Was Belgier gut können:
Autor: Theobromina
Fragenfieber
Ich habe schon viele schöne Fragen von Euch gekriegt.
Super!
Im Theobrominenkopf rumpelt und bollert’s schon, das könnt Ihr mir aber glauben! Ein paar der Fragen erfordern zwar ein Studium in Philosophie, aber eventuell krieg’ ich das bis Samstag noch schnell hin. Außerdem habe ich ja nun auch versprochen, die Fragen auf meine Art zu beantworten, das lässt mir ja zum Glück ein bisschen Spielraum. Einige Fragen kamen vorsichtshalber per PN. Beantwortet werden sie natürlich alle!
Da der Einsendeschluss erst heute Abend abläuft, könnten da ja durchaus noch ein paar kommen. Nur zu! Und natürlich: Danke. Ich freu’ mich, dass Ihr alle mitmacht.
Eure Theobromine
Motorbiene
Eigentlich wollte ich mich heute gerne etwas echauffieren.
Geht aber nicht. Mir fehlt das Material.
Vorgestern oder so fiel mir nämlich wieder ein, dass ich vor ca. 2 Jahren mal so eine Männerzeitschrift gesehen hatte, auf deren Titel ungefähr folgender Nichtganzsatz prangte: „11 Knöpfe, die sie bei IHR drücken müssen, damit sie schnell von 0 auf 100 kommt!“
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das da so oder weigstens fast so draufstand. Ich weiß sogar noch, auf welcher Zeitschrift. Beweisen kann ich das jetzt aber leider nicht.
Damals hatte ich überlegt, einen gepfefferten Leserbrief zu schreiben, aber dann dachte ich: Die werden mich dort bestimmt als Zicke begreifen, die wahrscheinlich keinen Typen hat und deshalb ein bisschen unentspannt ist. So wird man schnell abgewunken.
Wieso mir das jetzt wieder einfiel, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht hat jemand irgend-
wo einen doofen Mensch-Maschine-Vergleich angestrengt. Oder es hat jemand über jenes Magazin gesprochen, kann auch sein. Jedenfalls, weil ich nun leider keinen Beweis habe für das doofe Cover, kann ich mich jetzt gar nicht richtig aufregen hier! Also, das regt mich auch auf… Da könnte ich auch schomma schnell von 0 auf bestimmt mindestens sagenwirmal 45 oder so kommen.
Ich find‘ das nämlich durchaus löblich, wenn die Herrschaften sich Gedanken machen, wie sie ihre Liebste schön in Stimmung kriegen. Ich mein’, schließlich haben ja nun Beide was davon. Aber wieso glaubt so eine Redaktion, derlei Inhalte nur vermitteln zu können, wenn sie mit den Männern Auto spielt? Sollen die dann ihre Freundinnen über so einen Straßenspielteppich schieben und „brrrrrmmmbrrrrmmm…“ dazu machen?
Ich entsinne mich noch, den Artikel überflogen zu haben, und tatsächlich standen da so Sachen, wie:
„Füllen sie nur den besten Sprit ein! Champagner, weichen Rotwein, usw…“
„Wenn sie daunddort diesunddas machen, schnurrt sie wie ein …-Motor.“
„Kraulen sie ihr wattweißich, das jagt ihre Drehzahl in ungeahnte Höhen!“
Genau.
Ich hätte da auch noch ein paar Tipps:
„Greifen sie ihr während der Fahrt mal so richtig ins Lenkrad, das macht sie wild!“
„Wechseln sie ihr mal gelegentlich die Wischerblätter, – da freut die sich!“
„Aber kommen sie ihr lieber nicht unvorbereitet mit ’nem Ersatzreifen, da wird sie sauer!“
„Klopfen sie ihr mal vorsichtig auf die Polster, das macht sie garantiert total elektrisch!“
„Machen sie ihr ein hübsches Eckchen im Carport zurecht, – sie wird sie mit dankbaren Scheinwerferchen anleuchten!“
„Und wenn der erste Rost ansetzt, klemmen sie ihrer Liebsten eine Straßenkarte unter’n Arm und zeigen ihr, wo die Bauarbeiter die Landstraße gelassen haben.“
Also, das wars, worüber ich mich nun eigentlich aufregen wollte.
Aber geht ja nun nicht. Manno!
Schrott!
Tubenstress & Dankeschöns
Mensch, jetzt habe ich mich seit Freitag gar nicht blicken lassen…
Aber ich hatte ja auch so viel zu tun! Ich muss mich erstmal setzen, ich bin nämlich fix und fertig. Seit Freitag habe ich Tuben sortiert. Und kann mich immer noch nicht entscheiden: Stell’ ich die mittlere nach rechts, oder die linke in die Mitte, oder wie? Welche war denn jetzt über-
haupt noch mal die mittlere? Menno.
Und schon bin ich wieder völlig durcheinander…
Kann ich noch mal von vorne anfangen!
So ist das, wenn man reist. Da muss man eben ganz anderen Anforderungen gerecht werden als zuhause. In Hannover stell’ ich die Dinger einfach so hin. Meistens auf den Kopf, so wie’s da immer drauf steht. Aber hier? Hier legt man wohl gesteigerten Wert auf gut sortierte Tuben. Verflixt schwierig. Naja, Hauptsache, die Knochen bleiben heil.
Und nachdem ich immer gemault habe, weil’s hier keine Himbeerbollos gibt, möchte ich bitte an dieser Stelle mal sagen: Aber B*unty-Eis! Das krieg’ ich nämlich in Hannover immer nicht und stand schon manche Stunde weinend vor der Kühltruhe. Und hier geht man einfach in den Laden, muss kein Formular ausfüllen und nix, und hat schon das schönste Kokoseis. Das muss man ja auch mal sagen.
Und dann möchte ich noch was sagen:
Ich freue mich sehr, dass schon einige Fragen für meinen Advents- kalender eingegangen sind. Vielen Dank an die, die sich schon beteiligt haben. Sechs Fragen sind es bisher (2 kamen über PN. Danke, Sansibar.), sehr unterschiedliche, und so habe ich es mir ja gewünscht. Und nun wünsche ich mir dreist bis morgen Abend noch 18 weitere, denn ich freu‘ mich schon auf’s Beantworten. Hach, wär’ das schön!
Liebe Grüße, Eure Theobromine
Du? Theobromina? Sag mal, (Mitmacher gesucht!)
Ich hatte da gerade so’ne Idee…
Ich weiß aber noch nicht, ob sie gut ist.
Weil ich doch so auf Adventskalender stehe, überlege ich schon seit Tagen, ob ich hier nicht so was wie einen Blog-
Adventskalender machen könnte. Es soll sich ein bisschen unterscheiden von dem, was ich hier tagtäglich so mache.
Darum dachte ich: Warum nicht sowas wie ein Frage- und
Antwortspiel?
Fragen Sie Frau Theobromina!
Habt Ihr dazu Lust?
Ihr fragt mich, was Ihr wollt (!), und ich beantworte bis Weihnachten jeden Tag eine der Fragen nach bestem Wissen und Gewissen und natürlich auf meine Art. Dafür brauche ich mindestens 24 Eurer Fragen (lustige, neugierige, ganz normale), sonst geht’s nicht. Ich zähl’ natürlich auf meine Blogfreunde, – Euch wird schon was einfallen, da bin ich mir sicher. Aber ich möchte auch unbedingt die Besucher bitten, sich zu beteiligen. Das würde mich total freuen. (Ihr könnt auch mehrere Fragen stellen. Lieber ein paar zu viele als zu wenig… )
Ich sage mal: Einsendeschluss ist nächste Woche Mittwoch (28. November).
Dann kann’s nächsten Samstag losgehen…
Gespannte Grüße – Eure Theobromine
Los geht’s
Fortfahren vorübergehend ausgesetzt wegen Fortfahrt
Das Brominchen muss mal raus.
Aus dem Haus, aus der Straße, aus der Stadt. Deswegen geht’s morgen mit’m Rollköf-
ferchen zum Bahnhof und dann einfach mal ab in den nächstbesten Zug. Aber natürlich habe ich mir diesen nächstbesten Zug ganz genau vorher ausgesucht und mir vorgestern sogar schon, vor Streikangst zitternd, eine prima Fahrkarte dafür erworben. Während der Fahrt, habe ich mir vorgenommen, singe ich: „Ich fahre in die Stadt, ich fahre in die Stadt, ich fahre in die Stadt, die keine Himbeerbollos hat!“ Eventuell mache ich das aber nur ganz leise.
Heute habe ich dann u.a. noch damit zu tun, alles, was ich außer den guten Bollos dort brauche, in den Koffer zu kriegen. Naja, man kennt das. Ich kann aber ruhig mal dazu sagen, dass mein Rollkoffer wirklich nur ein kleiner ist, und ich da aber Zeug für über eine Woche reinkriegen muss. Der ist ja schon voll, wenn ich nur den Sekundärkrempel rein-
lege, da ist dann noch kein einziges Paar Socken dabei. Hm.
Vielleicht werfe ich mir morgen früh auch einfach nur den Mantel über’n Schlafanzug, nehme meinen Sekundärkrempelkoffer und sause los, auf’s Beste hoffend.
Dann muss ich auch noch eine CD brennen und in die Post schmeißen, nämlich für die gute A. in Berlin, die gestern vorschriftsmäßig angetan war von meinen Entwürfen für das Cover ihrer Showreel-DVD. Nebenbei erzählte sie mir noch, sie habe nun anteilig in die Pacht für einen total verwucherten Kleingarten investiert. Darauf stellte ich mir vor, wie sie dann im Frühling „mit dem Sauzahn die Scholle umbricht“.
Schade, dass es von dem Telefonat keine Tonaufnahme gibt, denn sie kriegte sich nun irgendwie gar nicht mehr ein. Keine Ahnung wieso. Das ist doch astreines Gärtnervoka-
bular! Ich fürchte, die Frau hat wenig Ahnung. Aber Farne und Efeu rausruppen und Obst-
bäume schneiden wollen! Meinen Vorschlag, das ganze Gestrüpp einfach abzuflämmen, dann einmal durchzukerchern und schicken Kunstrasen zu verlegen, lehnte sie frech ab. Ich glaub’, ich muss bald mal wieder nach Berlin… Wenn der Grillofen gemauert ist.
Aber jetzt geht’s ja erstmal woanders hin. Dort wird höchstvermutlich nicht gegrillt, aber bestimmt trotzdem gut gegessen und getrunken und fantasiert und herumgestrolcht. Ob ich dann von dort auch Bloggen werde, weiß ich noch nicht. (Gucken werde ich ganz sicher, schon allein wegen der Adventskalendersache.) Ich erinnere mich vom letzten Besuch her noch an eine Tastatur mit Internetzugang.
Möglich wär’s also.
Im Wartezimmer (ohne Pointe)
Links gegenüber: Eine zierliche, irgendwie ätherisch-durchgeistigt wirkende Frau liest in einem Buch. Dabei lächelt sie ganz selig. Ihre Bewegungen sind zart, ihre Haltung sehr aufrecht. Sie hat einen langen weiten Rock an, ein schönes Tuch um die Schultern dra-
piert, die Haare hochgesteckt.
Direkt neben mir sitzt ihr Gegenteil: Eine herbe, große Frau mit Pottschnitt und Gesund-
heitsbotten. Einen dicken Aktenordner hat sie auf dem Schoß und erledigt offensichtlich ihren Bürokram hier. Sie schreibt etwas und tütet das Geschriebene in einen Umschlag, den sie umständlich anleckt und verschließt. Sogar Briefmarken hat sie dabei!
Irgendwie ist mir die Herbe sympathischer. Als die Zarte aufgerufen wird („Frau Sänger, bitte!“ – wie passend… wie wohl die Andere heißt?), erhebt sie sich langsam und schrei-
tet hinaus, dabei verliert sie ein schwarzes Bändsel aus ihrer Tasche.
Herein kommt ein älterer Herr, will sich auf ihren Stuhl setzen, da sieht er das schwarze Dings auf dem Boden liegen. Er schnippt es mit dem Fuß einen halben Meter weiter nach links. So, wie ältere Leute eben oft auch Sachen vom Bürgersteig in die Gosse befördern. Jedes Mal frage ich mich, was das soll. Wahrscheinlich ist ein Stück Papier oder eben so ein Bändchen zu hoch zum Drübersteigen. Dann setzt sich der Mann auf den freien Stuhl. Er sitzt da und guckt immer wieder ganz angestrengt zu dem Bändsel hin. Es stört ihn, er kann es da nicht liegen sehen.
Eine alte Dame öffnet die Tür, sie hat einen Blumenstrauß dabei, und ruft mit kräftiger Stimme: „Morgen!“. Dann geht sie gleich wieder hinaus. Die Tür bleibt angelehnt. Der Mann guckt nun auf die Tür.
Angelehnt. Nicht richtig auf, nicht richtig zu.
Er steht auf, öffnet die Tür, schaut der Blumenfrau vorwurfsvoll hinterher, schließt die Tür ordentlich, guckt sich um, ob wir’s auch mitbekommen haben. Dann setzt er sich wieder und guckt das Bändsel weiter an. Hat sich immer noch nicht bewegt.
Als mich die Sprechstundenhilfe aufruft, möchte ich fast sagen: „Ich komm’ gleich! Ich muss das hier erstmal zu Ende gucken…“
Aber dann bin ich doch gleich hin.
Nachtrag zum Thema Tutschkastn (bzw. Cocktailschmuck)
Prinz Rupi brachte mich vorgestern freundlicherweise drauf, wozu Giraffen in Gläsern gut sind. Und tatsächlich fand ich unter dem Stichwort Glasmerker auch die Äffchen wieder, nach denen ich vorher vergeblich gesucht hatte.
Die sahen und sehen nämlich noch immer so aus.
Nachtrag zum Thema Tanzwurst
Wer nun ausreichend mit Wurst getanzt hat, den überfällt jetzt vielleicht spontane Bastellust. Soll ja vorkommen, sowas. Ganz besonders in dieser Kombination.
Für diesen Fall: Wurstbasteln
(Beim Anklicken der Bildchen gibt’s Bastelanleitung.)
Für die, die immer schon wissen wollten, wie man sich z.B. einen niedlichen Koala selber…

(Und damit soll es dann auch erstmal gut sein, versprochen!)


