{"id":7172874,"date":"2009-10-15T07:46:15","date_gmt":"2009-10-15T07:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2009\/10\/15\/maenner-frauen-7172874\/"},"modified":"2009-10-15T07:46:15","modified_gmt":"2009-10-15T07:46:15","slug":"maenner-frauen-7172874","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2009\/10\/15\/maenner-frauen-7172874\/","title":{"rendered":"M\u00e4nner und Frauen."},"content":{"rendered":"<p>Das ist mal &#8217;ne \u00dcberschrift! Die zieht, da kann einfach jeder was mit anfangen.<br \/>Eigentlich k\u00f6nnt&#8216; ich hier auch schon wieder aufh\u00f6ren, wenn es mir nur um die Aufmerk- samkeit ginge. Sogar als Buchtitel w\u00fcrde das fast reichen, um&#8217;s zu verkaufen. Wenn jetzt noch &#8222;Sex&#8220; dazuk\u00e4me, dann m\u00fcsste auch gar nix mehr drinstehen, in dem Buch. Das ginge trotzdem weg wie geschnitten Brot.<\/p>\n<p> Meine Kollegin z.B. behauptet gern: &#8222;M\u00e4nner und Frauen passen nicht zusammen!&#8220; Aber das ist nat\u00fcrlich so &#8217;ne typische Kokettbehauptung von Leuten, die diese B\u00fccher lesen, die wohl irgendwas mit Parken auf dem Mars zu tun haben. Oder wie man mit besonders klugen Ratschl\u00e4gen sein Leben simplifiziert. Oder auch dieses Gl\u00fccksbuch von diesem Arzt, der mir so auf die Nerven geht, dass ich immer ganz gl\u00fccklich bin, wenn er mal nicht zu sehen ist.<\/p>\n<p><a title=\"Geschirrhandtuecher\" href=\"#\"><img style=\"margin: 5px; float: left;\" src=\"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/4004388_5fe13c0ed4_m.jpeg\" alt=\"Geschirrhandtuecher\"><\/a>Jedenfalls find&#8216; ich schon, dass M\u00e4nner und Frauen eigentlich ganz gut zusammen passen, nur vielleicht manchmal nicht zur selben Zeit oder im selben Raum. Ansons- ten muss man sich ziemlich M\u00fche geben, wenn man nicht die ganze Zeit aneinander vorbei agieren oder bekloppt werden will.<\/p>\n<p>Bei der Arbeit z.B. gehe ich manchmal lieber kurz raus, weil der Kollege mitten in einer summenden und brummenden K\u00fcche steht, die voll durchbeschriftet ist. Auf allen T\u00fcren und Schubladen kleben Schildchen, auf denen steht: &#8222;Gabel, Messer, L\u00f6ffel&#8220;, &#8222;Gro\u00dfe Teller&#8220; oder &#8222;Geschirrhandt\u00fccher&#8220; (die sind nur f\u00fcr den Fall, dass unser Ge- schirr mal H\u00e4nde bekommen sollte).  Und dann fragt der Kollege: <em>&#8222;Hamwamaln L\u00f6ffel?&#8220;<\/em> und macht eine Schrankt\u00fcr in Augenh\u00f6he auf. Da kann man ja nur entweder vor Freude in die H\u00e4nde klatschen oder rausgehen! Und, wie gesagt, ich geh&#8216; lieber raus, sonst ist beim In-die-H\u00e4nde-klatschen da irgendwie der Kollege mit zwischen.<\/p>\n<p>Man muss Verst\u00e4ndnis haben, alles liegt nur daran, dass wir in verschiedenen Welten leben, die aber gleichzeitig stattfinden, und irritierenderweise ist es m\u00f6glich, sich zu ber\u00fchren oder sich mal was r\u00fcberzureichen, obwohl das ja eigentlich gar nicht gehen kann. M\u00e4nner halten sich eben nicht gern mit Haushaltsdingen auf, die befassen sich lieber mit Politik und allem, was die Welt zusammenh\u00e4lt (Frauen). Manchmal gewinne ich den Eindruck, sie h\u00e4tten teilweise Schwierigkeiten, sogar ihre eigenen F\u00fc\u00dfe zu finden, und hoffe dann, das trifft nicht auch ausgerechnet auf die Exemplare zu, die die Weltge- schicke leiten! M\u00e4nner wissen oft auch ganz selbstverst\u00e4ndlich, was Herr Putin zu Herrn Obama sagt (und vor allem, was er <em>wirklich<\/em> damit meint!), aber die eigene Liebste ver- stehen sie nicht, weil Frauen ja so irre kompliziert sind.<\/p>\n<p>Bestimmt w\u00e4re die Welt noch viel toller, wenn M\u00e4nner sich nicht auch noch mit L\u00f6ffel- suche aufhalten m\u00fcssten. Dann k\u00f6nnten sie noch mehr die gro\u00dfen, weit entfernten Dinge bereden und dabei verhungern.  Ich glaube ja heimlich, dass Politik eigentlich auch nicht viel anders ist als Weibertratsch, nur eben global und nicht so interessant. Aber es ist bestimmt schon besser so, dass noch immer \u00fcberwiegend M\u00e4nner den Job machen. Ich k\u00f6nnte das mit den st\u00e4ndigen Feindbildern und Drohgeb\u00e4rden auf Dauer ja gar nicht. Ich w\u00e4re viel auch zu mitf\u00fchlend, um ganze Konzerne wegzurationalisieren oder die dritte Welt mit Wohlstandsm\u00fcll vollzuk\u00fcbeln.<\/p>\n<p>Eine Welt, in der Frauen das Geschehen lenken w\u00fcrden, stelle ich mir hingegen schreck- lich langweilig und harmonisch vor. Jeder s\u00e4\u00dfe am liebsten zufrieden zuhause und w\u00fcrd&#8216; sich&#8217;s nett machen, Nachbarn laden sich gegenseitig ab und an mal ein, oder bringen sich Nudelsalat und Geb\u00e4ck r\u00fcber. Und wenn einer wochenlang weg w\u00e4re, w\u00fcsste man, der ist entweder im Urlaub oder da stimmt was nicht. Also, wenn sich jeder in einem bestimmten Radius um seine unmittelbare Umgebung k\u00fcmmern w\u00fcrde, w\u00e4ren zwar alle versorgt, aber das w\u00e4re viel zu einfach und macht nat\u00fcrlich auch nix her. Dann m\u00fcsste man ja auch die- se ganzen sch\u00f6nen Territorialsachen abschaffen, weil die dann v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig werden.<\/p>\n<p>Aber ich geb&#8217;s langsam auf, das ganze Theater noch mit Vernunft begreifen zu wollen. Offenbar ist gerade das Immer-un\u00fcbersichtlicher-werden das Interessante am politischen und wirtschaftlichen Weltgeschehen. Und da<em>zu<\/em> braucht&#8217;s immerzu Wachstum, weil es nie gut genug ist, wie es ist, und darum muss immer Einer den Anderen fressen, bis nur ein einziges, fettes und ziemlich einsames Monster \u00fcbrig ist.<\/p>\n<p>Manchmal stelle ich mir vergn\u00fcgt vor, dass Frauen eines Tages mal nach dem Fr\u00fchst\u00fcck beschlie\u00dfen, die Macht des Internets nutzen, um sich weltweit zu verb\u00fcnden und der alten Geschichte von <a href=\"http:\/\/www.felix-bloch-erben.de\/index.php5\/cid\/1\/letter\/L\/pid\/1179\/stueck\/Lysistrata\/Action\/showPlay\/fbe\/101\/\" target=\"_blank\">Lysistrata<\/a> mal Leben einzuhauchen. (Frauen sprechen n\u00e4mlich untereinander  durchaus ebenfalls \u00fcber Politik und so, aber sie h\u00f6ren klugerweise lieber damit auf, sobald ein Mann den Raum betritt. Weil die n\u00e4mlich meistens gleich zeigen m\u00fcssen, wie <em>Bescheid<\/em> sie wissen. Also reden wir einfach \u00fcber Kindererziehung, bis er wieder weg ist.) In Kenia schien es bereits <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,622037,00.html\" target=\"_blank\">Ans\u00e4tze<\/a> dazu zu geben, wie ich eben mit Wohlwollen festgestellt hab.<\/p>\n<p><em>Sicher<\/em> fiele das ganz sch\u00f6n schwer, aber wenn sich alle dran hielten, so f\u00fcr&#8217;s gro\u00dfe Ganze&#8230; &#8211; wer wei\u00df, wer wei\u00df! (Und vor allem die anschlie\u00dfende Freudenfeier k\u00f6nnte doch interessant werden.) Und bis dahin k\u00f6nnte man ja vielleicht auf Schokokuchen ausweichen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist mal &#8217;ne \u00dcberschrift! Die zieht, da kann einfach jeder was mit anfangen.Eigentlich k\u00f6nnt&#8216; ich hier auch schon wieder aufh\u00f6ren, wenn es mir nur um die Aufmerk- samkeit ginge. Sogar als Buchtitel w\u00fcrde das fast reichen, um&#8217;s zu verkaufen. Wenn jetzt noch &#8222;Sex&#8220; dazuk\u00e4me, dann m\u00fcsste auch gar nix mehr drinstehen, in dem Buch. 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