Wenn mir langweilig ist…

…dann stelle ich mir was vor: Neulich hatte ich ja schon mal erwähnt, dass die Jahresver-
zehrmenge von Pommes in Deutschland 2007 bei „rund 499 Millionen“ Portionen lag. Und wir wollten ja fleißig dran arbeiten, diese runde Zahl noch runder zu machen.

Und ich weiß jetzt auch, wie!

Der Berliner Gastrokritiker Thomas Platt hat nämlich mal im Fernseher gesagt (also, in etwa, – ich kann schließlich kein Steno, und meine Stifte liegen ja auch immer sonstwo): Man muss den Polizeiautos folgen! Polizisten gehen doch nur auf Streife, um Pommesbuden abzuklappern. Seien wir doch mal ehrlich…!“
Und eben das stelle ich mir gerne vor, wenn mir öde ist…

Wie eben an jedem Polizeiauto ein Rattenschwanz an Verfolgern hängt, in Taxis, auf Fahrrädern, sogar mit der Straßenbahn… Und alle hoffen, dieser Einsatz geht jetzt aber endlich mal zur besten Pommesbude! Und nicht schon wieder zu einer Ruhestörung oder einem Einbruch. Denn da steht man doch nur mit knurrendem Magen herum, darf nix an-
fassen und die Klappe halten und friert womöglich auch noch.

Da entsteht natürlich Gemurre. Aber irgendwann kriegen auch die gesottensten Wacht-
meister Kohldampf und ab geht’s zur Geheimbude! Und dort versammelt sich dann die ganze Blase, um endlich bei einer schönen, leckeren Rutsche Pommes die gesehenen Vorkommnisse fachmännisch zu besprechen. 

Wer also demnächst Hüngerchen hat und einen Peterwagen sieht: Nix wie hinterher!

26 thoughts on “Wenn mir langweilig ist…

  1. 500 mio Portionen Pommes. Das macht nicht nur die Zahl „runder“ sondern auch die Gourmand`s. Aber, Fett ist nett und dick ist schick. Wobei ich sagen muss, daß Herr „Platt“ (nomen est omen) nicht unbedingt zu diesem Thema Stellung beziehen sollte.
    Dann schon eher zum paarungsverhalten depressiver Schollen in der Nordsee und deren Umgang mit dem Ozonloch über der Arktis.

    LG Andi B)

    • Ja, also, zum „Paarungsverhalten depressiver Schollen in der Nordsee und deren Umgang mit dem Ozonloch über der Arktis“ würde ich ja sschrecklich gerne endlich mal was lesen! Ich suche schon lange Fachliteraur dazu. Hast Du da eventuell gute Kontakte? 😉

  2. So ein Unsinn. Jeder weiß doch, dass die Hälfte der Fahrten wieder zurück zur Wache geht, wenn die ihre Pommes, Hähnchen und den Kasten Bier mit Blaulicht zu den Kollegen fahren, damit die auch nicht leer ausgehen.

  3. Ein statistische Vergleich mit Belgien wäre interessant, dort wird an jeder Strassenecke Pommes verkauft?

    ———————————————

    Wer kann noch Steno?

    ———————————————-

    Schönes Wochenende und liebe Grüsse

    poc

  4. Ich bin überzeugt, dass die 500-Millionen-Marke schon lange überschritten ist … KLAMMHEIMLICH, weil’s die Gourmants nicht offiziell zugeben wollen.
    Denn die Pommes werden auf ganz subtile Art und Weise schon in der Haute-Cuisine etabliert und salonfähig gemacht. Wenn da die handgemachten Portionen in den Sterne-und-Hauben-Küchen mitgezählt würden … DANN, ja dann ist die Schallmauer geknackt!

    Denn auch die vielen Hobbyköche, die ihre Bio-Kartoffeln selber schnippeln, werden dazu auf subtilste Art und Weise animiert, Rezepte aus TV-Sendungen nachzukochen:
    Rezept: Boeuf Tatare mit Petersilsalat und Pommes Frites

    Mal ehrlich: Fertigpommes aus der Bude wären da doch ein echter Stilbruch, weshalb sich die Pommesindustrie andere Vertriebswege überlegen musste – oder nicht?
    :>>
    :DD
    :DD

    Also:
    Die 500er-Mio.-Portionen-Marke ist klammheimlich schon längst überschritten!

    P.S.
    Ob man da zu den besten Pommes gelangt, wenn man den Polizisten nachfährt????
    |-|

  5. also ich bemerk immer nur:
    – Rettungswagen grundsätzlich vorm Thai-Imbiss

    Das Pommesverhalten heimischer Martinshörnchen is mir noch nicht so besonders aufgefallen…

  6. Also ich bin ja der festen Überzeugung, das es da eine Dunkelziffer gibt. (vor allem, wenn ich den Bräunungsgrad de Fritten bei meiner Dönerbude betrachte – die zählen wahrscheinlich eher in der Steinkohlestatistik mit). Aber die verticken z.B: auch Fritten mit Dönerfleischauflage, wie zählt das denn? Oder die Pommes bei uns am Badesee, die auf Grund des Salzgehaltes eher als „Pökelkartoffeln“ zählen dürften…d.h. wenn ich den Fressbudenbetreiber sehe, zweifele ich sowieso daran, das da überhaupt was für den menschlichen Verzehr geeignet ist.

    • :))
      Ich weiß nicht genau, eventuell existiert auch noch eine „Verfeuerungskartoffel“-Statistik, eine „Essbare-Fleischunterlagen“-Statistik und eine „Salinenerzeugnisse-mit-leichtem-Kartoffelgehalt“-Statistik? Da müsste ich jetzt erst noch mal in meine Unterlagen gucken.

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