ISM – Wir wollen Zucker, wir kriegen Zucker! (Teil 2)

…Wir ziehen unterdessen auch weiter, probieren fröhlich und machen uns Gedanken.

Wofür z.B. braucht man sowas?:
Haftet_sicher_gut

Oder sowas?
Geschmackbrot

Und was ist eigentlich mit Jasmine passiert???
Das_Jasmine-Ding

Ich meine: SOLL das etwa so?!?

Ist das etwa das neue Schönheitsideal, das uns Klums Heidi bald unterjubeln will? Riesenfüße, Mickeymaushände, eine Tüte überm Kopp und Plauze?

 

 

 

 

 

 

 

 

Es spricht einiges dafür, denn offenbar sind Kalorien der neue Ernährungstrend.
Kalorienkekse

Spätestens zu Weihnachten will man uns nämlich aufgerundet sehen.
Kalorienhuetchen

Wir folgen also dem Modediktat und gehen erstmal was essen. Am Nebentisch hat eine Dame lautstark „Glück, dass heute nicht so viel Mayonäse im Kartoffelsalat ist“. Ich ver- kneife mir, eine Bemerkung über die die Zubereitung von Speckkartoffelsalat und begucke die Leute um mich rum, wie sie dicke Bratwurst essen. Ich habe mir ein Käsebaguette gekauft, das leise geweint hat, weil es niemand wollte. Wenn ich gewusst hätte, dass ich ausgerechnet auf der ISM so viele Bratwürste sehen würde, wie noch nie zuvor in meinem Leben…! – Dann wäre ich aber trotzdem hingefahren.

Später sehen wir, dass wir uns eigentlich auch bloß bei diesen bestimmt lustigen (aber leider auf dem Bild nicht zu sehenden) Spaniern hätten dazusetzen müssen.
Etwas_am_Thema_vorbei
Die Welt ist zum Verschnökern da. Prost.

Ihre feilgebotene „Süßware“ heißt offenbar „Hirschschinken & Rioja“, aber auch das rechtfertigt keinesfalls die Standgestaltung. Nichts rechtfertigt so eine Standgestaltung. Trotzdem haben die Herrschaften Spaß und die mitgebrachte Messemamsell geht sogar extra freundlich lächelnd rückwärts aus dem Bild, damit Totte den Schinken ohne ihr Dekolletee draufkriegt.

Ach so: in Wirklichkeit stellen die Spanier sowas hier her:
Jasmine_seine_Katze
Das muss wohl die Katze von Jasmine sein! Und die sieht auch genauso aus, wie eine Lutscherkatze aussehen muss, die von einem weinbesäuselten südeuropäischen Konditor zünftig zusammengebraut wurde… Verrückt, diese Iberer!

Als wir schließlich unsere Taschen voll haben, alle Hallen durchschritten, uns die Füße (mir) und der Blutdruck (Totte) wehtun, beschließen wir zum Glück, die erste (und eigent- lich auch beste) Halle noch ein zweites Mal anzugehen, denn wir wollen irgendwie noch nicht nach Hause. Glück deswegen, weil wir so auch noch mal am Stand einer Company vorbeikommen, die ich von früheren Reisen her kenne, und deren feine Produkte ich ganz besonders schätzen gelernt habe. Und diesmal sind wir auch nicht mehr schüchtern und wagen uns an die Auslagen heran.

Das ruft den Chocolatier persönlich auf den Plan, was mir Gelegenheit gibt, ihm in Eng- lisch-Deutsch-Französisch-Kuddelmuddel zu versichern, wie sehr ich seine kleinen Kunst- werke in Hannover vermisse. Am liebsten hätte ich ihn selbst gleich mitgenommen, und das beileibe nicht nur wegen seiner Süßkünste… Irgendwie muss sich ihm das wohl auch vermittelt haben, denn er schenkt mir ein feines Schokoladenherzchen und gibt mir seine Karte, inklusive aufgemalter Webshopadresse, damit ich nicht mehr darben muss. Also, das hat sich doch wirklich mal gelohnt!

Wir verlassen das Gelände, bis oben hin voll Zucker und Netzhautbrand (wegen bunt) und sind’s zufrieden. Denn das, wofür wir eigentlich gekomen sind, ruht sicher zwischen dem ganzen Schnökerzeugs:

Hauptsache_Zwieback
Hauptsache wir haben Zwieback. Zwei Scheiben. Ohne alles.

Auf der Rückfahrt muss ich mir dann natürlich Fréderic-Witze anhören, aber das macht gar nix. Ich trinke später, wieder heil zuhause angekommen, sogar feinen Sekt drauf!

46 thoughts on “ISM – Wir wollen Zucker, wir kriegen Zucker! (Teil 2)

  1. :)) Na, klasse. Hört sich echt lustig an. Und ich muss sagen, diese pinkfarbene Schildschutzbrille steht Dir ausnahmslos gut. Kriegen wir jetzt alle ein Schoko-Care-Paket? Ich hätte gerade so Lust und hier is´ nix…

    • Ja, das war auch echt lustig. Und bunt. Sehr bunt. Wohl so bunt, dass es die Standbetreiber bereits zwei Stunden nach der Eröffnung schon in die Seile gehängt hat.

      Was das Raffen angeht, dürft Ihr Euch das auch lieber nicht als Riesenmengen vorstellen. Man kann alles direkt probieren, aber „Schmeckmuster“ zum Mitnehmen sind dann eher einzeln verpackte Bonbons, Kaugummis oder Kekse. Selten mal so Minitütchen. Schokotafeln leider gar nicht. 🙁 Meine volle Tasche war zum Schluss die Tüte vom Barb*efoto da oben.

      Und ich hab‘ ja noch ein paar Freundinnen, die auch wissen, dass ich in Köln war und die Hand aufhalten. ;D Aber ich guck‘ mal, ich hab‘ ja Deine Adresse noch. 😉

  2. Du hast noch das Auto mit dem Kennzeichen „Choklad“ vergessen, das wir leider auf der Autobahn gesehen haben, als die Kamera im Kofferraum war. :))

    Übrigens bin ich froh, dass die ISM in einer Zeit stattfindet, in der die Ameisen Heia machen. Im Hochsommer wäre ich wegen des Zuckergehalts meines Körper auf dem Weg nach Hause sicher entführt und in einen Ameisenhaufen verbracht worden. Ich fand es zumindest sehr verdächtig, dass mein Nachmittagskaffee eben süß wie Pepsi wurde, nachdem ich nur für einen Moment meinen Zeigefinger reingesteckt hatte. ;D

    • Ja! Das Auto! 😀

      Ach, ich hab‘ total viel vergessen, aber ich musste mich beim Schreiben erst stundenlang mit meinem Rechner rumnerven, der sich immer wieder hingelegt hat (ich war sooo neidisch auf den! *g*), und dann wollte Blog.de mir auch noch erzählen, dass ich einen Werbecode im Text habe, was gerade in diesem Text überhaupt kein bisschen der Fall ist (weil die Fotos ja schon genug werben)! Deswegen auch zwei Teile…

      Außerdem habe ich unser Fischschokoladen-Käse-Experiment nicht drin und meine magischen Antifleckklamotten. Auch die ollen Serienblumen und das Geheimnis von 72-Stunden-conchierter-Schokolade nicht.

      Und das mit den *räusper* Sitzen… :))

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