{"id":3531396,"date":"2008-01-05T10:56:12","date_gmt":"2008-01-05T10:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2008\/01\/05\/magenschwindel_aamp_ohrensausen3531396\/"},"modified":"2008-01-05T10:56:12","modified_gmt":"2008-01-05T10:56:12","slug":"magenschwindel_aamp_ohrensausen3531396","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2008\/01\/05\/magenschwindel_aamp_ohrensausen3531396\/","title":{"rendered":"Magenschwindel &amp; Ohrensausen"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Letzte Woche war ich ja noch verreist. Zum Beispiel in Maastricht. <\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Dort erlitt ich pl\u00f6tzlich eine mittelschwere H\u00fcngerchenattacke. Weil ich aber im Gegen-<br \/>satz zu Herrn Jean P\u00fctz keine <a href=\"http:\/\/www.myvideo.de\/watch\/2878742\">Schublade<\/a> dabei hatte, aus der \u00e4chzend ein dreihaariges, anstrengendes, mit ungesunden Flecken \u00fcbers\u00e4tes M\u00e4nnchen springt, um mir \u201eMilschreis zum S\u00e4llbabasteln\u201c mit zugeh\u00f6rigem \u201eT\u00fctschen\u201c<font color=\"#ff9900\">* <\/font>anzudienen, und auch mein Begleiter keine Anstalten machte, eine solche Schublade unter\u2019m Mantel herauszuz\u00fccken, suchten wir uns einfach eine Kneipe. Beziehungsweise ein \u201eEetcaf\u00e9\u201c, oder wie das dort hei\u00dft. Der Laden hatte auch einen ganz typischen holl\u00e4ndischen Namen, und zwar: \u201eC\u2019est la vie!\u201c<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\"><font color=\"#ff9900\">*<\/font><font size=\"1\">(\u201eT\u00fctschen auf&#8230;, dr\u00fcbber&#8230;, &#8211; fechtisch!\u201c weckt bestimmt bei so Manchem alle m\u00f6glichen Assoziationen, nur keine, die sich aufs Essen bezieht.)<\/font><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Obwohl auf den Stra\u00dfen irre viel los war, war es in der Kneipe sogar noch lauter, beson-<br \/>ders in der Ecke, in der wir noch Platz fanden. Da wurde n\u00e4mlich das Geschirr aufbewahrt bzw. durcheinander geworfen, die spotzende Kaffeemaschine bedient und das Personal bebr\u00fcllte sich mit Anweisungen. Wir bestellten \u201eToasti mit Kaas und Ham ohne Ham\u201c (aber mit Toast und Kaas) und Kaffee. Jetzt erst fiel mir die Musik auf, aber zu sp\u00e4t: wir sa\u00dfen schon und hatten bestellt. <span><em>\u201eYou\u2019re my heart, you\u2019re my soul&#8230;\u201c<\/em> Hoppla. Direkt im Anschluss: <em>\u201eTake these broken wings!\u201c <\/em>Gef\u00e4lligst. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\"><span>\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Zum Gl\u00fcck kam jetzt unsere Bestellung. Der ersehnte Imbiss wurde begleitet von <em>\u201eKyrie Eleison\u201c <\/em>(\/Marillion), das ein Herr am Nachbartisch auch noch ganz gut kannte und das <em>\u201eOhohoooooo&#8230;!\u201c<\/em> aus dem Refrain sogar leise (dachte er) mitsang. Da schmeckt einem doch die leckere Salatbeilage gleich noch mal viel knackiger! <\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<br \/>Vielleicht h\u00e4tte unsere Kellnerin auch gern mitgesungen, hatte sie doch eine, sagen wir mal, zutiefst m\u00e4nnliche Stimme, die irgendwo hinter ihren un\u00fcbersehbar weiblichen Attri-<br \/>buten hervorkam. (Eigentlich <strong>zu<\/strong> tief, um in Fish\u2019s Gekn\u00f6del einzustimmen. Eventuell, wenn was von Bonnie Tyler gelaufen w\u00e4re?) Das begeisterte sie \u00fcbrigens anscheinend selber so, dass sie meinem Gegen\u00fcber gleich mal die leere Espressotasse umriss, sie dann aber sch\u00f6n ordentlich wieder auf der Untertasse zurechtstellte. Denn wer wei\u00df schlie\u00dflich, wozu wir die leere Tasse noch brauchen&#8230;<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Das <em>\u201eKyrie\u201c<\/em> ging jetzt \u00fcber in <em>\u201eOne night in Bangkog\u201c<\/em>, offenbar hatte hier jemand vom Per-<br \/>sonal so eine 80er-CD an der Tanke mitgehen lassen, in dem Glauben, Touristen h\u00f6rten so was gerne. Mir machte das auch tats\u00e4chlich immer mehr Spa\u00df und ich fing an, mir Notizen zu machen. Wahrscheinlich erweckte ich dabei bei meinem lieben Begleiter den Eindruck, Maastricht gefiele mir nicht richtig, und ich w\u00fcrde mich sogar dar\u00fcber lustig machen. Das liegt mir jedoch fern. Diese Kneipe h\u00e4tte auch in Soltau sein k\u00f6nnen oder meinetwegen auf Texel (und auch dort h\u00e4tten sie vielleicht versucht, statt der leeren Tasse Deine noch vollen Bl\u00e4ttchen mit Hilfe eines Zaubertricks abzur\u00e4umen *g*), und Maastricht gefiel mir sogar so gut, dass ich unbedingt vorhabe, da noch mal hinzufahren, sobald sich die Gelegenheit bietet. Nach Texel \u00fcbrigens auch. Soltau wei\u00df ich noch nicht.<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<br \/>Gespannt wartete ich also auf das n\u00e4chste St\u00fcck&#8230; Es war <em>\u201ePass the Dutchie\u201c<\/em>. Das hatte ich nun echt \u00fcber 20 Jahre nicht geh\u00f6rt. <em>&#8222;Gimmidiemjusikm\u00e4kmijampampamp!&#8220; <br \/><\/em><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\"><em><br \/><\/em><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\"><a href=\"#\" title=\"damoklespulle\"><img src=\"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/2256421_758df52ead_m.jpeg\" alt=\"damoklespulle\" hspace=\"5\" vspace=\"5\" align=\"left\"><\/a>Na, das sollte hier mal einer versuchen, denn der Laden war bis unter\u2019s Dach vollgestopft mit Zeug und Leuten und Zeug. Direkt \u00fcber mir hing, wie das be-<br \/>r\u00fchmte <em>Damenklo<\/em>schwert, eine riesige, wahrscheinlich\u00a0 45-Liter-fassende J*ger-<br \/>meisterpulle. <\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Ich hatte ein bisschen Schiss, sie w\u00fcrde sich vielleicht ausgerechnet den heuti-<br \/>gen Tag aussuchen, um sich aus ihrer bestimmt fachm\u00e4nnisch verzwirbelten Drahtverankerung zu l\u00f6sen und mich auf ihrem Weg nach unten zu erschlagen. <\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Vielleicht ist das Foto deshalb so verzit-<br \/>tert. Die anderen sehen sogar noch viel schlimmer aus! <\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Was nicht mit draufging auf\u2019s Bild:<em> \u201e99 Luftballons\u201c<\/em>. Die h\u00e4tte ich, statt im Ohr, wirklich lieber \u00fcber mir gehabt, und zwar ohne Nenas Seufzgesang, dem man wohl nie mehr ganz entkommen wird. <\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Zeit also, zu gehen. Offenbar betr\u00fcbt dies das Personal zutiefst, denn hinaus begleitet werden wir von <em>\u201eEach time you break my heart&#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Frisch gest\u00e4rkt und (wenigstens anteilig) am\u00fcsiert, treten wir auf die Stra\u00dfe zur\u00fcck und eine meiner Lieblingst\u00e4tigkeiten an: Die Suche nach noch unbekanntem Geschmeck.<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">Bei der Ladenkette HEMA werde ich f\u00fcndig.<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt\">\u00a0<\/p>\n<p>Doch dazu morgen mehr&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche war ich ja noch verreist. Zum Beispiel in Maastricht. \u00a0 Dort erlitt ich pl\u00f6tzlich eine mittelschwere H\u00fcngerchenattacke. 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