{"id":7233387,"date":"2009-10-24T04:40:43","date_gmt":"2009-10-24T04:40:43","guid":{"rendered":"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2009\/10\/24\/knirsch-knirsch-7233387\/"},"modified":"2009-10-24T04:40:43","modified_gmt":"2009-10-24T04:40:43","slug":"knirsch-knirsch-7233387","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2009\/10\/24\/knirsch-knirsch-7233387\/","title":{"rendered":"Knirsch, knirsch&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeit hat mich wieder, man merkt&#8217;s.<\/p>\n<p>Neueste Entwicklungen:<\/p>\n<p>1.) Die anstrengende Kollegin bekommt vorerst nicht mehr Stunden, was eine schlechte und eine gute Seite hat. Schlecht ist, dass sie weiterhin versuchen wird, mir Aufgaben zuzuschieben, die sie wegen ihrer Arbeitsweise nicht schafft (und weil sie immer das zuerst macht, was ihr lieber ist, bleibt f\u00fcr mich dann oft wieder nur das Ungeliebte). Gut hingegen ist, dass wir dann nicht noch mehr miteinander zu tun bekommen. Zum Gl\u00fcck rei\u00dft sie sich seit ungef\u00e4hr zwei Monaten etwas zusammen, weil sie gemerkt hat, dass es keinen anderen Weg gibt, aber ich bin trotzdem froh, wenn sich unsere Arbeitszeiten m\u00f6glichst wenig \u00fcberschneiden. Sonst sage ich ihr nachher noch irgendwann, wie ich das finde, dass sie Kollegen anschw\u00e4rzt, um besser da zu stehen. (Vermutlich ist das aber gar nicht n\u00f6tig, weil mein Gesicht sicherlich B\u00e4nde spricht, wenn ich mal wieder zuf\u00e4llig daneben stehe. Madame hat offenbar keine Scheu vor Publikum.)<\/p>\n<p>2.) Ich \u00e4rgere mich seit Tagen gr\u00fcn und blau und wei\u00df nicht, wohin damit. Es begann damit, dass wir eine Abendveranstaltung hatten und der Kunde beim \u00dcberweisen des Rechnungsbetrages sch\u00f6n aufgerundet hatte. Trinkgeld, weil alles so gut gelaufen war. Der Seniorchef hat aber mal fix verf\u00fcgt, dass das buchhalterisch zu kompliziert rauszu- rechnen sei und beh\u00e4lt es f\u00fcr die Firma ein. &#8211; Klar, wer hier die Firma ist.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten uns eventuelles Trinkgeld bitte bar geben lassen! Na klar, wir er\u00f6ffnen Veran- staltungen demn\u00e4chst mit der Ansage: &#8222;Falls sie uns \u00fcbrigens Trinkgeld geben m\u00f6chten, dann bitte in bar an die Kollegin, die da dr\u00fcben mit offenen H\u00e4nden steht. Sonst landet&#8217;s beim Chef, und der r\u00fcckt&#8217;s nicht mehr raus.&#8220;\u00a0 \u00c4hnlicher Fall, kurz davor: In einer anderen Abteilung hatte eine Kollegin ihr Trinkgeld in der Kasse aufgehoben und wollt&#8217;s mitneh- men, wenn sich&#8217;s lohnt. Es waren schon 25,-Euro, da ging sie in den Urlaub und war so doof, das Geld in der Kasse zu lassen. Hinterher hie\u00df es lapidar: &#8222;Was in der Kasse ist, geh\u00f6rt der Firma.&#8220; &#8211; Klar, wer hier die Firma&#8230;<\/p>\n<p>3.) Und dann hatten wir ja eine Gro\u00dfveranstaltung, f\u00fcr die wir wochenlang geplant und organisiert haben. Und bei der wir u.a. an einem Sonntag an die 12 Stunden gearbeitet haben. Aber wie! Flei\u00dfige Ackerpferdchen, die freundlich gestrahlt haben und deren Wortschatz nur noch aus: &#8222;Sehr gerne!&#8220;, &#8222;Kommt sofort!&#8220; und &#8222;Ich k\u00fcmmer&#8216; mich drum!&#8220; bestand. Hinterher waren alle voll des Lobes, so super wie diesmal h\u00e4tte es noch nie geklappt. Alle Kunden seien hin und weg gewesen und der Chef (also, nicht der Senior, sondern sein j\u00fcngerer Partner) war richtig ger\u00fchrt dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Vorweg hatte man uns gesagt: &#8222;Gute Nachrichten! F\u00fcr das Arbeiten am Sonntag gibt&#8217;s einen Urlaubstag gutgeschrieben!&#8220; (O-Ton Chefin.) Und ich unkte sp\u00e4ter noch im Scherz: &#8222;Wahrscheinlich stattdessen.&#8220;, und schrieb die Stunden auf, verplante den Urlaubstag und fand, das sei ja eigentlich nur ein kleiner Ersatz f\u00fcr den ganzen Einsatz. Inzwischen wei\u00df ich, Unken gibt&#8217;s wirklich. Ich wurde n\u00e4mlich gestern darauf hingewiesen, dass ich die 12 Stunden aus der Zeiterfassung zu streichen habe. Ich bek\u00e4me ja einen Urlaubstag (8 Std.) daf\u00fcr. Mein Einwand, dass Sonntagsarbeit \u00fcblicherweise mit einem Zuschlag 100% verg\u00fctet wird, und dass mir so jetzt sogar 4 Stunden <em>abgezogen<\/em> w\u00fcrden, wurde gekontert mit: &#8222;Das Prinzip lautet <em>&#8218;Alle f\u00fcr einen&#8216;<\/em>, und diese Veranstaltung findet nur alle zwei Jahre statt, das finden wir zumutbar.&#8220; &#8211; Klar, wer hier der Eine&#8230;<\/p>\n<p>4.) Man bietet mir hartn\u00e4ckig einen Job in Braunschweig an. Braunschweig ist mir eigentlich zu weit weg, aber im Moment habe ich das Gef\u00fchl, ein best\u00e4ndiges, leises Knirschen zu h\u00f6ren. Braunschweig r\u00fcckt n\u00e4her&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeit hat mich wieder, man merkt&#8217;s. Neueste Entwicklungen: 1.) Die anstrengende Kollegin bekommt vorerst nicht mehr Stunden, was eine schlechte und eine gute Seite hat. 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