{"id":15120076,"date":"2012-10-24T10:09:44","date_gmt":"2012-10-24T10:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2012\/10\/24\/stinkt-s-15120076\/"},"modified":"2012-10-24T10:09:44","modified_gmt":"2012-10-24T10:09:44","slug":"stinkt-s-15120076","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theobromina.de\/100prozentig-selbst-erlebt\/2012\/10\/24\/stinkt-s-15120076\/","title":{"rendered":"Mir stinkt&#8217;s."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwer hier im Haus br\u00e4t oft und gern morgens schon Zwiebeln, Speck, Knoblauch oder \u00e4hnliche geruchsintensiven Zutaten an und macht mir damit meine zierlich und unbelastet vor sich hinschwebende Wohnzimmerluft regelm\u00e4\u00dfig k\u00fcchenschwer und fettig. Das ist nicht so sch\u00f6n. Aber auch nicht ganz so schlimm wie Werbespots gucken, in denen Leute mit verbundenen Augen an alten Socken oder Pissoirs riechen und behaupten, das rieche so wie <em>&#8222;wenn meine Frau W\u00e4sche w\u00e4scht&#8220;<\/em>. Das soll wohl bedeuten: K\u00fcnstlich-frisch-blumig-parf\u00fcmiert. Angeblich kann wohl alles Miefig-Eklige von einem Gestanks- zustand in den anderen gebracht werden, wenn man es nur ausreichend beherzt mit chemisch Erlaboriertem aus schmissig gestalteten P\u00fcsterflaschen benetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bin ich dagegen. Nicht nur, weil ich ganz nebenbei finde, dass nicht nur &#8222;meine Frau&#8220; ab und zu W\u00e4sche waschen sollte, sondern weil ich allgemein der offenbar etwas altmodischen Meinung bin, dass etwas, das stinkt, schlichtweg gereinigt oder gel\u00fcftet geh\u00f6rt. Egal \u00fcbrigens, von wem. &#8211; <strong>Waschen, Wienern, Wedeln<\/strong> lautet das bew\u00e4hrte Prinzip!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00dcberspr\u00fchen mit Anderstinkendem mag ja nun verbl\u00fcffende Ergebnisse erzielen (beispielsweise, wenn sich irgendwann ebenso verbl\u00fcffende Allergiemuster auf Oberfl\u00e4chen ansiedeln, auf denen man sie ungern sieht), bleibt aber doch eine der beklopptesten Formen der Selbstt\u00e4uschung. Das Riechzentrum des Menschen ist ja nicht zum Behumsen da. Ich jedenfalls m\u00f6chte nicht, dass meine ganze kleine Welt riecht, wie sich Leute aus Holzminden (wo eine der gr\u00f6\u00dften Aroma- und Duftschmieden steht) das so in ihren Labors und Stahltanks zusammenr\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also vermeide ich wo es geht, Duftstoffe, Parfums und Co und mache mich damit zum n\u00f6rgeligen Au\u00dfenseiter. Wenn ich Apfelduft m\u00f6chte, dann halte ich mir einen Apfel unter die  Nase. Und kein Shampoo. Oder gar ein Pappding von der Tanke. Es interessiert mich auch nicht f\u00fcr f\u00fcnf Pfennig, wie ein gecasteter &#8222;W\u00fcstenwind&#8220; aus der Flasche riecht, oder ein im Schrank stattfindendes &#8222;Fr\u00fchlingserwachen&#8220;. Ich glaube \u00fcbrigens auch nicht an den Nutzen von &#8222;Aroma-Therapy&#8220; mittels Raumparfum, (sondern vermute sogar eher, dass das krank macht). Dagegen finde ich es sehr gut, wenn&#8217;s auch mal weitr\u00e4umig nach Nix riecht, obwohl das selten vorkommt, und ansonsten die Sachen und Leute nach sich selbst oder wenigstens nach sorgf\u00e4ltig aus der Natur extrahierten Zier- und Schm\u00fcckger\u00fcchen.<\/p>\n<p>Oder eben, wenn&#8217;s sein muss, nach nebenan live gebratenen Zwiebeln&#8230;<br \/>Und wenn&#8217;s mal nicht zusagt, dann mache ich eben das Ding auf, wo die Fenstergriffe dran sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwer hier im Haus br\u00e4t oft und gern morgens schon Zwiebeln, Speck, Knoblauch oder \u00e4hnliche geruchsintensiven Zutaten an und macht mir damit meine zierlich und unbelastet vor sich hinschwebende Wohnzimmerluft regelm\u00e4\u00dfig k\u00fcchenschwer und fettig. Das ist nicht so sch\u00f6n. 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