Zwischenmeldung

In der Agentur läuft’s ganz gut. Ich hab’ schon ein paar Ideen, obwohl man leider oft fest-
stellen muss, dass Entwürfe im Kopf einfach schöner aussehen als auf dem Schirm. Denn da passen dann manchmal die Bilder nicht oder es ist zuviel oder zuwenig Text. Mein Anspruch ist allerdings auch jedes Mal, das Rad neu zu erfinden. Obwohl ich gehört habe, es soll schon irgendwo welche geben. Wahrscheinlich in Neuseeland, wo sie ja angeblich auch diese runden Türen haben sollen.

Ich finde mich auch wieder ganz gut im Indesagichnich zurecht, obwohl ich es nie verwin-
den werde, dass sie mir mein geliebtes „Freihand“ abschaffen. Was hab’ ich damit alles Schönes gemacht! Aber heute lachen sie Dich aus, wenn Du damit um die Ecke kommst.

Und wie ich’s gedacht habe, musste ich meinen Keksteller hinter den Monitor schieben, damit die Chefin ihn nicht immer in der Blickachse hat. Sie will sich gerade vernünftiger ernähren und so. Doch der Chef lässt sich nicht beirren und krabbelt immer mal mit der Hand zum Teller. Immerhin hat er sich abgewöhnt, jedes Mal zu sagen: „Ich klau’ mir nomma ein’, ja? Wenn die da so stehen…“ Früher gab es Zeiten, da war das fast ein End-
losschleifensatz. Nee, stimmt gar nicht. Manchmal hat er auch gesagt: „Ich nehm’ mir mal gleich ein paar mit, dann muss ich nicht immer rübergerannt kommen.“

23 thoughts on “Zwischenmeldung

  1. Hallo, Thea…

    Wow, das ist ja mal ein Thema: Endlosschleifensätze…

    Meine Oma hat jedesmal, wenn ich für sie eingekauft habe und mit zwei bis vier vollen Plastiktüten durch die Tür ihrer Wohnung kam; – jedesmal hat sie gesagt: „Schwer beladen ist der Wagen…“ Jedesmal.

    Nun ist sie seit mehr als zehn Jahren tot, und ich muss immer noch denken, wenn ich vom Einkaufen zurückkomme und die Tür aufschließe: „Schwerbeladen…“

    Komisch ist, dass man es selber gar nicht merkt, wenn man solche Marotten hat. Mir fällt jedenfalls gerade kein Endlosschleifensatz ein, der von mir selber stammt. Aber bestimmt hab ich welche.

    Liebe Grüße und viel Erfolg!

    Sansibar

    • Schöne Geschichte.

      Sowas Ähnliches kann ich auch erzählen: ich hatte mal einen Freund, der mich immer, wenn er mich barfuß herumlaufen sah, anherrschte: „Zieh‘ dir gefälligst was anne Füße!!!“

      Den hab‘ ich heute noch (fast 20 Jahre später) jedesmal im Ohr, wenn ich z.B. barfuß in der Küche herumtapse. Er hat’s nur gut gemeint, aber das kann man ja auch anders sagen… 😉

      Ich hab‘ selber natüüürlich keinen Ausspruch, den ich immer wieder anbringe. (Doch, hab‘ ich wohl: Ich sage oft: „Ach, ach, Schrödelbach…“ Das ist aus einer alten Pumucklfolge. So heißt dort der Arzt. Bestimmt gibt’s auch noch andere Sprüche, aber die gebe ich jetzt nicht zu.)

      Feierabendgruß von der Theobromine

      • Ich hatte einen Gast, der sagte immer „So, das war das.“ Und das sagt er, obwohl nicht das geringste passiert ist, einfach nur so vor sich hin. Und ich kleines Dummerchen habe diesen Satz übernommen und bringe ihn völlig aus dem Zusammenhang am Tisch an, wenn überhaupt nichts passiert, dass meine Kinder manchmal schon nicht mehr an sich halten und mir sagen, dass sie es nicht mehr hören können. Tja…das war das…so…

  2. Um ehrlich zu sein mochte ich Freihand noch nie. Auch damals noch nicht. Ich habe mir dann doch lieber mit dem Bildladen beholfen und zur Not sogar damit gemalt.
    Vielleicht habe ich deswegen das Fach gewechselt? :))

    • Freihand ist so toll, wenn man Vektorgrafiken anlegen will, und man kann Schriften in Pfade umwandeln und bearbeiten. Das hab‘ ich oft genutzt. Im Fotoladen hatte ich immer Probleme mit Pfaden, das hat mich ganz bekloppt gemacht. Na, so hat jeder sein Lieblingswerkzeug… 😉 Zuhause, heimlich, kann ich’s ja weiter benutzen. Oder muss ich jetzt auch umschulen?

  3. Aber ich bin auch vom Freihand-Künstler zum Voll-Adobisten konvertiert. Mit Sonderfarben konnte Freihand noch nie so richtig und da wir hier viel Verpackungen machen ist das dann die Hölle. Wenn heute was in Freihand kommt rennen alle schreiend weg. Es ist auch nur noch auf zwei Rechnern installiert.

    InGestaltung ist aber das Beste seit Erfindung des schokoladenüberzogenen Marzipans.

    • Zuhause setz‘ ich mich nie dran, es zu lernen, obwohl sich das bestimmt lohnt. Gerade heute habe ich ein paar Tools besser kennen gelernt (weil ich eben musste). Aber diese ganzen Paletten und das ewige Hin- und Hergeschalte zwischen den Werkzeugen macht mich noch ganz bekloppt. Zuhause mach‘ ich noch ein Weilchen freihändig weiter. Schon allein, weil’s einige Funktionen nur dort gibt.

      (Das ist echt gemein: – ich hab‘ kein Marzipan im Haus. Aber aus irgend ’nem Grund könnt‘ ich da jetzt drauf…)

          • Singen ohne Hände? Ganz groß! Ich brauch die schon immer, um mir die Leute vom Leib zu halten 😉

            Aber noch mal zum Thema Freihänd. Ich wüsste spontan keine Funktion, die es nur in diesem Programm gibt. Ein paar Sachen sind etwas eleganter als in Illustrant, aber mit ein bisschen Gewöhnung…

          • Ja, ich glaub‘, es hat vor allem was mit „Gewöhnung“ und „Lieblingsprogramm“ zu tun. In Indes muss ich immer so lange suchen, mir fehlt der Inspector, dafür habe ich X Paletten überall. Ich musste mir jetzt einige polygone, geschwungene Formen selbst stricken, und da gingen mir die Zeichen- und Pfadewerkzeuge dazu auf den Wecker. Vielleicht werde ich einfach langsam alt… :)) (Ist mir eigentlich auch lieber, als schnell alt zu werden.)

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