Frühling!

Entschuldigung, ich sehe heute wohl etwas derangiert aus. Mich hat jetzt endlich der Frühling gepackt und kräftig durchgeknüdelt. Nee, ich spreche nicht von Frühlingsgefüh-
len. Die sind ja auch zuweilen anstrengend und bringen einen dazu, so Sachen machen zu wollen wie „vor Glück platzen“ und so. Neenee, meinen Frühlingsgefühlen geht’s gut, aber zum Platzen hab’ ich gar keine Zeit. Also, zum Platzen selber hätte ich sie schon, Platzen geht ja ziemlich schnell. Aber das Putzen nachher…

Die Frühjahrsmüdigkeit ist es auch nicht. Darüber durfte ich neulich in artes Karambolage lernen, dass sie zwar in Deutschland eine anerkannte Krankheit ist, aber in Frankreich völlig unbekannt. Sie macht also genau an der Staatsgrenze halt, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Franzosen kein Wort dafür haben, wenn sie im April müde sind. Ich bin das ganze Jahr über mal müde, mal nicht. Und wenn nicht allzu müde bin, kann ich mir jederzeit auch noch prima Erklärungen und Ursachen dazu ausdenken. Darüber, ob die dann auch immer vom Arzt behandelt werden würden, will ich jetzt mal lieber nicht spekulieren, vor allem nicht, wenn „Likör“ drin vorkommt.

Meine augenblickliche frühlingshafte Verquollenheit hat aber damit zu tun, dass hier die Birken fliegen. Und zwar offenbar genau auf meiner Höhe. Ich hab’ nämlich Heuschnupfen und bin mir sogar sicher, dass es den sogar in Frankreich gibt. Was Birken mit Heu zu tun haben, wird mir arte vielleicht mal eines Tages erklären. Was die wahrscheinlich aber auch nicht wissen, ist, wieso ich ausgerechnet auf meinen Lieblingsbaum so verschnupft reagiere. Schön ist das jedenfalls nicht.

Besser leben – Der fröhliche Ratgeber für die perfekte Hausfrau (Teil1 – Der erste Eindruck)

Am Samstag war ich mit meinem liebsten, überaus charmanten und natürlich auch be- sonders gutaussehenden Begleiter auf dem Flohmarkt. Dort fand ich ein Buch, mit dem ich hier eine neue „Sendereihe“ einläuten möchte. – Silberglöckchen, bitte!

Das Buch und damit auch die Sendereihe trägt den Titel: Besser leben.
Untertitel: „Der fröhliche Ratgeber für die perfekte Hausfrau“.

Und weil ich finde, dass die Rollenverteilung bei Frau und Mann (übrigens auch speziell hier im Blog) noch (oder schon wieder?) erstaunlich oft eher traditionell orientiert ist, werden mir die nützlichen Tipps aus dem Jahr 1976 sicherlich förmlich aus den Zeilen gerissen werden, ihre Gültigkeit ist nämlich kein bisschen angestaubt. Dafür riecht das Buch ein bisschen komisch. Hat wohl im Keller gelegen.

Beginnen wir heute also mit dem ersten Eindruck. Die moderne Frau darf ja ruhig ein bisschen arbeiten, wenn sie das unbedingt zur Selbstverwirklichung braucht. Außerdem ist der neue Riesenflachbildfernseher dann auch viel schneller abbezahlt.

Und im Job ist es besonders wichtig, auch lecker auszusehen, schließlich kann man ja auch froh sein, wenn man überhaupt einen hat und für wenig Geld arbeiten darf. Sonst wird das mit der Selbstverwirklichung nachher nix. Wie man sich nun besonders hübsch verwirklicht, zeigen die folgenden, anschaulichen Vorher-Nachher-Beispiele:

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Wie man sieht, ist aus dieser Dame die Luft raus. Die Haare hängen ihr wirr in die Stirn, die Mundwinkel wollen auch mehr nicht so recht. Was soll denn da der Gesprächspartner an Telefon denken! Wie sieht das denn aus! Wie soll man denn da in vernünftige Baller- mannstimmung kommen?

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So ist’s schon besser: Lächeln Sie, und klap- pern ein bisschen mit den Bügeln Ihrer chicen Sonnenbrille! Legen sie die Stimme eine Okta- ve tiefer und erzählen sie von den Bikinischön- heiten, die sich auf Amrum rumräkeln. Schon sind sie von Kaufwütigen mit erigierten, äh, Rudern umgeben. Und genau das wollen wir Frauen, sind wir doch mal ehrlich. Nicht?

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Und Ihr Chef ist furchtbar gern von schnuckeligen Blondinen umgeben. Und mit der rich- tigen Frisur vermehren die sich sogar! Da macht es nichts, dass sie nur wenig Platz in ihrem Köpfchen haben. Hauptsache, es ist genug Platz darauf, für die Erfolgsfrisur.

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Dass die das Haupt wegen des großzügen Einsatzes von Haarspray beschwert, ist nicht so schlimm. Klemmen Sie einfach Ihren hüb- schen Ellenbogen drunter, dann geht’s schon. Und Sie haben sogar noch genug Power, sich die Korrespondenz nah genug an die kurzsich- tigen Augen zu halten. Brille ist nämlich nicht drin. Wie sähe das denn aus, Visitenkarte mit Brille!

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Im dritten Beispiel kommt keine Visitenkarte vor. Diese ungepflegte Verkäuferin träumt von guten Umsätzen. Beim Aufwachen hält sie plötzlich eine Paprika in der Hand. Nun weiß sie nicht, wohin damit. Einfach zwischen die Gurken legen? Nein, das geht nicht, das fällt auf. Was man auf dem Foto nicht sieht, ist, dass unter dem schon sehr kurzen Kittel ein nicht viel längerer Rock hervorschaut. Deshalb kommt auch keiner in den Laden. Die Leu- te denken: Das ist so eine. Mit der wollen wir lieber nicht gesehen werden. Unseriös. Das ist ja, als hätte die Kanzlerin plötzlich Brüste! Da kann die Paprika noch so frisch sein.

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Schon viel besser! Die Omafrisur lässt vertrau- enswürdiger erscheinen. Wieder ist aber das Foto leider zu kurz, um den nun bodenlangen Rock zu zeigen, der jetzt zur Arbeitkleidung gehört. Dazu bequeme, weiße, unsexy Halb- schuhe. Die Paprika hat sich inzwischen zu doppelter Größe aufgebläht und beginnt, in ungesunden Farben zu schillern. Egal, hier kauft man gerne ein. Nehm’ ich gleich zwei!

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Die Ärztin, ach was sage ich, die Krankenschwester natürlich!, in unseren vierten Beispiel hat viel zu schlechte Laune. Kein Wunder, dass sie kaum aufs Thermometer schauen mag: Je weiter ihre Mundwinkel sinken, umso höher steigt die Fiebertemperatur ihrer Pati- enten. Davon kriegt sie natürlich wieder noch schlechtere Laune… Das nennt man übri- gens „ungesundes Klima“.

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Nachdem sie sich aber die Haare aufgedreht und ein paar der Pillen aus dem Schränkchen genommen hat, kann sie ihre endlosen Nacht- schichten viel besser abreißen, ärgert sich nicht mehr über die lachhafte Bezahlung und rennt fröhlich pfeifend durch die Flure. Und siehe da: Das Fieber ist gesunken, die Werte sind gleich viel besser. Das Bett kann bald geräumt werden für den nächsten Kranken.

 

Und hier zum Abschluss noch zwei allgemeine Tipps:

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Deshalb heißt das Ding übrigens auch Schwebehaube!.

 

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Beim anschließen- den Einbetonieren der Frisur schön aufpassen:

Fluppe aus!

Sonst steht noch mirnixdi
rnix der Herr Schäuble vor der Tür und die lie- be Familie gerät ganz schön in Erklärungsnot…

 

(… wird natürlich fortgesetzt.)

Schollenente

Schollenente

Ich behaupte jetzt einfach mal frech (NetRat wird mich e-ven-tuell schimpfen, aber ich mach’s trotzdem), das hier sei eine Schollenente (anas schollensis irgendwas). Und man kann hier ganz schön erkennen, wie sie sich so fortbewegt. (Das sind jetzt natürlich nur Fotos, da bewegt sich nix, aber vorstellen kann man sich’s doch.) Schwimmen können die nämlich ganz gut… Wenn viele Schollenenten im Teich sitzen, geht’s da so lustig zu wie beim Autoscooter. Ob da allerdings dann andere Vögel mit Schnurrbart aufspringen, um Plastikchipse einzusammeln, weiß ich jetzt nicht, dazu gab’s keine Angaben in der Vitrine da.

Die Schollenenten gehen ungern tagsüber an Land, weil das einfach doof aussieht und sie die Sprüche, die dann kommen, nicht so abkönnen. Fliegen geht aber hervorragend, wenn sie’s erstmal in die Luft geschafft haben, weil die Schollen ganz gute aerodynamische Ei-
genschaften mitbringen. („Schnucki! Schau mal! Ich hab’ Dir aus der Stadt ein paar frische aerodynamische Eigenschaften mitgebracht!“) Der Landeanflug dauert deswegen auch et-
was länger als bei anderen Entenarten, weil das Aussegeln ja auch noch erledigt werden muss. Die noch junge, unerfahrene Schollenente verfehlt dann auch schon mal den Teich, weil sie über’s Ziel hinausschießt und dann auf Uferzonen oder Brachflächen ausrodelt. Das merkt die sich aber schnell und lernt dazu. Deswegen gibt’s Schollenenten eigentlich auch nur auf größeren, oder wenigstens längeren Teichen.

Süßer!

Also, wenn ich ein Mann wäre, und ich würde zum Beispiel so ganz bestimmte Straßen in ganz bestimmten Vierteln runterbummeln, und da würde vielleicht eine deutlich zurecht gemachte Dame stehen und mit aufforderndem Blick zu mir sagen: „Hey, Süßer!“, dann würde ich eventuell antworten: „Wieso?!? Ich geh’ immer so… Ich kann nicht süßer!“

Ich kenne einen Mann,…

… der repariert Fernseher, ohne sie auch nur genauer anzugucken! Neulich hat er den Fernseher in meinem Wohnzimmer durch bloßes, energisch ausgesprochenes „Der soll jetzt wieder gehen!“ repariert, und das auch noch über’s Telefon!

Da war ich ja schon fix und fertig.

Und heute Morgen traute ich mich mal an den kleinen Ersatzfernseher im Schlafzimmer, der eines Tages einfach nicht mehr aufwachen wollte. (Naja, es ist ein Schlafzimmer!) Dazu empfahl mir der magische Repariermann, ich solle vielleicht mal eine neue Fernbe-
dienung besorgen, eventuell sei der Apparat ja nur verstockt bzw. habe er sich vielleicht verschluckt. Und statt der Kiste noch mal ordentlich in den Rücken zu hauen (was ich im Übrigen schon ergebnislos versucht hatte), besorgte ich eine hübsche kleine Fernknipse, die aus Kaffeebohnen oder so gemacht ist. Davon gehe ich jedenfalls aus, denn gekauft habe ich sie in dem Kaffeeladen, in dem sie auch schon mein Handtelefon zusammenge-
braut haben.

Jedenfalls: Der Ferni ist wieder aufgewacht! Irre, oder?

Und jetzt wünsche ich mir fast noch einen dritten kaputten Fernseher, nur um zu sehen, wie er den nun onnoch fernheilt…

So, neue Woche, jetzt.

Ich muss mich erstmal sortieren hier…

Also, die Freunde sind tatsächlich umgezogen, das konnte ich am Samstag ganz deutlich sehen, als ich abends mal gucken ging, denn da standen überall Kartons herum, und die waren vor einer Woche noch nicht da. Dafür waren die voll gekleckerten Planen weg und man sah endlich das sehr schöne Eichenparkett. Ziemlich durcheinander wirkte das alles aber immer noch. Deswegen hab’ ich erstmal drei Biere getrunken und leckeren japani-
schen Nudelsalat gegessen. Die Stimmung war eher so lálá, aber außer mir und meinem Begleiter hatten ja auch alle den ganzen Tag Kartons herum geschoben und Schränke verwuppt. Die Einzige, die auch um halb zwölf noch richtig fit war, war die lütte M.N., die gern mit dem auch völlig erschöpften Riesenhund Rocky spielen wollte und immerzu „Ucki! Ucki! Ucki!!!“ rief, wenn sie ihn sah. Er probierte aber mal lieber das Parkett aus. Liegeeigenschaften und so. Das habe ich genau gesehen, weil ich direkt daneben das Sofa auf Sitzeigenschaften…

Ach, ich hab’ ja übrigens noch gar nicht erzählt, dass ich mir was ganz Feines gekauft habe! Seit Monaten schon hatte ich nämlich die Idee: Ein gebrauchtes Notebook könnte mal her. Und dann las ich neulich von einer neuen Einrichtung hier in Hannover: Einem gemeinnützigen IT-Haus namens AfB. Da werden u.a. neue, aber auch von Firmen ausge-
musterte PCs, Notebooks und Zubehör von Menschen mit Behinderung gecheckt, bei Bedarf repariert, und dann wieder verkauft. Letzten Montag bin ich da mal mit Freund M. hingefahren, um zu gucken. Sehr nett alles da, auch die Beratung ist kompetent und nicht so auf Umsatzumsatzumsatz! gebürstet. Diese Läden gibt’s sogar schon länger in 9 anderen Städten. Find’ ich prima, sowas.

Und weil sie aber gerade nix Passendes für mich da hatten, habe ich dann mal im eben-
falls schon länger bestehenden Onlineshop gestöbert, und gleich ein prima Notebook für mich entdeckt. Montag bestellt, Geld überwiesen, gewartet. Und am Donnerstag war das außerordentlich gut gepackte Paket schon da! Und was soll ich sagen: Alles super! Datt Dingen läuft (der Akku kann sogar noch so 1 ½ Stunden), sieht gut aus, ist auch nicht so schwer, – kann ich auch prima mit verreisen. Und wenn was hakt, kann ich hier in Hanno-
ver in den Laden, dann kümmern die sich, weil: 1 Jahr Gewährleistung. Dufte.

Und Freund M. hat Freitag auch schön zwei Stunden mit mir hier gesessen und mir das Ethernet angefummelt, – der Gute, der. Gestern Abend hab’ ich dann im Liegen mal eine ganz nette mail an die Leutchen vom AfB geschickt, weil ich ja finde, positive Resonanz ist auch wichtig.

Eine Meckermail hingegen ging noch an eine Bäckereifilialkette hier in Hannover. Die haben nämlich in den letzten Jahren im Frühling immer ein echt sauleckeres, fluffiges, goldgelbes Bärlauchbrot gebacken. Ich bin ab Februar immer schon ganz gierig drauf… Am liebsten schmeiße ich dicke Scheiben davon in die Pfanne oder auf den Grill, aber auch einfach mit Butter und etwas Salz drauf ist es ein, na klar, Gedicht. Und was ma-
chen sie in diesem Jahr? Verändern das Rezept, tun da Roggenmehl rein und datt Dingen schmeckt fast wie ein stinknormales Zwiebelbrot! Und ich schwärm’ noch meinem Besu-
cher davon vor, wie toll unser Leben erst wird, wenn es wieder das gute Bärlauchbrot gibt!

Jetzt bin ich mal gespannt, wie die Herren Bäcker antworten werden. Leider habe ich vergessen, zu erwähnen, dass ich Protestdemos vor allen Filialen plane, sollte das Brot nicht unverzüglich wieder zurückgeändert werden.

– Sach ma‘: Wo hab’ ich eigentlich mein Megaphon…?

Beim Bäcker…

… vorhin erfuhr ich zufälligerweise, dass heute wohl ein ganz besonderer Tag ist.
Nämlich Selbstschmiertag! Zumindest wurde gerade davon gesprochen.

„Nanu“, hab’ ich überlegt, „so’n Tag ist mir neu. Was ist das denn?“ Erste Assoziation: Internationaler Tag des Schminkens! Zweite Assoziation: Motorpflege-Infotag? Ach nein, ich bin ja hier beim Bäcker. Also eventuell einfach: Dick Eincremen zwischen Brötchen und Teilchen?

Aber nein, es ist nur Freitag. Und vor mir steht eine Frau und kauft „110 Scheiben Brot!“ für einen Kindergarten, denn “jedes Kind isst drei Scheiben!“ Entweder kann ich jetzt nicht rechnen, oder hier ist was faul. Vielleicht müssen sich 36 bemitleidenswerte Kinderchen schon morgens jeweils drei ganze Scheiben Brot reinstopfen, aber die Betreuerin darf nach zweien schon aufhören? Die armen Kleinen, das wird Arbeit. Und selber schmieren müssen sie sie zudem auch noch!

Nächsten Freitag sind statt Brotschnitten dann Brötchen dran. Ich vermute, „jedes Kind isst 5 Brötchen!“ Das werden dann also 182 Stück…

Ich bin nicht normal!

Das denke ich jedes Mal, wenn ich in die Stadt geh’ und versuche, mir was zum Drunter-
ziehen zuzulegen. Aus diesem Grund lassen sich wahrscheinlich diese ganzen armen Frauen auch immer freiwillig von Ärzten zurechtrücken: Sie wollen einfach endlich in 80B oder C passen. – Nein, ich verrate jetzt nicht meine Größe, soweit kommt’s noch! Aber ich pass’ auch nie in diese Standartdinger rein. Angeblich soll es irgendwo auch noch andere Größen zu kaufen geben, aber das halte ich für ein Gerücht. Lust, mich auf dem OP zu legen, auf dem ein Operatist für Eitelkeit mich meiner Unterwäsche quasi mass-
schneidert, habe ich aber trotzdem nicht.

Stattdessen hab’ ich mir auf’m Rückweg wieder mal ein T-Shirt, neue Wimperntusche und natürlich Schokolade gekauft. Eigentlich wollte ich ja noch nach ’ner Jeans gucken, aber man muss es auch nicht übertreiben mit den Erfolgserlebnissen.

Heute Morgen waren dann mal meine Haare dran. Das heißt, ich habe unter Anderem so ein bisschen an meinem Pony herum geschnitten. Aber ganz vorsichtig, denn vor ein paar Wochen hatte ich mir mal aus Versehen ein paar Wimpern mit abgesägt. Das sah, wenn man genauer hinguckte, schon ein bisschen komisch aus. Ich hab‘ auch nur ganz kurz überlegt, ob ich das jetzt auf der anderen Seite auch so machen muss, den Gedanken dann aber gleich wieder verworfen.

Übrigens hat meine neue Wimperntusche „Anti-Schwerkraft-Technologie“! Das war natür-
lich Kauf entscheident. Meine Vermutung war, dass ich, wenn ich die auftrage, immer total wach aussehe, weil ich die Augen dann nicht mehr schließen kann. Bisher waren die ja, wohl wegen der Schwerkraft, alle paar Sekunden kurz zugefallen. Ich muss jetzt aber sagen, dass ich schon ein bisschen enttäuscht bin. Es ist mir nämlich über’n Tag schon mehrfach gelungen, zu zwinkern.

Aber das kann natürlich auch noch alte Gewohnheit sein.