regelt. Und dann gibt’s u.a. auch noch einen Hebel, der meinen Muskeltonus reguliert. Da wurde natürlich auch irgendwas verstellt. Das merke ich ganz genau daran, dass mir heute alles runterfällt: Ein Eimer, ein Durchschlag (auch Nudelsieb genannt), eine Spülbürste, eine Haarbürste, eine Fusselbürste, – Bürsten überhaupt. Dann noch ein Kuli, ein Marienkäfer aus Schokolade, ein Einwegrasierer und dann ist noch eine leere Wasserflasche umgekippt.
Jetzt gibt es Spaßvögel, die dann sagen: „Sei doch froh, dass alles nach unten fällt, sonst würden die Klamotten alle unter der Decke hängen, und du müsstest ständig die Leiter hinter der Küchentür vorzerren! So musst du dich nur bücken.“ Ich will mich aber nicht andauernd bücken, mir tut ja schon der Rücken weh! Ich fänd‘ es gar nicht schlecht, wenn das Zeug mir nach dem Runterfallen nicht vor den Füßen herumliegen würde, sondern irgendwo oben über mir schweben würde, wo ich’s nicht dauernd sehen muss. Vielleicht rucke ich den Hebel mal eben auf „Schwerkraftextremniedrigbisgarnichtodernochweniger“.
Ich möcht’ halt nur nicht grade drunter stehen, wenn einer den Hebel dann wieder richtig stellt.
Neulich im Zug musste ich leider mal wohin. Dabei fiel mir dieses Aufkleberschildchen auf.
Natürlich hatte ich das schon manchmal gesehen, auch andernorts, aber nie so richtig darüber nachgedacht. Wenn ich den Raum also so verlassen soll, wie ich ihn vorzufinden wünsche, dachte ich vor mich hin, klar, dann müsste ich hier erstmal gründlich durchput-
zen. Obwohl: am besten alles rausreißen und neu machen. Ein bisschen nettere Farben und Materialien, vielleicht. Ist mir allerdings ein Rätsel, wie ich das in den zwei Stunden schaffen soll, die ich jetzt mit diesem Zug unterwegs bin. Fährt denn überhaupt ein Heim-
werkerbedarfsabteil mit? Und hatte vielleicht gerade eben jemand vor mir die Aufforderung umgesetzt? Und das, was sich mir hier bot, war nun das, was er vorfinden möchte? Dann möchte ich den aber nie zuhause besuchen müssen…
Dann fiel’s mir zum noch Glück ein, bzw. auf: Ich soll den Raum ja so verlassen, wie ich ihn vorfinden möchte. Und das tat ich dann auch: Frisch und adrett.
Wie immer, eigentlich.
Gestern hat jemand zu mir gesagt: „Du bist mir vielleicht eine!“
Und ich hab‘ geantwortet: „Sei doch froh, dass ich nicht zwei bin!“
Aber im Moment wär‘ ich ganz gerne mal Zwei. Na, heute noch ein paar Stunden in der Agentur, dann kann ich mich auch mal wieder um den ganzen anderen schönen Krempel kümmern, der hier zurzeit versandet. Da kann man’s doch mal wieder sehen, dass Stern-
zeichen einem ü-ber-haupt nichts nützen! Wozu bin ich denn Zwilling? Pustekuchen!
Ach so: Valentins-Tag.
Auch das Bloggen von Haustierfotos. Denn man tau! Gestern hab’ ich ja von den Katzen in der Agentur erzählt. Übrigens gehören die nicht zur Agentur, sie treiben sich da bloß immer auf dem Gemeinschaftshinterhof herum. Die eine heißt Patty und ist eine richtige Labertasche.
Wäre sie ein Mensch, würde sie bestimmt den ganzen Tag klagen, wie schlecht es ihr geht und wo es gerade zuppelt oder besonders weh tut und, dass das Geld nicht reicht und achüberhaupt… Ihr ständiges Gemaunze klingt so nach „ArmestraurigesKätzchen“, dass sie auf der Straße ständig von Passanten mitgenommen wird, weil sie denken, das Tier sei in Not. Die Besitzerin hat dann alle Hände voll zu tun, sie zurückzuorganisieren. Dabei geht’s der Katze prächtig, sie wird von reichlich Händen bestreichelt, darf überall rein und raus, bekommt ausreichend Futter und alles, was sie braucht. Naja, gibt ja solche Charaktere. Schnucklig ist sie natürlich trotzdem.
Was keiner außer mir weiß: Sie ist batteriebetrieben. Manchmal büxen ihr allerdings ein-
zelne Funktionen aus, so wie hier: Ein Ausläufer am hinteren Ende beginnt überraschend, stark zu rotieren und sogar auszuschlagen! Der Beweis! Doch die Katze ist nicht doof, setzt sich schnell drauf und keiner hat was gemerkt. (Denkt sie.)
Und das ist „die Andere“.
Ich weiß nicht genau, wie sie heißt. Ich glaube, Meek oder Miek. Von der hab’ ich ungefähr 200.000 Fotos gemacht, aber sie hat nie stillgehalten, darum waren immer nur Einzelteile drauf. Ich hab’ aber gerade nicht die Zeit, sowas zusam-
menzuretuschieren, deshalb bin ich ihr quasi bis ins Bade-
zimmer nachgeschlichen und habe sie bei der Katzenwäsche abgelichtet.
Das hat sie dann eben davon.
Ich hatte ja gehofft, während ich in der Agentur bin, passieren dort vielleicht ständig irgendwelche lustigen oder wenigstens spektakulären Sachen, die ich dann hier bloggen kann, aber nö. Wir arbeiten vor uns hin, ab und zu wird geseufzt oder gemurrt, manchmal ein bisschen gescherzt, und dann wird wieder gearbeitet. Am meisten erzählen noch die Katzen dort. Besonders die eine ist eine ziemliche Quasselstrippe und mauzt den lieben langen Tag. Man weiß aber irgendwie nicht richtig, was sie will. Meistens irgendwo rein. Oder raus. Oder was anderes.
Damit ist auch schon alles erzählt.
Naja, immerhin führt das dazu, dass ich jetzt zwei ganz gute Entwürfe habe (von 4einhalb), die ich jetzt noch etwas ausarbeite und dann müsste das bis Donnerstag soweit sein, dass wir’s abschicken können.
Und sonst?
(“Und sonst?“ ist übrigens eine meiner Lieblingsfragen. Man trifft jemanden auf der Straße, erzählt sich stundenlang das Neueste, Wowieundwas, Wergegenwen, Wermitwem, Wermitwemwill und so. Wenn man dann alles ausgetauscht hat, entsteht meistens eine Pause und man will schon weiter gehen, plötzlich sagt der Andere: „Und sonst so?“ Und dann erzählt man alles wieder von vorne!)
Ja. Öh. Sonst? Also, ich hatte ja gehofft, während ich in der Agentur bin, passieren vielleicht…