{"id":20199592,"date":"2016-08-02T18:25:55","date_gmt":"2016-08-02T16:25:55","guid":{"rendered":"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/?p=20199592"},"modified":"2016-08-02T18:29:27","modified_gmt":"2016-08-02T16:29:27","slug":"feuchte-witterung-in-der-parallelwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2016\/08\/02\/feuchte-witterung-in-der-parallelwelt\/","title":{"rendered":"Feuchte Witterung in der Parallelwelt."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Meine G\u00fcte! Jetzt ist das auch schon wieder zwei Monate her! Irgendwie stolpere ich mir selbst nur noch hinterher&#8230; *grummel*<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also. Seit zwei Monaten neue Heimat Duisburg. Neuer Job, neue nette Kollegen, neuer Stress. Ich glaube wirklich langsam, es gibt gar keine Jobs mehr, in denen man &#8222;normal&#8220; arbeiten kann. Es gibt nur noch solche, in denen man jede einzelne Minute grob entrissen oder s\u00e4uberlich zubetoniert kriegt. \u00dcberall, wo irgendein &#8222;Controlling&#8220; schon mal war, zieht es eine Schneise der Ersch\u00f6pfung hinter sich her. Fr\u00fcher durfte es im Wechsel turbulente und ruhigere Arbeitsphasen geben, heute gibt&#8217;s nur noch Hetze und Optimierungssystemwahn. Erholungspausen sind was f\u00fcr Weicheier. Wer heutzutage arbeiten gehen muss, hat &#8218;hard boiled&#8216; zu sein! &#8211; Ein Ergebnis: \u00dcbervolle Lottobuden&#8230; Ich hab&#8216; ja beim Lotto leider so gar kein Gl\u00fcck, das nur nebenbei, male mir aber gern aus: Was-w\u00e4re-wenn. So wie alle. Und danach geh&#8216; ich wieder malochen. (Immerhin mal f\u00fcr halbwegs vern\u00fcnftiges Gehalt, das kenne ich schlie\u00dflich auch ganz anders. &#8211; Aber ich brauch ja auch nix. In meinem Alter hat man ja schon alles&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die Ankommerei in der neuen Stadt angeht, kann ich noch gar nicht viel mehr sagen als neulich. Das gro\u00dfe Heimweh hat mich gl\u00fccklicherweise bisher nicht gepackt, aber mal gucken wie das wird, wenn ich demn\u00e4chst f\u00fcr ein kurzes Seminar nach Hannover reisen werde. Haupts\u00e4chlich sehe ich dann dort die ehemaligen Kollegen wieder, obwohl mir ein-zwei von denen mal lieber nicht im Dunklen begegnen sollten. F\u00fcr Freunde, die Stadt und komische Gef\u00fchle wird allerdings kaum Zeit sein. Dabei wollte ich eigentlich sowieso erst wieder nach Hannover, wenn sich aus mir selbst das Bed\u00fcrfnis danach meldet. (Ich bin schlie\u00dflich kein lustiger Comicschwamm und deshalb auch nicht immer von Natur aus zu allem &#8222;bereit!!!&#8220; Aber ich hab&#8216; ja auch keine f\u00fcnfeckigen Freunde.) K\u00f6nnte aber Nachwehen geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wahrscheinlich denke ich aber schon wieder zu viel. Das bekomme ich immer wieder mal zu h\u00f6ren: &#8222;Du denkst einfach zu viel!&#8220; &#8211; Ja, geht das denn???<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin gern bereit zuzugeben, dass ich mir oft einen Kopp um noch Ungeschehenes mache. So f\u00fchle ich mich irgendwie vorbereiteter, wenn der Fall dann eintritt und habe ihn schon mal von allen Seiten geistig betastet. Ich finde das n\u00fctzlich und bilde mir ein, es hilft mir, ein gewisses Sicherheitsgef\u00fchl zu erzeugen. Vielleicht ist das aber auch totaler Quatsch und macht mich blo\u00df marode in der Birne. Pffft! Zumindest scheint es wohl so zu sein, dass Frauen deutlich mehr und komplexer \u00fcber ihre Lebensituation und soziale Zusammenh\u00e4nge gr\u00fcbeln als M\u00e4nner. Das h\u00f6rt n\u00e4mlich offenbar auf, wenn geborene Frauen sich auf medizinischem Wege zu M\u00e4nnern umgestalten. Man liest das immer wieder. Mit dem Absinken des \u00d6strogens und dem Ansteigen des Testosterons schrumpft das Chaos im Kopf auf wesentlich \u00fcbersichtlicheres Ma\u00df zusammen und wird (stark vereinfacht) zu: <em>&#8222;Joh.&#8220;<\/em> oder <em>&#8222;N\u00f6.&#8220;<\/em> &#8211; Also, ich finde das faszinierend! (Und es best\u00e4tigt \u00fcbrigens ALLE meine ganz unwissenschaftlichen Beobachtungen, jawoll. ) Und es vers\u00f6hnt mich ein wenig mit mir selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbrigens regnet es gerade mal wieder. Das erinnert mich daran, dass es in den ersten Wochen meiner Duisburgschaft quasi nur gesch\u00fcttet hat. Weltuntergang, jeden Tag. NRW ist st\u00e4ndig abgesoffen. Passte ausgezeichnet zu meiner surrealen Stimmung, versehentlich in eine fremde Handlung geraten zu sein. Aus der Heimat wegzugehen, ist ja schon komisch: Man macht alles wie sonst, trotzdem<em> ist<\/em> alles anders, wie spiegelverkehrt oder in einer ulkigen Sprache. Und man selbst ist auch anders, weil der gewohnte Kontext fehlt. Diese Gef\u00fchl dauert \u00fcbrigens an und wird es auch sicher noch eine ganze Weile. Zumindest aber wache ich nachts schon nicht mehr auf und denke, ich fahre bald wieder &#8222;nach Hause&#8220;.\u00a0 &#8222;Nach Hause&#8220; scheint gerade gar nicht so recht zu existieren, anstelle dessen nur ein Alltagszustand, der sich hoffentlich irgendwann verpuppen und als freundlich-vertrauter &#8222;Ich f\u00fchl&#8216; mich allm\u00e4hlich wieder angekommen&#8220;-Schmetterling leise wieder hervorkrabbelt. &#8211; Na, auf <em>den<\/em> ersten Fl\u00fcgelschlag freue ich mich schon!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis dahin geh&#8216; ich einfach mal Kartoffeln sch\u00e4len.<br \/>\nDer Liebste kommt gleich, es ist Dienstag und ich bin ganz profan mit Essenkochen dran&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine G\u00fcte! Jetzt ist das auch schon wieder zwei Monate her! Irgendwie stolpere ich mir selbst nur noch hinterher&#8230; *grummel* Also. Seit zwei Monaten neue Heimat Duisburg. Neuer Job, neue nette Kollegen, neuer Stress. 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