Ou, ou, ou!!! – Serie, ick hör‘ dir trapsen…
„Eins von den Dingen hier ist nicht wie die anderen! Eins von den Dingen hier, – sag‘ es mir geschwind…“
Ou, ou, ou!!! – Serie, ick hör‘ dir trapsen…
„Eins von den Dingen hier ist nicht wie die anderen! Eins von den Dingen hier, – sag‘ es mir geschwind…“
Entschuldigung, gestern war ich verhindert. Den ganzen Tag. So richtig von morgens bis abends. Und dazwischen auch. Quasi ununterbrochen. Die ganze Zeit. Na ja, einmal war ich einkaufen… – aber nur kurz! Ansonsten also schon. Ehrlich.
Herr Obama hat also nun gewonnen, mit erfreulich klarem Ergebnis. Na, der ist mir schon mal reichlich lieber als dieser andere Typ, der mich irgendwie immer an einen Comedy- showmoderatoren erinnert. Nu’ wollen wir also erstmal mal sehen, was der neue Präsident so alles kann. Zu tun hat er ja reichlich: Bergeversetzen, Auskehren, dem doofen Texaner hinterräumen. Also, neidisch bin ich auf den Job nicht gerade…
Hm. Mal sehen, wie leite ich denn jetzt mal über zu der Pizza, die ich gestern Abend hatte? Obwohl, muss ich eigentlich gar nicht, denn es geht gar nicht um die Pizza selbst, sondern vielmehr um das Pizzazubehör. Weil ich nämlich keine normal große Pizza be- stellen wollte, habe ich eine Kinderpizza herbeitelefoniert. (Das kann man ruhig schon mal so hinschummeln, schließlich war ich ja wirklich mal ein Kind.) Dazu gab’s sogar eine Kaprisonne und eine „Überraschungstüte“. Und vom Inhalt der Tüte war ich wirklich ein bisschen überrascht:
Ein Notizkalenderbüchlein, von dem ich sofort den herzchenrosa Einband abgemacht habe, wegen fürchterlichen Plastikgestanks, ein pingpongspielender Dinosaurier, der als Schlüsselanhänger arbeitet und: eine Wumme!
Dass es das heutzutage noch gibt! Wat soll ich damit? Ich bin doch Pazifisöse, Pazifirette, Pazifistin!
Nu’ überleg’ ich die ganze Zeit, was mir das sagen soll. Soll ich einen Bankraub minutiös planen, die Schalterheinis mit dem hässliche Schlüsselanhänger erschrecken, und mit der Knipse bedrohen, bis die mir ein paar Milliarden Hunderter über’n Tresen schieben? Oder soll ich ein Loch in das Orangenfruchtsaftgetränk schießen, damit der Strohhalm endlich mal kleckerfrei reingeht, mir über diesen genialen Einfall Geheimnotizen machen, die ich dann irgendwo gut einschließe und dann das gelbe Viech zur Abschreckung an den Schlüssel dazu ketten? Soll ich vielleicht einen Startschuss abgeben, wenn das neue Jahr beginnt und ich den Kalender in Betrieb nehme, indem ich meine Termine zum Pingpongspielen dort eintrage? Oder soll mich das Ganze doch darauf hinweisen, dass ich bald eine Verabredung mit einem Dinosaurier habe, der den Schuss irgendwie nicht gehört hat?
Ich bin verwirrt.
Ach so: die Pizza. – Hab’ ich aufgegessen.
So. Heute ist ja wohl ein wichtiger Tag in history.
Ich sage jetzt einfach mal frech voraus, dass sich die Amiwahlen heute nicht direkt ent-
scheiden werden. Sondern, dass es wieder wochenlang Streit geben wird, so richtig mit Heulen und Zähneklappern, bis endlich klar ist, wer wo mehr Stimmen abgekriegt hat. Das Erstnochklärenmüssen ist ja seit ein paar Jahren überall der neue Trend, und ich glaube sogar, dass die Amis selber damit angefangen haben, als der Herr Busch sich seinen Sessel damals unter’n Nagel gerissen hat.
Das liest sich jetzt aber doch ein bisschen merkwürdig: „sich einen Sessel unter den Nagel reißen“. Das müsste ja wirklich ein ziemlich kleiner Sessel sein… Oder ein echt großer Nagel. Ich glaube aber, mal gesehen zu haben, dass der Präsidentensessel ganz normal protzig dimensioniert ist. Und Herrn Busch möchte ich nun wirklich nicht gern als groß bezeichnen. Nicht mal seine Nägel. Sagen wir also lieber, „als er sich damals an die Macht rangemacht hat“. (Und diesmal meine ich sicher keine Fernbedienung.)
Jedenfalls, dieses Verfahren des Wirwissennochnichtgenauwergewonnenhat haben doch dann die Deutschen direkt nachgemacht. Als der Schröder’sche der Angela verbieten woll-
te, irgendso’ne Kirche aus dem Ort zu entfernen.
– Und die Italiener? Da war doch auch sowas, oder nicht? Sogar in Hessen und eigentlich ü-ber-all wird das inzwischen so betrieben. Also, ich glaube ja fast, dass da irgendein merkwürdiger Trick drin steckt, dessen Nutzen sich mir noch nicht erschließen will. Ich weiß ja, wir sind alle politikverdrossen, es gibt kaum noch klare Positionen (und wenn, wird einem schomma ganz schnell übel), ja, was soll man da auch wählen… Und darum sollen angeblich die Wahlergebnisse so figeliensch ausfallen.
Ich glaub’ das aber nicht recht. Verschwörungstheorien sind eigentlich gar nicht mehr so meins (außer ich hab’ zwei Bier getrunken und Lust, rumzuspinnen), aber meine Vermu-
tung ist, die Herrschaften janz oben tricksen da vielleicht jeweils ein bisschen was, um mehr Zeit zu haben für ihre Aktenschredderei oder so. Oder sie wollen gar nicht regieren und drücken sich eher um die Wette, wer den Mist jetzt weiter managen muss. Oder sie wollen noch ein Monatsgehalt mitnehmen. Vielleicht haben sie auch nur keine Lust, ihre Schränke aus- und wieder einzuräumen, weil ihnen dann zerbröselte Keksriegel, staubige Wollmäuse, Ehrenbürgerschaften und olle Notizzettel entgegenfallen, auf denen steht: „Nicht vergessen: Nelson Mandela, 20 Dollar!“ Und dann wissen sie wieder nicht, kriegt der die noch, oder hatte er sich die geliehen? Damals, im Regierungssitz-Stehcafé…

„Holzgeschnitzt“? – Also, ich kenne bisher nur „Handgeschnitzt“, was mir auch irgendwie passender vorkommt.
Und ich glaube, nicht nur mir. Das Christkind tippt sich doch wohl auch eindeutig gegen die Stirn, oder?
Ich könnte ja jetzt behaupten, ich würde schon eifrig an der Weihnachtsdekoration arbei-
ten und fleißig leckere Vanillekipferln backen (schließlich wird es höchste Zeit; – in der Stadt hängt schon die Weihnachtsbeleuchtung und es hat natürlich auch schon den ersten Glatteisunfall gegeben), und deshalb könnte ich dieser Tage nur flüchtig bloggen… Aber das würde ja gar nicht stimmen und wäre sogar rundheraus gelogen. Ich weiß ja noch nicht mal, wo ich dieses Jahr überhaupt Weihnachten feiern werde! Und ehrlich gesagt, ist mir das im Moment auch noch völlig schnurz.
Wenn ich aber bloß hinschreibe, dass ich (wie Alle, eigentlich) eine doofe Erkältung habe und mich schlichtweg zu schlapp und zu dösig fühle, um einen anständigen Text zusam-
menzuschustern, dann stimmt das zwar, aber es liest sich langweilig. Es geht aber sogar noch langweiliger: in meinem Kopf ist wirklich so wenig los, dass sich schon den ganzen Morgen dieser merkwürdige und völlig überflüssige Gedanke drin rumtreibt:
„Bettwäsche? – Da hab’ ich irgendwie keinen Bezug zu…“
Keine Ahnung. Fragt mich nicht.
Heute bin beim Einkaufen an einer Schokolade hängen geblieben. Naja, Schokolade…
Ich wusste natürlich, dass es Luftschokolade gibt. Schließlich gibts die schon immer und man weiß eigentlich nicht so genau, wie die Luft da innen reinkommt, und wills vielleicht auch lieber nicht wissen…
So.
Luft ist bekanntlich eins der „vier Elemente“. Die anderen drei sind Wasser, Erde und Feuer. Diese Elemente sind angeblich in der Esoterikszene ungeheuer beliebt. Habe ich mir sagen lassen. Und man muss wohl immer dafür sorgen, dass die Vier sich ganzganz wohlfühlen und nicht etwa streiten, bis wieder einer heult… – Wenn man das hinkriegt, darf man entspannt sein. Und weil Esoterik und Wellness zurzeit so gut läuft, sind sich die Firmen nicht zu schade, jeden Krempel, den sie grad rumstehen haben, mit Balance, Wellfit, Harmonie und Relax zu beschriften und irgendwelche Jogadamen draufzu-
drucken, um ihn loszuwerden.
Und als ich nun vorhin an meinem Lieblingsregal langstrich, habe ich gesehen, dass ein Hersteller von Süßzeug inzwischen tatsächlich „Elemente-Schokolade“ herstellt.
Jaha, richtig: es gibt neuerdings Wasser- und Erdschokolade!
Ach so: Um echt ausgeglichen zu sein, muss man übrigens alle vier Tafel hintereinander wegessen…
Kinder, drückt mir bitte mal die Daumen!
Ich muss heute mal wieder eine Sache mit so einer bockbeinigen Behörde klären…
Der zuständige Sachheini da scheint mir ein echter Maurer zu sein. (Wäre er allerdings wirklich ein Maurer, würde seine Baustelle kaum über die Grundsteinlegung hinaus kommen.) Oder es grüßt ihn vielleicht ständig ein Murmeltier, denn er verlangt von mir immer dieselben Unterlagen, die bereits in mehrfacher Ausführung in seiner Schublade (wahlweise: Eingangskörbchen, Papierkorb, vor seiner Nase, hinter’m Aktenschrank) liegen, um diese dann sofort nach Erhalt zu ignorieren.
Das geht schon ziemlich lange so und ich kenne diesen jungen Mann inzwischen ganz gut. Wenn man mit ihm telefoniert, sagt er abwechselnd zwei Sätze: „Weiß ich auch nicht.“ und „Ja, – ist nicht mein Problem.“. Ach ja, und noch: „Bearbeitungszeit sind vier, sechs, acht Wochen.“ Deswegen vermeide ich es auch, mit ihm zu telefonieren, spreche möglichst mit seinen freundlichen Kollegen und stelle mir klammheimlich vor, wie ich dem Typ irgendwann mal so richtig die Luft aus den Reifen lassen kann.
Wahrscheinlich bin ich viel zu friedlich, aber heute bin ich kurz davor, eine ordentliche Dienstaufsichtsbeschwerde zu verfassen, was sonst ja so gar nicht meine Art ist. Mal sehen, was der Vorgesetzte nachher sagt. Beim letzten Mal hat er nur geseufzt, als er hörte, um wen es ging…
Also, ich kann mich ja noch an Zeiten erinnern, als eine zweite Klinge im Nassrasierer noch revolutionär war! Dazu gab’s im Werbefilm eine hübsche Animation, in der die eine Klinge es schaffte, das abzurasierende Haar erst anzuheben, bevor die zweite es dann abschnitt. Wie das genau vor sich ging, weiß ich aber nicht mehr, wahrscheinlich haben die Klingen sich vorher abgesprochen und eventuell auch mal untereinander getauscht. Ich erinnere mich aber noch, dass ich die Vorstellung für einen Mann eher unangenehm fand.
Neuerdings haben Herrenrasierer sogar 5 Klingen! Wer von denen da jetzt was macht, kann ich nicht sagen, ich bin ja kein Herr und der Werbespot schweigt sich dazu aus. Das Ding hat aber auch noch einen „Powergriff“! Leider habe ich auch hier wieder mal keine Ahnung, was einen Powergriff von einem normalen unterscheidet, aber sicher ist so ein Griff ganz was Tolles. Power heißt ja Macht und ich weiß, dass viele Leute ihre Fern-
bedienung so nennen („Gib’ mal die Macht, ich will was anderes sehen!“). Eventuell reicht es also, diesen Rasierer nur so ungefähr in Gesichtsnähe zu halten, um dann astrein ferngeglättet zu werden. Moderne Wissenschaft, eben. Ich sage jetzt mal voraus, dass zukünftige Rasierer breit wie Putzkellen werden, damit alle 289 Klingen darauf Platz finden. Und die Rasur findet dann vielleicht über’s Internet statt. Bis dahin dauert’s sicher nicht mehr lang.
Ich staune sowieso, was heutzutage schon alles möglich ist.
Mascara, der meinen Augenhaaren 12x mehr Volumen geben soll! Und dazu bildet er an-
geblich auch noch irgendwelche verlängernden Röhrchen um jede einzelne Wimper! Muss ich dann abends beim Abschminken womöglich den Klempner rufen? Ach, ich möchte eigentlich ungern mit irgendwelchen Rohrsystemen im Gesicht herumlaufen und finde außerdem, Frau Longoria sieht in dem Spot vielmehr aus, als hätte sie sich zwei Schuh-
bürsten über die Augen klemmen lassen. Ja, wer will denn so was!? Zum Glück wissen wir ja alle, dass die üppigen Wimpern im Spot computergeneriert sind und müssen uns da keine richtigen Sorgen machen.
Sorgen macht mir dann schon eher, weil ich immer noch viel zu oft schutzlos aus dem Haus gehe.
Wenn man nämlich den Werbeherrschaften glauben darf, sind wir Frauen Tag und Nacht stark schutzbedürftig. Offenbar herrscht die Auffassung, dass aus den Damen rund um die Uhr merkwürdige Sturzbäche heraus wollen, die ihnen selbst allergrößte Furcht einjagen und weswegen sie dringend ständige Sicherheit und Schutz brauchen. Die modernen Schutzengel haben glücklicherweise ebenfalls prima Flügel, und es gibt sie (ganz entge-
gen den herkömmlichen) sogar mit Frischeduft und ohne.
Ach was! Ich bin ein verwegenes Weib und traue mich auch ohne „Hauch von Kamille“ auf die Straße.
Wenn ich nicht gerade versuche, meine Haare „in den Griff“ zu kriegen. Die sind mir näm-
lich zu dünn (kraftlos heißt das neuerdings!) und auch irgendwie zuwenig und manchmal sogar ein bisschen spröde, wenn ich ehrlich bin. Alle diese drei Attribute passen meiner Meinung nach nicht zu mir, deshalb habe ich mir ein tolles „Repair“-Shampoo gekauft. In nur zwei Minuten soll ich damit eigentlich einen sensationellen seidig-glänzenden, ganz geschmeidigen Riesenhelm aus Frisur hingewaschen kriegen! Doch ich seh’ natürlich trotzdem aus wie immer; – hat sich was mit Reparatur! Na, eventuell ist auf meinem Kopf ja auch nichts mehr zu machen.
Pfffft! – Dann schütt’ ich das Zeug eben auf mein Fahrrad, da geht nämlich schon seit Wochen das vordere Licht nicht…
Ich mein’, ich bin ja nun nicht Margot Käßmann, ihres Zeichens Landesbischöfin hier, und es ist mir deshalb auch ziemlich wurscht, ob die Kinder heutzutage Reformationstag, Ern-
tedank oder eben meinetwegen Halloween feiern. Sich gruselig zu verkleiden erscheint mir allerdings auch allemal lustiger als z.B. fleißig Garben zu binden oder an Kirchentüren rumzuhämmern…
Aber dieses Sekundärzeug immer!
Vielleicht liegt’s ja daran, dann ich von Kürbissen eigentlich nur die Kerne mag…
Deshalb muss ich im Moment auch im Zickzack durch den Superladen, um weder was mit schielenden Kürbissen, noch mit Weihnachtsmännern drauf kaufen zu müssen. 
Ein Klopapier mit Kürbis“duft“ kommt mir jedenfalls nicht in die Hütte! So weit kommt’s noch. Da kann die Verpackung mich noch so im Dunkeln angrienen, der Sinn will sich mir nicht erschließen. Der Drang, den Drang mit aktuellen Anlässen auszuschmücken, lässt sich auch sinnvoller umsetzen: Druckt doch endlich mal Börsenkurse auf’s Flauschpapier-
chen!
Ach, und dann hätt‘ ich da auch noch die „Schaurig schönen Blumengrüsse“:
Weiß man ja: der Sinn des Blumenverschenkens ist es von jeher, möglichst große Furcht auszulösen. Den rechten Strauß können wir aber vernachlässigen, das ist ja eigentlich ein Erntedankstrauß, schließlich ist da Stroh drin. Da hätte man vielleicht besser ’nen Kürbis am Stiel genommen, paar lange Halme dazu, etwas Schleierkraut, – zack Folie drum!
Aber der linke! Der hat’s in sich! Man sieht’s am Namen: Walpurgisnacht. Das ist bekann-
tlich die zum 1. Mai, wenn die Hexen auf dem Brocken tanzen. Wenn der Strauß also in dieser Nacht wirklich frisch gebunden wurde, dann sieht er jetzt in der Tat schön schaurig aus…