{"id":4800938,"date":"2008-09-30T12:03:14","date_gmt":"2008-09-30T12:03:14","guid":{"rendered":"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2008\/09\/30\/berlin-4800938\/"},"modified":"2008-09-30T12:03:14","modified_gmt":"2008-09-30T12:03:14","slug":"berlin-4800938","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2008\/09\/30\/berlin-4800938\/","title":{"rendered":"Berlin."},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\">Mein Bericht zum Weltbloggertreffen zockelt jetzt nat\u00fcrlich so\u2019n bisschen hinter den an-<br \/>deren her, aber ich bin ja schlie\u00dflich auch erst gestern Nachmittag aus Berlin zur\u00fcck gekommen (und dann auch noch direkt weitergetrabt zu Freund M.s Geburtstag). Aber: Versprochen ist nat\u00fcrlich versprochen! Mit Fotos halte ich mich aber lieber zur\u00fcck, das haben Andere schon gr\u00fcndlicher erledigt und meine sind eh\u2019 nicht besonders geworden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Also:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Erstmal ging\u2019s ja am Donnerstag ab zum Bahnhof, wo ich Jules, meinen lieben Begleiter, aus dem einen Zug rauserwartete und in den anderen reinbegleitete. Und was soll ich sa-<br \/>gen: Keine zwei Stunden sp\u00e4ter waren schon alle K\u00e4sebrote verputzt und wir erreichten den Bahnhof Spandau. Das mit Spandau war ein kleiner Trick, denn von dort aus l\u00e4sst sich\u2019s prima mit der U-Bahn nach Kreuzberg fahren, ohne zwischendrin auszusteigen. In Kreuzberg wiederum wartete mein Vater schon darauf, uns in die kleine Behausung einer Bekannten zu begleiten, die haupts\u00e4chlich in Italien weilt und ihre Berliner Wohnung zum Gl\u00fcck nicht dorthin mitgenommen hat. <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zu dieser Wohnung k\u00f6nnte ich jetzt manches bemerken, beschr\u00e4nke mich aber darauf: Manche Hochbetten sind Vertrauen erweckend gebaut, andere nicht so. Dieses hier war quasi begleitet von weiteren Selfmade-Konstruktionen innerhalb der Wohnung, wie bei-<br \/>spielsweise einer Duschvorhangwinkelstange, die (um sie am Durchsacken zu hindern) mit einem langen Schl\u00fcpfergummiband an einem Wasserrohr befestigt war. Wie viel Erfolg dieser Bastelei beschieden war, kann sich jeder selber denken. Aber schlie\u00dflich komme ich so wenigstens endlich mal dazu, die W\u00f6rter \u201eDuschvorhangwinkelstange\u201c und \u201eSchl\u00fcp-<br \/>fergummiband\u201c in einem Satz zu verwenden! Und werde in Zukunft sicher keine nassen Handt\u00fccher mehr \u00fcber solcherlei Arrangement h\u00e4ngen.<\/p>\n<p> Wir richteten uns also ein, und zum Donnerstag ist dann eigentlich nichts weiter zu sagen, au\u00dfer, dass wir noch ziemlich leckere Pizza an der Gneisenaustra\u00dfe a\u00dfen. (Die Adresse r\u00fccke ich auf Anfrage gern heraus.)<\/p>\n<p> Der Freitag begann mit einer Br\u00fcckenfahrt. Diese Bezeichnung ist jetzt ein bisschen irre-<br \/>f\u00fchrend, denn die <em>Br\u00fccken<\/em> fuhren ja nun kein bisschen, sondern wir. Und zwar auf einem Schiffchen und unter den Br\u00fccken durch. Wer mal nach Berlin kommt, sollte das ruhig mal machen, weil\u2019s einfach sch\u00f6n ist und man die Stadt aus einer sehr sympathischen Perspektive kennen lernt. Da ich das schon \u00f6fter gemacht habe, bekomme ich einen Son-<br \/>derservice: ein Freund meines Vaters lebt in einem schicken Haus am Landwehrkanal und wird per Handtelefon zum Winken auf seinen Balkon komplimentiert, wo er dann jedes Mal wahlweise H\u00fcte, Schiffsflaggen oder sogar beides schwenkt. So auch diesmal&#8230;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"#\" title=\"Spreeufer_Baumschnitt\"><img src=\"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/2854605_33b4588bfc_m.jpeg\" alt=\"Spreeufer_Baumschnitt\" hspace=\"5\" vspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nachmittags machten wir uns dann allm\u00e4hlich auf den Weg zu mokono. Dass der Fu\u00df-<br \/>weg dorthin doch ziemlich lang war, merkten wir erst unterwegs, denn nat\u00fcrlich ist das blog.de-Office immer genau am anderen Ende der Oranienstra\u00dfe untergebracht. Und weil das Wetter so sch\u00f6n war, hatten wir an Mantel und dickem Zeug nicht gespart und kamen sozusagen <em>gar<\/em> an.<\/p>\n<p><a href=\"#\" title=\"Brominen_zum_Mitnehmen\"><img src=\"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/2854596_d859180ce6_m.jpeg\" alt=\"Brominen_zum_Mitnehmen\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" align=\"left\"><\/a> Eine ziemlich ulkige Situation \u00fcbri-<br \/>gens, einen Raum zu betreten, in dem sich Leute aufhalten, die man &#8222;kennt&#8220;, aber man wei\u00df noch nicht recht, <em>wen<\/em>, weil man sie vielleicht nicht <em>er<\/em>kennt. Ich hatte mir darum Erkennungsmaterial erstellt, n\u00e4mlich einen dicken Anheftebutton mit mei-<br \/>nem Avatarfoto und kleine, leckere Schokot\u00e4felchen, mit denen ich mich beliebt zu machen hoffte. <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das allgemeine Prozedere allerdings war, noch Unbekannte einfach am \u00c4rmel zu zupfen und dann zu fragen: \u201cWer bist\u2019n Du?\u201c Bei Einigen war das nicht mal n\u00f6tig, da sie einwandfrei und ohne Zupferei als sie selbst zu erkennen waren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am verbl\u00fcffendsten ergings mir jedoch mit einem jeansbejackten Herrn, der pl\u00f6tzlich ums Eck geschlendert kam und in mir sofort den Gedanken freisetzte: \u201e<em>Dat <\/em>is\u2019 der KaterMurr!\u201c Und er tat mir freundlich den Gefallen und war\u2019s auch prompt. <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Soll ich denn hier jetzt wirklich aufz\u00e4hlen, wen ich nun noch alles kennen gelernt habe? Nachher vergesse ich in meiner Schusseligkeit jemanden und der oder die weint dann dicke Tr\u00e4nen und ich bin nicht in der N\u00e4he, um mit tr\u00f6stender Schokolade auszuhelfen! <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Na gut, ich versuch\u2019s mal: Da war der Richard\/<strong>Sansibar<\/strong> (der leider nur Freitagabend kurz vorbeischauen konnte), <strong>Prinz Rupi<\/strong> (der fast den ganzen Abend als Interviewer in seiner Loge zubrachte und sich erst sp\u00e4ter unter\u2019s Volk mischte), <strong>BlackLily<\/strong> (mit der ich dann mal freudig ansto\u00dfen konnte, wenn auch mit dem falschen Bier *zwinker*), <strong>KaterMurr<\/strong> (der wirklich genauso war, wie ich ihn mir vorgestellt hatte), ein <strong>Bohnenz\u00e4hler <\/strong>(der mit ein unm\u00f6gliches Versprechen abnahm und zum Tausch eine Handvoll Bohnen schenkte, die aber leider keine Kakaobohnen waren), <strong>Orphelins<\/strong> (die ein erfrischendes Lachen und ihren Gatten mitbrachte), <strong>Caramellino<\/strong> (der trockene Kommentare und seine Gattin dabei hatte), die <strong>T\u00f6pferschnecke<\/strong> mit Mann <strong>Repuhan<\/strong> und Sohn <strong>Lordkev<\/strong>, die freundliche <strong>Mondelfe<\/strong>, zwei Paparazzi namens <strong>Teddykrieger<\/strong> und <strong>Lichtundschatten<\/strong>, ferner ein Gro\u00dfteil des <strong>Blog.de-Teams<\/strong> und vieleviele Andere, deren H\u00e4nde ich gesch\u00fcttelt habe. Ich hoffe, ich hab\u2019 jetzt niemanden ausgelassen&#8230; &#8211; Und wenn ich jetzt noch aufz\u00e4hlen w\u00fcrde, wen ich da alles schmerzlich vermisst habe\u2026!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Es war jedenfalls ein Abend in aufgekratzter Stimmung, der sp\u00e4ter in einer Bar namens \u201eW\u00fcrgeengel\u201c endete. \u201eBAR\u201c bedeutet zweierlei: dass man zwar erstens was zu Essen von der Karte bestellen kann, es aber eine Stunde dauert, bis sie es bringen (laut Aus-<br \/>kunft der resoluten Tablettbiene), und dass man zweitens dort kein Alster bekommt (weil in Bars eventuell Brauseverbot herrscht?). \u00dcbrigens bekommt man zur Minestrone auch keinen L\u00f6ffel und muss auf Tischnachbarn hoffen, die ihren Spaghettil\u00f6ffel opfern. Es wur-<br \/>de jedenfalls ganz sch\u00f6n sp\u00e4t, bis uns der exzellente Fahrdienst (Danke, lieber Rupi!) wieder in unserer Stra\u00dfe absetzte. <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am Samstagmittag ging\u2019s dann ja gleich weiter mit dem Treffen am Neuen See, wo die Pizza gro\u00df und die Sonne warm schien. Es wurde freundlich geplaudert und irgendwie hatten sich wohl auch schon die Gruppen gefunden und nicht mal das Ruderbootrennen vermochte da eine gewisse Aufl\u00f6sung bzw. Neumischung zu bewirken, was ich irgendwie ein bisschen schade fand. <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"#\" title=\"Bootsrennen\"><img src=\"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/2854600_1d1ec7dd80_m.jpeg\" alt=\"Bootsrennen\" hspace=\"5\" vspace=\"5\"><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nun, da wir voller Eindr\u00fccke waren und uns gerne vor Rupis Lesung noch ein Weilchen ausruhen wollten, machten wir uns mit KaterMurr im Schlepptau auf den Weg (auf dem sich pr\u00e4chtige Berliner Kastanien fanden, so dass ich jetzt derer zwei habe. Danke, lieber Murr!). Dass wir unterwegs wieder Durst bekamen, und noch ein St\u00fcndchen in einem wei-<br \/>teren Biergarten h\u00e4ngen blieben, daf\u00fcr kann ich n\u00fcscht. Berlin scheint eine Durststadt zu sein. Ich hatte tats\u00e4chlich von Donnerstagnachmittag bis Montagvormittag fast ununter-<br \/>brochen Durst. Und das, obwohl ich sogar Getr\u00e4nke zu mir nahm! (Das schreib<br \/>\ne ich mal lieber dazu, nur falls jemand meint, mir einen prima Tipp gegen Durst geben zu wollen.) <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am Abend fanden wir uns dann nat\u00fcrlich in der Alten Post ein, wo Rupi, von seinen beiden Kumpels Waldorf und Statler flankiert, einige seiner vergn\u00fcglichen Texte vorlas und das Vorgelesene durch ausdrucksvolle Gestik, rasend schnelle, mit blo\u00dfen Auge kaum wahr-<br \/>nehmbare Kost\u00fcmwechsel und den Einsatz gef\u00e4hrlicher Tiere und Kekse noch unterstrich. Leider sind die Fotos indiskutabel, aber: <em>schee war\u2019s! <\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Und f\u00fcr mich gleichzeitig die Abschlussveranstaltung des Bloggertreffens, denn der Sonn-<br \/>tag sollte doch meinem Vater geh\u00f6ren, der uns dann gleich vormittags auf eine kleine Rundreise nach Tempelhof und anschlie\u00dfend zum ausnahmsweise ge\u00f6ffneten Fahrzeug-<br \/>depot des Technischen Museums ausf\u00fchrte, wo ich haupts\u00e4chlich (und leider zum gro\u00dfen Teil vergebens) versuchte, alte Schilder zu knipsen, w\u00e4hrend das liebe V\u00e4terchen mir einen minuti\u00f6sen Bericht \u00fcber s\u00e4mtliche Stra\u00dfenbahnfahrten seiner Kindheit lieferte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ich kann Euch sagen, mir schwirrte von all&#8216; dem nur so der Kopf! Eigentlich habe ich in Berlin <em>jedes<\/em> Mal das Gef\u00fchl, zu wenig Zeit zu haben, um alles zu sehen und alle Lieben zu treffen, die ich dort habe. Aber diesmal kam ich mit der Verarbeitung der ganzen Ein-<br \/>dr\u00fccke wirklich nicht richtig hinterher. Da summt\u2019s und brummt\u2019s eigentlich noch immer im Oberst\u00fcbchen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zum Gl\u00fcck hab&#8216; ich noch ein paar Schokot\u00e4felchen \u00fcbrig und kann mich damit nachher in meine duschvorhangstangenlose Badewanne legen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Bericht zum Weltbloggertreffen zockelt jetzt nat\u00fcrlich so\u2019n bisschen hinter den an-deren her, aber ich bin ja schlie\u00dflich auch erst gestern Nachmittag aus Berlin zur\u00fcck gekommen (und dann auch noch direkt weitergetrabt zu Freund M.s Geburtstag). Aber: Versprochen ist nat\u00fcrlich versprochen! 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