Was gestern schön war. (14)

– Zum ersten Mal seit Wochen durchgeschlafen zu haben.

– Die beiden Krähen, die täglich an „meinem“ Bahnsteig ihrer Krähentätigkeit nachgehen, dabei zu beobachten wie sie sich gegenseitig versuchen auszutricksen, halbe Brötchen voreinander zu verstecken, sich dabei frech anmotzen und scheel guckend umeinander fliegen.

– In der S-Bahn diesen Gedanken aufzuschreiben:

Uff, man glaubt ja nicht, wie viele Leute aus einem einzigen Zug aussteigen können, in den ich zufällig rein will. Jeden Tag das Gleiche: ich stehe vor der Zugtür und denke im Sekundentakt „Jetzt kann ich rein. – Jetzt aber. – Jetzt aber. – Jetzt aber. – Jetzt aber…“ Und dann kommt doch noch einer raus.

Wäre ich ausgeprägt egozentrisch, hätte ich nicht übel Lust zu glauben, dass die alle zur nächsten Tür wieder reingehen, um wieder und wieder bei mir rauskommen, natürlich um mich zu ärgern. (Leider bin ich ja morgens noch zu müde, um mir die Gesichter zu merken. Vielleicht nehm‘ ich mir morgen ja mal so kleine bunte Klebepunkte mit…)

58 thoughts on “Was gestern schön war. (14)

  1. Doch doch, die Leute machen das extra, geht mir auch so. gesichter kann ich mir so schlecht merken, aber irgendwann frage ich mal jeden einzelnen der aussteigt nach der Telefonnummer!

    Was die Raben da abziehen ist übrigens ein Intelligenztest für Menschen! Nicht hinsehen, gar nicht drauf einlassen… sonst wachst du irgendwann auf in einem labytrinth und mußt ein Stückchen Schokolade suchen (von den Elektroschocks fange ich hier am besten gar nicht an, so früh am Morgen…)

  2. ich hab da ne andere Theorie. Die Leute sind wie Popcorn, in der Bahn sind sie klein und sobald die Tür aufgeht, poppen die auf und steigen aus. Das (ha!) erklärt nämlich, wieso man die Absolutmenge der Leute niemals von aussen durch die Fensterscheiben erkennen kann und da immer nur einzelne sieht, die Richtung Tür laufen – und dann folgerichtig denkt: „Jetzt aber. Jetzt aber…“

    Geht mir beim Busfahren genauso.

    Frag mich aber nicht, wie die Leute in Bus und Bahn klein werden, die kriegen ihre Komprimierung selber gar nicht mit, sondern kommen sich die ganze Zeit normalgroß vor. Das muss was mit Parallelwelten zu tun haben.

    • Das wäre bei den diese Woche aktuellen Temperaturunterschieden zwischen „drinne un‘ drusse“ durchaus plausibel. Aber eben bloß beim Aussteigen. Vielleicht steigen die ja in dieser Parallelwelt ein… Hoffentlich gelten die Fahrkarten dann auch für beide Zonen.

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