Mit diesem zunächst offen gelassenen Satz sollte ich neulich mal beeindruckt werden. Er wurde in die Luft gestellt von einem mir gegenüber sitzenden Herrn, der sich wohl interessant und durchgeistigt präsentieren wollte, nachdem er mich erstmal gründlich von oben bis unten gescannt und meine Figur für beeindruckungswürdig befunden hatte. Die Botschaft, obwohl in sehr bedächtigem Ton ausgesprochen, war: „Hey, hallo! Hier geht’s lang zu Intellekt und Flair. Kommen Sie! Kaufen Sie!“ Ich wollte aber nichts kaufen und blieb erstmal ganz unbeeindruckt.
Wir saßen in größerer Runde, seit ungefähr 10 Minuten, und er hatte wohl schon genauso lange überlegt, wie er auf sich aufmerksam machen könnte. Nach gewichtiger Pause ging der Satz unspektakulär zu Ende mit: „… brauche ich erstmal unheimlich lange, um da wieder rein zu kommen.“ Jaja, der Kreativdruck. Die Qual.
Am liebsten hätte ich genauso bedeutungsschwer geantwortet: „Oh, ja… Wenn ich länger nichts geschrieben habe, dann… Dann mache ich mir (schüchtern, gesenkter Blick) Marmeladenbrote…“ Pause. „Und wenn ich merke, das mit der Marmelade gibt mir keinen ausreichenden Impuls, dann mache ich mir sogar… Gurkenbrote. …Und. Die mache ich mit …Gummiband an Carrera-Autos fest und lasse sie Rennen fahren. Das hilft mir dann unheimlich gut…“
Natürlich habe ich das nicht laut gesagt. Schließlich wollte ich nicht zurück beeindrucken. Außerdem: Wenn ich länger keinen Schreibkundigen kennen gelernt habe… Ich habe überhaupt nichts gesagt, sondern lieber an meine kleine bevorstehende Verreisung gedacht. Die im Übrigen sehr schön war und jetzt bin ich wohlbehalten zurück.
Gerade gestern habe ich’s wieder im Fernseher gehört: Angeblich mussten auf den Kanaren wegen der Waldbrände Anwohner und Touristen evakuiert werden. Die Brände sahen wirklich schlimm aus, und mir blutete das Herz, denn ich war schon zweimal auf den Kanaren und fand es da z. T. beeindruckend schön. Dennoch fällt es mir schwer, zu glauben, dass dort Menschen evakuiert werden mussten. Zumindest hoffe ich das sehr für die gebeutelten Leutchen da. Evakuiert werden nämlich normalerweise Gebiete oder meinetwegen Gebäude. Das Wort kommt wohl ursprünglich von „Ausleeren“, ja sogar „ein Vakuum schaffen“. Ich möchte jedenfalls nicht gern von Sicherheitskräften ausgeleert werden, und wenn es noch so brennt. Vor allem meine Organe behalte ich lieber selbst.
Zum Glück verreise ich für ein paar Tage, bevor hier jemand auf komische Ideen kommt. Vielleicht wird meine Wohnung dann etwas evakuiert wirken, aber ich werde mich hoffentlich dennoch sehr unausgeleert fühlen, wenn ich Ende nächster Woche wieder zurück- komme. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es sogar, von unterwegs mal ein paar meiner Eindrücke aus meinem Gedächtnis zu evakuieren und in den Blog einzufüllen…
Ich weiß gar nicht, was die Leute immer mit der Bahn haben! Bei mir hat bisher noch immer alles prima funktioniert. Ehrlich. O.k., ich nehme nicht so oft den Zug, aber wenn, dann hat noch immer alles geklappt. Und nun hatte ich mir am Montagabend online eine Bahncard bestellt und tatsächlich durfte ich mir gestern eine vorläufige Version abholen. Das war auch wichtig, denn ich will am Samstag für ein paar Tage verreisen und wollte mir noch rechtzeitig so Sparfahrkarten kaufen. Natürlich will ich nicht nur am Samstag für mehrere Tage verreisen, sondern ab Samstag. Das andere geht ja gar nicht. Es sei denn, man ist in der Lage, am Raum-Zeit-Kontinuum herumzubiegen. Bin ich aber nicht.
Im Ticketcenter (Fahrkartenschalterhalle) war ordentlich was los, und die ordentlich los Seienden hingen in Labyrinth-Formation in den Absperrseilen. Bis ich das überblickt hatte, stand ich natürlich erstmal in der falschen Schlange. (Falsche Schlange, Du! Warum sachsten nix! Blöde Kuh!) Aber meine Laune war prächtig und da war auch noch eine Umstellung drin. In der anderen, noch viel längeren Schlange, lagen wohl einige Nerven blank. Wann immer jemand, der als nächstes „dran“ sein sollte, mehr als zwei Sekunden brauchte, einen freien Schalter zu bemerken, wurde von hinten losgeblökt: „Ey! Geht’s da mal weiter!“ und „Hallo! Hallloooo!!! Da ist fra-hei!“ Und immer noch hatte ich gute Laune.
Als ich dann dran war, traf ich auf eine supergut gelaunte Schalterdame, die mir vorzügliche Fahrkarten verkaufte für einen prima Preis und mir dabei mehrfach „Ein schönes Wochenende, dann!“ wünschte. Ich bin da sowieso ganz zuversichtlich, aber nun auch, dass es bestimmt nicht am Zugfahren scheitern wird, obwohl ich unterwegs sogar umsteigen muss und so. Wahrscheinlich mache ich das, wenn der Zug hält.
Und nun sitze ich hier, freue mich auf die Reise und höre nebenbei wieder mal die „Frühschicht“ auf Radio Unerhört Marburg. Nebenbei deswegen, weil ich hauptsächlich immer wieder unter meinem Schreibtisch herum krieche. Der Tisch ist selbst gebaut und besteht aus einer schönen Birkensperrholzplatte mit selbst abgerundeten Ecken und vier Beinen, die eigentlich als Treppengeländerdingse gedacht waren. Weiß nicht, wie die heißen, aber sie sind so gedrechselt, und ich habe sie weiß lackiert und mittels abenteuerlicher Konstruktion unter die Platte geschraubt. Man darf halt nicht zu genau drunter gucken. Da der Tisch L-förmig von Regalen umgeben ist, hält das auch ganz gut. Nur so zweimal in Jahr muss ich die Beinchen wieder ausrichten. Keine Ahnung, wieso sie sich immer wegbewegen wollen. Das Ausrichten ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die mit Bedacht erledigt sein will, wenn mir die Tischplatte mit dem schweren Monitor drauf nicht auf den Rücken rauschen soll. Hoffentlich sagt HiKE im Radio jetzt gerade nix lustiges. Wenn es also gleich furchtbar laut klötert und ramentert, dann…
Nein, es ist alles gut gegangen. Es lief Musik. Nun ist alles wieder arretiert und ich kann in Ruhe weiter zuhören und meinen Tee trinken…
Oooch lustig. Jetzt hatte ich eben plötzlich kurz eine Anzeige eines Herstellers für Polizeiabsperrungen und ähnliche Zäune hier. Bestimmt nützlich, um mal Fremdkörper abzuwehren. Danke, das habe ich bisher noch immer so hingekriegt.
Und nun werde ich gefragt, ob ich denn ein „Buch im Kopf“ habe. Nö, zum Glück nicht, Frau Dokter. Das Umblättern fiele auch so schwer.
Jungejunge, heute war ich schon um fünf Uhr wach und eigentlich ganz gut beieinander. Ich hätte mal gleich Tee kochen und vielleicht noch was lesen sollen. Stattdessen nickerte ich noch mal weg und wachte zwei Stunden später völlig zerknüdelt wieder auf. Dabei weiß das doch jeder, dass man das nicht machen soll. Ich hatte sogar einen fiesen Traum über einen, der mir ein gegrilltes, tropfendes Steak auf meine Tastatur gelegt hatte, als ich gerade bloggen wollte (statt „gerade“ hatte ich eben „gerda“ getippt. Wer, um Himmels Willen, ist denn jetzt Gerda?). Der Rechner war in die Außenwand eines Hauses eingebaut und man musste die Tastatur herausziehen. Dabei stand ein Stuhl auf dem Bürgersteig, denn der Monitor war so ungefähr auf Hüfthöhe angebracht. Und geregnet hat es auch noch. Ich war total sauer. Kein schönes Zweitaufwachen, wenn man wutgeladen aus einem Traum kommt und sich dann aber erstmal eine halbe Stunde irgendwie breiig fühlt. Jetzt geht’s aber wieder.
Und als ich eben meinen Blog betrat, sah ich, dass der Gockel heute eine Anzeige hier geparkt hat, die sich mit „Fremdkörpererkennung“ befasst. Es gibt da wohl extra Maschinchen, die das freundlicherweise übernehmen. Also, ich hatte bisher nie Probleme, fremde Körper auch ohne technische Mithilfe als solche auszumachen. Sogar in dämmrigen Partyschuppen, kurz bevor das Bier alle ist.
Oder geht es hier um’s „Erkennen“ im biblischen Sinne? Da gibt’s Maschinen für? Was für eine Vorst…, – nee, das stell’ ich mir nicht vor! Ich bin ja froh, dass es diese Ganzkörper-Cybersex-Anzüge immer noch nicht für ’nen Zehner an jeder Ecke zu kaufen gibt! Also, hoffentlich bin ich nicht in der Nähe, wenn jemand seine Fremdkörpererkennungsapparatur anschmeißt.
In diesem Zusammenhang fällt mir jetzt noch ein, dass man ja bei der Polizei manchmal „erkennungsdienstlich behandelt“ werden muss. Also, was macht denn eigentlich ein solcher Beamter im Erkennungsdienst? Gut, dass ich eine so überaus redliche Bürgerin bin. Dabei werde ich vorsorglich auch bleiben.
Also, das sind ja Gedanken am frühen Morgen! Wäre ich mal um fünf aufgestanden!
Nanu, dachte ich, wie soll das denn gehen? Keine schlimmen Heulgitarren mehr? Viertelstundenlang durchdrehende Schlagwerker werden abgeführt? Erste Geigerinnen werden von allen Seiten im Orchester zugetrötet und -getriangelt? Pianisten werden die Klavierdeckel auf die flinken Fingerchen gedonnert? Artisten werden an andere Artisten gekettet? Im nächsten Schritt werden Einzelkinder zwangsvergeschwistert?
Aber es war ja nur das Umsonst-am-Sonntag-Blättchen, das das berichtete. Und darum glaube ich das auch erstmal nicht. Aus eben jenem stets unfreiwillig unterhaltsamen Blatt schnitt ich vor längerer Zeit mal dieses hübsche Bildchen nebst Bildunterschrift.
Leider weiß ich nicht mehr, ob das Gehäckselte nicht evtl. sogar aus zertrümmerten Waldarbeiterschuhen besteht. Hauptsache, gut gehäckselt. Aber dass es nach dem Zertrümmern der Fußprobe durch einen ausgewählten Mitarbeiter der Häckselkolonne unter- zogen wird, der dabei mitfühlend beobachtend von Kollegen umstanden wird, finde ich gut.
Denn schließlich:
Man vergisst das leider allzu oft. Und da schadet es doch nicht, wenn jemand in der Nähe bleibt, um eventuell überschwappende aufzufangen. Obwohl Füße ja zum Glück ohnehin normalerweise zu Zweit sind.
Das ist ja das Schöne: wenn man mal gar nicht weiß, was man heute so Schönes bloggen soll, geht man einfach mal Einkaufen. Ich stehe also im beliebten „Wahnsinns“-Discounter in der Kassenschlange, als sich hinter mir zwei Herren unterhalten.
„Salatgurke für 49 cent ist echt günstig!“
„Joh, bei K*ufland kostet die mehr.“
„Ungespritztes Gemüse ist mir inzwischen zu unsicher.“
„…“
„Das mache ich nicht mehr. Da können ja Viecher drin sein, dann.“
„Öhö.“
„Ja, musste mal überlegen! Dann doch lieber behandelte Gurke. Diese Chemikalien sind ja auch genau berechnet, dass das nicht gefährlich ist.“
„..?“
„Das machen die doch so ganz ausgewogen! Das ist dann ja auch nicht schädlich für den Menschen. Aber diese Viecher, die gehen dann doch tot. Die können doch sogar BSE übertragen, wusstest Du das gar nicht?“
„Nö.“
„Ja, hat man doch festgestellt, dass so Gemüseviecher BSE übertragen können! Und die sind dann auf diesem Bio-Gemüse drauf. Da staunste, was?“
„Hm, hm.“
„Ja, eben. Und ZACK, haste BSE!!! Und dann? Guckste. Ich ess’ nur noch gespritzte Sachen. Sicher ist sicher.“
Gut, dass ich noch Einkaufen war, denn jetzt habe ich endlich mal eine gute Entgegnung, wenn mich jemand mal wieder fragt, was man denn „heutzutage überhaupt noch essen“ könne. Sicher ist sicher.
Ich freue mich sehr, hier meinen neuen Blogfreund und Mitschokoholiker Doc Totte Willkommen heißen zu können. Wer z.B. Genaueres über die „Verborgene Tierwelt“ vor unserer aller Haustür erfahren möchte, sollte ihn unbedingt mal besuchen gehen.
Vielen Dank für die Einladung, Doc! :wave:
Gestern hatte ich mal so gar keine Lust. Ich rede mich aufs Wetter raus, das mal hü ist, und mal hott. Und wenn das Wetter schon so unentschlossen daher kommt… Ach, und heute könnte ich auch bestimmt den ganzen Tag hier liegen. Angeregt durch einen von Trithemius Abendbummeln mache ich mir Gedanken über Kellnerinnen. Über solche, denen man anmerkt, dass sie nie eine Aus-
bildung zur Restaurantfachfrau gesehen haben. Solche, die vielleicht während des Studiums oder aus ganz normalen Geldver-
diengründen kellnern gehen. Ich habe das übrigens vor ca. 15 Jahren auch eine ganze Weile in verschiedenen Läden gemacht, und vielleicht achte ich deshalb etwas mehr darauf, wie die Damen mit den Gästen umgehen. Machen wir uns nichts vor, meistens sind es Damen.
Obwohl das ja immer gern behauptet wird, sagen sie fast nie: Draußen nur Kännchen! Auch Kollegin kommt gleich! habe ich, glaubich, noch nie zugerufen bekommen. Was ich aber schon öfter gehört habe, ist: Das ist nicht mein Tisch!
Und dann denke ich: Naja, ich hatte jetzt auch nicht gedacht, dass sie jeden Tag ihren eigenen Tisch mitbringen muss. Das wäre ja eine ziemlich merkwürdige, wenn nicht unzulässige Vertragsklausel, und wenn sie kein Auto hat, ist das auch ganz schön schwierig für sie. Der Tisch wird also schon wahrscheinlich ihrem Chef oder ihrer Chefin gehören. Aber ich weiß ja, was sie meint und warte, bis die Kollegin kommt.
Wenn sie dann kommt, fragt sie manchmal streng: Wissen sie schon, was sie wollen? Dann komme ich mir vor, als stünde ich vor meinen Eltern, die mich fragen, was ich denn nun aus meinem Leben zu machen gedenke. Und möchte antworten: Naja, ich dachte, ich verdien jetzt erstmal ein bisschen Geld, dann reise ich vielleicht erstmal nach Norwegen, da wollte ich immer schon mal hin, Fjorde gucken. Und dann, wenn ich wieder hier bin, weiß ich bestimmt auch, wies weiter gehen soll. Vielleicht mache ich mich ja selbstständig oder so… Das verkneife ich mir aber, denn wenn ich sie jetzt ärgere, kriege ich später kein Schirmchen auf mein Eis.
Wenn sie dann wieder kommt, um das Bestellte zu bringen, sagt sie bestimmt: Soooo…!, während sie es abstellt. So! heißt ja angeblich halb fertig. Im Café heißt es aber: Räum doch bitte mal Deinen Krempel zur Seite und nimm die Ellbogen vom Tisch, denn das Ding hier ist schwer/heiß/sperrig, mir fällt gleich die Hand ab und ich hab’s eilig.
Wenn sie eine nicht so gute Kellnerin ist, fasst sie die Gläser ganz oben am Rand an. Dann hoffe ich, dass sie wenigstens halbwegs saubere Fingerchen hat. Leider sehe ich dieses Glas-oben-am-Rand-Anfassen ziemlich häufig und wundere mich immer, dass das von den Chefs nicht geahndet wird. Denn die wollen ja nach außen gerne einen properen Eindruck vermitteln. Was aber z.B. manchmal so hinter Theken passiert, oder in der Küche, würde dem Gast schon mal den Appetit verderben. Darum ist er normalerweise froh, wenn ers nicht mitbekommt. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte die kommenden drei Zeilen überspringen.
Wenn man nämlich mal gesehen hat, wie eine Bierleitung aussehen kann, die länger nicht gereinigt wurde, der bestellt fortan nur noch Flaschenbier. Denn dann ist es auch schon total egal, wo das Bierglas beim Servieren angefasst wird und womit.
Wenn ich also meine Bestellung bekommen habe und mich vielleicht gerade daran gemacht habe, Messer und Gabel aus der Serviette zu wickeln und alles zurecht zu schieben und loszulegen, kommt bestimmt jemand zum Abkassieren, weil jetzt Schichtwechsel ist. Dann legt man das Besteck wieder hin, fummelt das Portemonnaie raus, dabei fällt einem das Messer runter und man weiß gar nicht, wer kriegt denn jetzt das Trinkgeld? Sie oder ihre später abräumende Kollegin? Übrigens ist mir auch mal aufgefallen, dass Servicepersonal noch so patzig sein kann, wenns aber ans Bezahlen geht, sind sie die Lebensfreude selbst. Komisch, oder?
Naja, hab ich bestimmt genau so gemacht, damals.
Wenn die Teller leer gegessen da stehen, wird abgeräumt und dabei hastig gefragt: Hats geschmeckt? Nach meiner Erfahrung reicht als Antwort ein knappes Ja., denn entweder ist die Servierdame schon längst wieder weg, oder sie kann mit Kritik nicht recht umgehen (Das soll so!). Es ist also fast immer sinnlos, ein Gespräch anfangen zu wollen. Selten landet die Anregung da, wo sie hingehört: In der Küche. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie Köche darauf reagieren. Im günstigen Fall mit Schulterzucken. Im ungünstigen Fall mit launigen Vorschlägen, die der Gast lieber nicht hören möchte.
Der Gast möchte sich ja bloß entspannen. Und es interessiert ihn eigentlich nicht, ob das Personal gerade total im Stress ist. Ich erinnere mich noch gut, wie schwer es manchmal war, freundlich zu bleiben, wenn man gar nicht mehr wußte, wo einem der Kopf stand. Aber dennoch habe ich es immer vermieden, den Gästen mein Herz auszuschütten oder sie anzublaffen. Manche, die verständnisvoll aussahen, habe ich gelegentlich freundlich um Geduld gebeten, weil viel los war. Netterweise waren das dann meistens die, die das beste Trinkgeld gegeben haben. Nur mal so als Tipp.
Und natürlich gibt es unangenehme, doofe Gäste. Die einen 5 mal rennen lassen für ein Extratütchen Zucker, einen neuen Kaffeelöffel, ein Glas Leitungswasser, die Eiskarte und doch noch einen kleinen Salat, Dressing aber extra. Und dann geben sie 15 ct. Trinkgeld und fragen noch, warum man sie frech angrinst.
Aber das ist ja ein ganz anderes Thema.
Hier fahre ich alle paar Tage vorbei und denke jedes Mal: Wieso lässt sich das Niedersächsische Landesarchiv eigentlich von zwei grinsenden Totenköpfen am Portal bewachen?
Also, wenns jetzt das Finanzministerium wäre oder so…