Das kleine Krabbeltier wurde gestern spontan in „Bärbel“ umbenannt, weil ich es auf Dauer unhöflich fand, sie immer nur Bohrermönster oder eben Krabbeltier zu nennen.
Gestern Vormittag habe ich sie noch gesehen, wie sie dickbauchig in den Halmen rumhampelte. Sogar drei fertige Kollegen saßen in lockerer Formation in ihrer Umgebung herum! (Dabei konnte ich übrigens feststellen, dass es sich wohl tatsächlich um diese neumoderne Marienkäfersorte handelt, denn die hatten 19 Pünkte, und zwar jeder von ihnen!)
Mittags war die Bärblerette plötzlich nicht mehr zu sehen, wozu mir drei Begründungen einfallen:
1. Bärbel fand ihren neuen Namen doof und ist schmollend weiter gezogen.
2. Bärbel ist auf der Suche nach noch mehr Nahrung über den Rand der Welt und koppheister aus dem 3. Stock gepurzelt. (bitte Nein!)
3. Bärbel hat sich unter ein Blättchen verkrochen (wo ich sie nicht mehr sehen kann), um sich zu verpuppen.
Ich bin für Tor 3 und habe begonnen, den Blumenkasten jedes Mal mit einem schmissigen: „Na, Puppe! Wie geht’s!?!“ zu begrüßen, wenn ich mal kurz das Fenster öffne, um doch noch mal zu gucken, ob Bärbelchen irgendwo zu sehen ist. Denn ich würde ja gerne mitkriegen, wie lange so’ne Marienkäferpupperei wohl dauert.
Ich halte Euch aber auf dem Laufenden, gell?
Darum möchte ich doch bitten… schließlich interessiert mich Bärbel mindestens genauso sehr wie Herr Flompis Nobse und nach dem habe ich mich schließlich regelmäßig erkundigt. 🙂
Ja, ich erkenne tatsächlich Parallelen zum Nobse-Dilemma. Die Tierwelt lässt in letzter Zeit aber echt ganz heftig Fairness vermissen.
Naja, geteiltes Leid ist doppeltes L… Ach nee. Naja.
wenn sich Bärbel wirklich verpuppen gegangen ist, dann liegt sie flach auf dem Blatt auf. Wenn du die Puppe findest, einfach mal mit nem zierlichen Halm anstupsen, dann macht sie nen Aufstand *klapp hoch* 🙂
Ein Foto von der Puppe gibt es hier:
http://schleswig-holstein.nabu.de/m06/m06_06/05423.html
(irrtümlich als „Larve“ beschriftet)