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		<title>Ein italienischer Schokoladensonntag: Amedei &#8211; &#8220;Blanco de Criollo&#8221; und Sabadi &#8211; &#8220;Darino&#8221; &amp; &#8220;Giovinezza&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2013 14:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie hier letzte Woche angekündigt, will ich mich heute endlich mal den Schokoladen widmen, die man mir vor zwei Wochen freundlicherweise am einladenden ISM-Stand des Feinkostimporteurs Viani mitgegeben hat. In den letzten Tagen habe ich sie schon mehrfach begehrlich umschlichen, doch heute finde ich erst die Zeit. Bei der ersten Köstlichkeit handelt sich&#8217;s um die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie <strong><a href="http://theobromina.de/2013/01/29/ism-2013/" target="_blank">hier</a></strong> letzte Woche angekündigt, will ich mich heute endlich mal den Schokoladen widmen, die man mir vor zwei Wochen freundlicherweise am einladenden <strong><a href="http://www.ism-cologne.de/de/ism/home/index.php" target="_blank">ISM</a></strong>-Stand des Feinkostimporteurs <strong><a href="http://www.viani.de/home" target="_blank">Viani</a> </strong>mitgegeben hat. In den letzten Tagen habe ich sie schon mehrfach begehrlich umschlichen, doch heute finde ich erst die Zeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der ersten Köstlichkeit handelt sich&#8217;s um die 70%ige <strong>Blanco de Criollo</strong> von <strong><a href="http://www.amedei.com/en/prod/whatsnew.aspx" target="_blank">Amedei</a></strong>. Ich hatte schon erwähnt, dass der Name &#8220;Blanco&#8221; daher stammt, dass die Kakaobohnen im Innern weiß sind (statt dunkel, wie sonst). Ebenso, dass diese neue Sorte in limitierter Auflage von nur 20.000 Tafeln produziert wurde (meine Tafel trägt die Nummer 00.057). Der edle Criollo-Kakao stammt hier aus Peru, die Erträge sind naturgemäß gering. (Nur mal so nebenbei: Lediglich schätzungsweise 5% des weltweit angebauten Kakaos ist überhaupt <em>Edelkakao</em>, den Rest bildet der sog. <em>Konsumkakao </em>(meistens &#8220;Forastero&#8221;), den wir hauptsächlich zu bunt eingewickelten Tafeln, Riegeln und Figürchen verarbeitet in den Supermärkten finden.)</p>
<p style="text-align: justify;">Die toskanische Firma Amedei wird von den Geschwistern Cecilia und Alessio Tessieri geführt, und Signora Cecilia scheint unermüdlich in der Welt unterwegs zu sein, um neue Geschmacksentdeckungen zu machen, ihre Ideen dazu umzusetzen und sie anschließend denen zu präsentieren, die der Kakaobohne schlichtweg verfallen sind&#8230; &#8211; So wie ich.</p>
<p style="text-align: justify;">Was -wie immer- als erstes ins Auge fällt, ist natürlich die schöne Verpackung, auf der das quadratische, goldumrahmte Amedei-Logo prangt. Ein hübsches Etui aus strukturiertem, festem Papier umgibt die 50g-Tafel. Klappt man es auf, finden sich im Innern ein paar Infos auf italienisch und englisch, sowie natürlich die luftdicht verpackte Tafel.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/02/Amedei_Blanco_di_cacao.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-758" alt="Amedei_Blanco_di_cacao" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/02/Amedei_Blanco_di_cacao.jpg" width="600" height="420" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Los geht&#8217;s also:</p>
<p style="text-align: justify;">Gleich beim Öffnen der Umhüllung steigt ein warmer, sehr kakaoiger Duft auf. Fruchtig auch, und etwas nussig, wie ich finde. Die Tafel glänzt schön und hat einen glatten, angenehmen Bruch. Der Geschmack ist tatsächlich -genau wie angegeben- wildpilzig, waldig, fast ungewöhnlich herzhaft, dazu pflaumenfruchtig, mit angenehmer Säure. Das Mundgefühl ist sehr seidig mit wunderbarem Schmelz, der sich bereitwillig auf die Zunge legt. &#8211; Mir bleibt nur übrig, zu seufzen: Gefällt mir sehr!</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Sorte werde ich mir bei Verfügbarkeit vermutlich noch ab und zu leisten (Erste Forschungen haben ergeben, dass der Preis pro 50g-Tafel bei ca. 11-12 Euro liegt. Da knirscht&#8217;s vernehmbar im Portemonnaie. Muss man eben kurz weghören&#8230;)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit: Höchste Qualität. Wie schön, dass es sowas gibt!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><small><em><strong>Zutaten:</strong>  Kakaomasse, Rohrzucker, Kakaobutter, Vanille.</em></small></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #800000;"> *   *   *    *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Nun zu den beiden <strong><a href="http://www.sabadi.it/" target="_blank">Sabadi</a></strong>-Schokoladen!</p>
<p style="text-align: justify;">Als da sind: Die <strong>Darino</strong> mit Mandarine, sowie die <strong>Giovinezza</strong> mit Acaibeere, Wildrosen-(Hagebutten-)samen, roter Orange, Traubenkern- und Grünem-Tee-Extrakt. Ich bin ordentlich gespannt! Bei der Amedei war ich das auch, hatte aber eine ungefähre Ahnung, was mich erwarten könnte. Die Sabadi-Schokoladen hingegen zählen zu den <em>Rohschokoladen</em>, was bedeutet, die Kakaobohnen sind zwar fermentiert, aber nicht geröstet. Der Grundgedanke stammt sicherlich aus der Rohkostbewegung, die ja darauf abzielt, möglichst viele Inhaltsstoffe ursprünglich zu erhalten. Auch bei der Weiterverarbeitung wird darauf geachtet, dass die Bohnen beim Mahlen und Walzen nicht zu warm werden. Durch das Rösten verliert der Kakao normalerweise einiges von seiner Säure, deshalb erwarte ich kräftige Aromen (&#8230; und ich werde sie bekommen, aber erstmal bekommt Ihr ein Bildchen).</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/02/Sabadi_Mandarino_e_Giovinez.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-759" alt="Sabadi_Mandarino_e_Giovinez" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/02/Sabadi_Mandarino_e_Giovinez.jpg" width="600" height="406" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"> Auch diese Tafeln sind wunderschön in feste Papier&#8221;umschläge&#8221; verpackt, deren gut gelaunte Illustrationsmotive mich sehr ansprechen. Ein Blick auf die Rückseiten verrät zudem, dass Sabadi nicht nur biologisch angebaute, sondern auch fair gehandelte Zutaten verwendet und außerdem der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Slow_Food" target="_blank">Slow-Food</a>-Schutzorganisation angehört. Ihre Schokoladen basieren auf <em>Nacional</em>-Kakao aus Equador. Diese Sorte ist ein bisschen speziell, da man noch immer nicht genau weiß, ob sie nun botanisch dem edlen Criollo oder doch eher dem robusten Forastero zuzuordnen ist. Geschmacklich steht er aber wegen seiner feinen Aromen schon auf der Edelkakaoseite.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die erste Tafel</strong>, die &#8220;Darino&#8221; mit 50% Kakaoanteil gehört zu den wohl typischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schokolade_aus_Modica" target="_blank">Modica-Schokoladen</a> und ist mit Zeste (Schale) von reifen Ciaculli-Mandarinen aromatisiert. Der Geruch beim Öffnen ist erstmal deutlich pfeffrig-dunkel, fast ein kleines bisschen muffig, dabei aber orangig-zitrusschalig-ätherisch-bitter. Sie hat wenig Glanz (ein bisschen, auch wenn&#8217;s komisch klingt: speckig) und einen rauen, bröseligen Bruch, &#8211; aber das soll ja so&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Die Konsistenz im Mund ist dann wirklich ungewöhnlich: körnig-sandig, fein zerfallend. Ich stelle prompt fest, dass ich das richtig toll finde! Die Zuckerkristalle sind spürbar und sorgen für Knusper, die Kakaoaromen kommen deutlich würzig, und dann erwischt einen plötzlich die Mandarine mit ihren Schalenstückchen, samt ihrer Bitterstoffe, und hallt ein ganzes Weilchen nach.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Fazit:</strong></em> &#8211; Lecker und rund! Würde ich aber gern auch mal ohne Mandarine probieren. (Vielleicht besorge ich mir mal die Sorte &#8220;Lo Scuro&#8221; mit Muscovadezucker, der hat nämlich üblicherweise was malzig-karamelliges, das ich mir auch sehr schön dazu denken kann.)</p>
<p style="text-align: justify;"><small><em><strong>Zutaten: </strong> Bitterkakaomasse, Brauner Rohrzucker, Schale von Ciaculli-Mandarinen. Alles BIO und Fairtrade.</em></small></p>
<p><small><em></em></small><span style="color: #800000;">*   *   *    *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *</span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die zweite Tafel</strong> entstammt der Reihe &#8220;La Qualita&#8217; della vita&#8221; &#8211; &#8220;Lebensqualität&#8221;, trägt den Namen &#8220;Giovinezza&#8221; &#8211; &#8220;Jugendlichkeit&#8221; und soll diese wohl mithilfe der beigefügten Zutaten erhalten oder verlängern. Oder gar zurückbringen? Na, mal sehen&#8230; Der Geruch ist erstmal leicht fruchtig und sogar etwas harzig (meine ich), dunkel, erdig-warm und leicht pfeffrig. Aber ich muss auch an Getreideflocken denken. Der Bruch ist hier etwas glatter, aber immer noch rau. Die Konsistenz ist auch nicht ganz so krümelig wie bei der Mandarinenschokolade.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Geschmack ist sie sofort stark, obwohl der Kakaoanteil &#8220;nur&#8221; 62% beträgt. Da zeigt sich offenbar das Rohe: Zunächst adstringierend-herb (so ähnlich, als wenn man überraschend auf Traubenkerne beißt), dazu säurig-duftig, ein bisschen tabakig. Kräftige Aromen, dazwischen lugt aber auch Zartes hervor, denn ich meine auch noch, eine Zitrusnote und etwas Florales wahrzunehmen. Fällt mir ein bisschen schwer, die Komplexität zu beschreiben, das gebe ich zu. Acaibeere ist ohnehin nicht jedermanns Sache, denn der Geschmack ist etwas eigen, aber sie soll ja irre gesund sein und ist hier schön eingebunden. Das hatte ich auch schon anders.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders gut gefällt mir aber, wenn an einer Stelle auf der Zunge ein Zuckerkristall langsam &#8220;schmilzt&#8221;, während drumherum die säuerlichen und bitteren Aromen toben&#8230; Und, dass sich die Schokolade im Mund tatsächlich richtig auflöst (lediglich die Pflanzensamen und winzige Fruchtstückchen bleiben zurück). Ich hatte eher die Vorstellung, dass man womöglich so eine Art Kakaobohnen&#8221;sand&#8221; zurückbehält, aber das ist nicht der Fall.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Fazit:</strong></em> Eine ungewöhnliche Schokolade für Liebhaber kräftigster Noten. Ich weiß nicht, ob ich mir diese Sorte selbst kaufen würde, auch wenn ich das Probieren natürlich spannend fand. Ohne Zweifel jedoch sind beide Tafeln liebevoll gemachte Produkte von hoher Qualität, die sich mal interessant von Normalschokoladen abheben. &#8211; Sabadi werd&#8217; ich jedenfalls unbedingt mal im Auge behalten&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><small><em><strong>Zutaten:</strong> Bitterkakaomasse, Rohrzucker, Acaibeere (2%), Hagebutten-(Wildrosen-)samen (2%), rote Orange (0,8%), natürliche Aromastoffe: Traubenkernextrakt (0,3%), Extrakt aus Grünem Tee (0,1%).</em></small></p>
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		<title>ISM 2013</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 14:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist wieder soweit: Ein Jahr ist vergangen, die ISM (Internationale Süßwarenmesse) ruft. Da es leidenschaftlichen, dem Thema &#8220;Süßwaren &#38; Feines&#8221; verfallenen Bloggerinnen leider immer noch nicht möglich gemacht wird, ganz normal via Kölnmesse-Online Eintrittskarten zu bestellen, gehen wir erneut den kleinen Umweg über zwei liebreizende Damen, die glücklicherweise ein schnuckeliges Ladencafé in M. betreiben [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist wieder soweit: Ein Jahr ist vergangen, die <a href="http://www.ism-cologne.de/de/ism/home/index.php" target="_blank">ISM</a> (Internationale Süßwarenmesse) ruft.</p>
<p style="text-align: justify;">Da es leidenschaftlichen, dem Thema &#8220;Süßwaren &amp; Feines&#8221; verfallenen Bloggerinnen leider immer noch nicht möglich gemacht wird, ganz normal via Kölnmesse-Online Eintrittskarten zu bestellen, gehen wir erneut den kleinen Umweg über zwei liebreizende Damen, die glücklicherweise ein schnuckeliges Ladencafé in M. betreiben und somit in der Macht stehen, uns Tickets zu besorgen. Frollein S. hat alles fein organisiert und ist mit dabei, Kamerist Mike ebenso und ich ja ohnehin. Es ist inzwischen meine sechste ISM, trotzdem bin ich immer noch kribbelig. Jedes Jahr freue ich mich wieder auf Buntes, Quietschsüßes, Originelles, Köstliches, Neues, Verrücktes und kann mich kaum satt sehen. Dieser Bericht ist natürlich -wie immer- total subjektiv und erhebt keinesfalls den Anspruch der Vollständigkeit über die aktuellen Marktentwicklungen oder sowas. Das überlasse ich gern den grauen Herren, die mit ernsten Gesichtern überall beieinander sitzen und verhandeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir beginnen also mit den <strong>Hallen 2, 3</strong> und <strong>11</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Als erstes genehmige ich mir mal einen lütten Mojito am Stiel:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Mojito.jpg"><img class="size-full wp-image-709" title="Mojito" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Mojito.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Exotische Getränke am Stöckchen.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich komme jedoch nicht dazu, ihn auszupacken, denn bald umweht uns frischer Waffelduft. Dieser nette Herr ist wie jedes Jahr angereist, um die Passanten am Stand von <a href="http://www.debanketgroep.nl/DE/home.html" target="_blank">De Banketgroep</a> mit frisch gebackenen holländischen Stroopwafels zu beglücken:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Testwaffelbaecker.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-711" title="Testwaffelbaecker" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Testwaffelbaecker.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Just-in-time-Bäckerei</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Und wir stellen fest: Die Waffeln sind immer noch süß, mit Karamell gefüllt und selbstverständlich so <em>lekker</em> wie eh und je. Bestimmt deshalb ist das Tablett vor ihm auch schon wieder leer&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Waffeltestwaffel.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-712" title="Waffeltestwaffel" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Waffeltestwaffel.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Was hier ein bisschen wie das Drehen einer Zigarette aussieht, ist der Versuch, den Karamellsirup in Zaum zu halten.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar Gänge weiter begegnen wir einer kleinen &#8220;Tiere-die-wo-sich-ganz-doll-erschreckt-haben-müssen&#8221;-Kollektion, vermuten aber, dass das ursprünglich nicht der Arbeitstitel gewesen sein wird. Vielleicht starren sie auch einfach bloß zurück.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Schreckhasen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-715" title="Schreckhasen" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Schreckhasen.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Schreckhäschen, &#8230;</small></em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Schreckhuehner.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-716" title="Schreckhuehner" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Schreckhuehner.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>&#8230; Schreckhühnchen, &#8230;</small></em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Schreckeulen.jpg"><img title="Schreckeulen" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Schreckeulen.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>&#8230; und entgeisterte Eulen.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Kurz darauf wird aber klar, worüber die Tierchen so außer sich sind. Gleich nebenan parkt nämlich eine Gruppe Kleinkinder, die alle Plastiktüten überm Kopf tragen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Luftnotbabys_b.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-719" title="Luftnotbabys_b" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Luftnotbabys_b.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Luftnot in rosa.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich frage mich lieber nicht, ob und welcher Lerneffekt hier womöglich angestrebt wird, ein bisschen unglücklich finde ich&#8217;s aber schon. &#8211; Schnell weiter in die nächste Halle!</p>
<p style="text-align: justify;">Dort, in <strong>Halle 11</strong> werden wir auf eine Spezialität aufmerksam, von der ich bisher noch nie gehört habe; &#8211; Elefanteneis:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Elefanteneis.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-721" title="Elefanteneis" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Elefanteneis.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Voll integriertes Elefanteneis.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Glück sind aber gar keine Elefanten drin, nicht mal ganz kleine, und sie schmeckt auch nicht etwa danach, sondern mithilfe dieser Sorte wurde kürzlich ein Naturschutzprojekt zugunsten von Elefanten unterstützt. Übrigens schmeckt die Eiscreme wunderbar nach frischer Mango. Während wir auch noch die Sorten Schoko und Lakritz(!) probieren, erfahren wir, dass zum Süßen Birkensirup verwendet wird, was sich sowohl auf den Geschmack als auch auf den Zuckergehalt ausgesprochen positiv auswirkt. Gefällt uns sehr. Wer auch mal probieren mag: Angeblich soll dieser gute Stoff (<a href="http://www.isfraskaroe.dk/en/" target="_blank">Is fra Skarø</a>) in Deutschland bisher zumindest in Flensburg zu bekommen sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir schlendern weiter, noch immer den intensiven Nachhall von Lakritz auf der Zunge, und bleiben bei einem Hersteller für Kuchenverzierungen hängen. Während ich die Häschenohren für Muffins noch ausgesprochen putzig finde&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Kuchenhasenohren.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-722" title="Kuchenhasenohren" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Kuchenhasenohren.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Lauschige Muffins.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8230; bin ich bei solchem Helloweendekor wieder unschlüssig:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Kuchenmesser_b.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-723" title="Kuchenmesser_b" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Kuchenmesser_b.jpg" width="500" height="502" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Killing the cake.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, muss das denn&#8230;? Ich versteh&#8217;s nicht, aber das liegt wohl an mir. Dieser ganze amerikanische Budenzauber mit Hackebeilchen und Blutströmen bleibt mir einfach fremd. Wir machen ein kleines Päuschen, um nachzusinnen (und herzhafte Brötchen auszuwickeln). Danach haben wir uns erstmal <strong>Halle 10  + 5</strong> vorgenommen, bevor wir in die schönste <strong>Halle</strong>, die <strong>4</strong>, gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">In <strong>Halle 10</strong> begrüßt uns diese kleine, charmante Präsentation:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Allein_auf_weiter_Flur.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-724" title="Allein_auf_weiter_Flur" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Allein_auf_weiter_Flur.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Allein auf weiter Flur&#8230;</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich in der Form, jedoch von ganz anderer Konsistenz (wie eine vorsichtige Prüfung zweier Spezialistinnen ergibt), stellt sich übrigens dieses Mangohäppchen für Kurzsichtige dar:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Konsistenzpruefung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-725" title="Konsistenzpruefung" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Konsistenzpruefung.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>(Was das Ausgelaufene angeht, &#8211; das waren wir nicht!)<small></small></small></em></p>
<p style="text-align: justify;">In <strong>Halle 10</strong> residieren einige große, bekannte Aussteller mit riesigen Ständen, wie z.B. <a href="http://www.katjes.de/" target="_blank">Katjes</a>. Hier sind die Pröbchen-Hostessen jedes Jahr anders kostümiert, ich habe sowohl bereits Lack- und Lederladys gesehen (2011), wie auch Fußballerinnen und puschelige Häschen (2012). In diesem Jahr wird nun Matrosenlook getragen:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Begeisterte_Matrosette.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-726" title="Begeisterte_Matrosette" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Begeisterte_Matrosette.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>&#8220;Ahoi! &#8211; Brausebonbon?&#8221;</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Das macht offensichtlich nicht nur den Besuchern Spaß.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein paar Meter weiter hört der Spaß auch schon wieder auf und der Bollo möchte quer im Hals kleben bleiben, denn &#8220;Herr Super&#8221; grüßt Vorbeigehende höchst inkorrekt (und meines Erachtens ist diese Armhaltung auch seit über 60 Jahren verboten):</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Nicht_so_super.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-728" title="Nicht_so_super" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Nicht_so_super.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Immerhin ohne Bärtchen: Herr Super hebt ab.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Da verziehen wir uns mal lieber in <strong>Halle 5</strong>, wo uns u.a. eine (scheinbar schon etwas ältere) Innovation erwartet: Das Bonbon für die gepflegte Frau:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Deobolloplakat.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-730" title="Deobolloplakat" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Deobolloplakat.jpg" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>&#8220;Ist das Zunge oder Blatt?&#8221; &#8211; &#8220;Blatt&#8230; Glaub&#8217; ich.&#8221;</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Frollein S. möchte wissen, ob man sich das vielleicht unter die Arme kleben soll. Ich bin mir nicht sicher und stecke mal eins ein, um es demnächst an unauffälliger Stelle zu testen. (Mein Vermutung geht momentan aber eher dahin, dass man beim Lutschen dieser Spezialität wie ein ganzes Bett voller künstlicher Rosen riecht, so dass eh&#8217; niemand Lust hat, näher zu kommen. Aber so ein Bonbon lutscht sich ja wenigstens immer noch unauffälliger als eine Dose Raumspray.) Ich finde, dass die Idee auch noch ausbaufähig ist. Wie wär&#8217;s z.B. mit einem &#8220;Neuwagen-Geruch&#8221;-Bonbon für Autofahrer? Hm?</p>
<p style="text-align: justify;">Doch nun wird&#8217;s mal ernst und es geht in <strong>Halle 4</strong>!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir flanieren an Ständen französischer, belgischer, italienischer, spanischer Hersteller und Importeure entlang. Vieles ist aus den <a href="http://theobromina.de/2012/01/31/ism-2012/" target="_blank">Vorjahren</a> bekannt und immer noch schön anzusehen. Leider ist mein Lieblingsmaître <a href="http://www.frederic-blondeel.be/" target="_blank">Frédéric Blondeel</a> in diesem Jahr nicht dabei, auch <a href="http://www.coppeneur.de/" target="_blank">Coppeneur</a> scheint übrigens aus der ISM ausgestiegen. Doppelschade!</p>
<p style="text-align: justify;">Aber <a href="http://www.viani.de/home" target="_blank">Viani</a>, ein Importeur der feinsten Dinge (hauptsächlich aus Italien, aber beileibe nicht nur) ist wieder da. Der Stand ist groß, einladend und magnetisch. Also auch wie gehabt, aber ich habe im Vorfeld geforscht und weiß, dass es hier manches Neues geben soll.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Viani1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-737" title="Viani1" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Viani1.jpg" width="500" height="333" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Hell und einladend. Hier zöge ich ein. Wieder mal.<br />
</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">Als wir vor diesem Neuheitenregal stehenbleiben&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Viani_Sabadi1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-734" title="Viani_Sabadi" alt="" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2013/01/Viani_Sabadi1.jpg" width="500" height="253" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em><small>Linolschnitt und Tusche für die Bebilderung gehobener Lebensqualität.</small></em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8230; um die hübschen 50/60er-Jahre-ähnlichen Illustrationen auf den Verpackungen zu bestaunen, werde ich von Herrn Grams, einem der Teamleiter des Verkaufs, angesprochen. Er erläutert uns, dass es sich hierbei um Produkte der noch relativ neuen italienische Firma <a href="http://www.sabadi.it/en/" target="_blank">Sabadi</a> handelt, die Bio-Nacional-Kakao aus Ecuador roh verarbeitet und den Tafeln dann durch Zugabe von Gewürzen, Früchten &amp; Co passende Themen zuordnet, wie z.B. &#8220;Jugendlichkeit&#8221;, &#8220;Sex&#8221;, &#8220;Gesundheit&#8221; usw. Die Serie läuft unter der Überschrift &#8220;La qualitá della vita&#8221; &#8211; Lebensqualität. Roher (d.h. ungerösteter) Kakao ist ja seit einiger Zeit ein aufstrebendes Thema, denn er soll nicht nur ursprünglicher und würzig-herber im Geschmack sein, sondern auch gleich noch gesundheitsfördernd wirken. Ich meine ja sowieso immer, dass der schlichte Genuss der guten Dinge die Gesundheit erfreut (küchenpsychologisch erprobt und erwiesen!), bin natürlich sehr neugierig und kurz darauf hoch erfreut, als mir Herr Grams gleich mal zwei Proben überreicht, die ich hier natürlich demnächst noch gesondert besprechen werde.</p>
<p style="text-align: justify;">Er lädt uns freundlicherweise außerdem spontan ein, doch gern nach 18 Uhr wieder zu kommen, wenn Cecilia Tessieri, die Gründerin und Maître Chocolatier von <a href="http://www.amedei.com/de/index.aspx" target="_blank">Amedei</a>, ihre neue Sorte, die 70%ige &#8220;Blanco de Criollo&#8221; vorstellt. &#8211; Spannend! Amedei macht wohl die besten italienischen Schokoladen und ist weltweit sicher unter den Top10. Die neue Sorte ist so speziell und edel, dass sie auf 20.000 Tafeln limitiert wurde, Viani verfügt über 1.500 davon. Die Kakaobohnen stammen aus Peru und sind im Innern weiß, was den Namen erklärt. Sicher wäre es hochinteressant, den Ausführungen Signora Tessieris zu lauschen, doch <em>leiderleiderleider</em> können wir dieser Einladung nicht folgen, da wir gegen Abend schon wieder zuhause sein müssen. Zu meinem Glück bekomme ich aber eine der kostbaren Tafeln mit auf den Weg! Sie trägt die Nummer 00.057 und wird demnächst gebührend behandelt, nämlich feierlich entwickelt, in Ruhe verkostet, genossen und dann hier besprochen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir verabschieden uns und trudeln noch durch ein paar Gänge, bevor wir uns eingestehen, dass wir in vergangenen sechs Stunden tatsächlich alles Sehenswerte gesehen haben, und seufzend den Heimweg antreten&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><small>(Fotos: M. Reusch. &#8211; Lieben Dank!)</small></p>
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		<title>Von Theobrominenhand gedreht: Mandel-Honig-Pralinchen.</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2012 13:57:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pralinen & Trüffel]]></category>
		<category><![CDATA[Schokoladiges]]></category>
		<category><![CDATA[selbstgemacht]]></category>
		<category><![CDATA[Valrhona]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal krieg&#8217; ich&#8217;s im ja Kopp, und dann muss ich sofort einen Kuchen backen, frisches Himbeereis zusammenrühren oder Pralinchen rollen. Gestern stand ich z.B. einfach gerade so vor der Küchenspüle und -zack!- erwischte es mich wieder. Schon fünf Minuten später rührte ich in einem Topf mit leise aufkochender Sahne herum und röstete parallel nebendran Mandelblättchen. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<div>
<p>Manchmal krieg&#8217; ich&#8217;s im ja Kopp, und dann muss ich <em>sofort</em> einen Kuchen backen, frisches Himbeereis zusammenrühren oder Pralinchen rollen.</p>
<p>Gestern stand ich z.B. einfach gerade so vor der Küchenspüle und <em>-zack!-</em> erwischte es mich wieder. Schon fünf Minuten später rührte ich in einem Topf mit leise aufkochender Sahne herum und röstete parallel nebendran Mandelblättchen.</p>
<p>Hier das Ergebnis:</p>
<p><a title="Mandel_Honig_Pralinen" href="http://www.blog.de/media/photo/mandel_honig_pralinen/6641490"><img src="http://data6.blog.de/media/490/6641490_bb6f12c111_m.jpeg" alt="Mandel_Honig_Pralinen" /></a><small><em><br />
Feine Mandel-Honig-Pralinen zum Tee.</em></small></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- Wie ich die gemacht habe? Ganz einfach:</p>
<p><strong>2 EL (Lavendel-)Honig</strong> in</p>
<p><strong>ca. 100-120 ml Sahne</strong> auflösen und vorsichtig aufwallen lassen. Dann vom Feuer nehmen.</p>
<p><strong>1-2 walnussgroße Stücke Marzipanrohmasse</strong> darin auflösen (hier muss man leider etwas länger rühren&#8230; Schneebesen!),</p>
<p>anschließend in der noch warmen Flüssigkeit <strong>ca. 150g Schokolade</strong> (ich habe 60%ige Valrhona-Kuvertüre-Chips da gehabt, eine gute Vollmilch würde aber sicher auch toll passen) auflösen. <strong>Immer schön rühren!</strong></p>
<p>Das Ganze habe ich nun für ein Weilchen in den Kühlschrank gestellt, damit es fest werden kann. In der Zwischenzeit <strong>100g Mandelblättchen</strong> in der Pfanne (ohne Fett) zarthellbraun rösten. Anschließend in einem Mixer kleiner schreddern und die Brösel dann in eine Tasse oder ein Schälchen geben.</p>
<p>Wenn die Schokomasse fest genug ist, mit dem Teelöffel mundgerechte Portiönchen abstechen, diese zwischen den Handflächen <strong>fix zu Kugeln</strong> rollen (ich hatte Einweghandschuhe, das hilft), und diese dann jeweils in den Mandelbröseln wälzen. <strong>- Fertig!</strong></p>
<p>Ich mag nämlich die Kombination von Honig und Mandeln in Schokolade richtig, richtig gern, aber außer in dreieckiger Form (die mir jedoch nicht so besonders zusagt) bekommt man sie selten.</p>
<p>Wenn aber Selbstversorgung sooo einfach ist&#8230;</p>
</div>
</div>
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		<title>Coppeneur &#8211; Cranberry Trüffelpralinés.</title>
		<link>http://theobromina.de/2012/07/03/coppeneur-cranberry-truffelpralines/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jul 2012 08:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Candy And More]]></category>
		<category><![CDATA[Coppeneur]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Hohe Schokoladenkunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Schokoladiges]]></category>
		<category><![CDATA[Unbedingt: Ja!]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich, eine Ersatzdroge ist gefunden! Ich hatte hier ja mal meine Leidensgeschichte beschrieben, was meine Lieblingsschokolade von Coppeneur und deren überraschende Abschaffung im Zuge einer Sortimentsüberarbeitung anging. Damals habe ich mich noch schnell großflächig eingedecken können und alle Reste, derer ich habhaft werden konnte, aus allen Webshops, die ich entdecken konnte, herausgepresst. Der Vorrat an [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich, eine Ersatzdroge ist gefunden! Ich hatte hier ja mal meine <a href="http://theobromina.de/2012/01/27/coppeneur-lavendel-cranberries/">Leidensgeschichte</a> beschrieben, was meine Lieblingsschokolade von <a href="http://www.coppeneur.de/index.php" target="_blank">Coppeneur</a> und deren überraschende Abschaffung im Zuge einer Sortimentsüberarbeitung anging. Damals habe ich mich noch schnell großflächig eingedecken können und alle Reste, derer ich habhaft werden konnte, aus allen Webshops, die ich entdecken konnte, herausgepresst. Der Vorrat an Tafeln hat immerhin bis zum Frühjahr gereicht, doch parallel suchte ich natürlich eifrig nach Alternativen.</p>
<p>Besonders nett fand ich damals die Betreiberin des gut und originell sortierten Webshops <a href="http://www.candyandmore.de/#" target="_blank">Candy And More</a>, in den ich mal zufällig hereingestolpert war, und bei dem ich inzwischen regelmäßig nicht nur Schokolade, sondern u.a. auch englische Leckereien ordere, die immer prompt verschickt werden. Die gute Frau Brune, mit der ich damals aufgeregt telefonierte und die sich viel Mühe gab, mich erstens zu trösten, mir zweitens fix die letzten Lieblingstafeln zusprach, riet mir drittens zu, vielleicht mal <a href="http://www.candyandmore.de/Confiserie/Coppeneur/Handgeschoepft/Zeitlos/75-Gramm/Fruechte-Weichkrokant-Canberry-Praline-Chocolade-v-Coppeneur-a-75-g.html" target="_blank">diese neue Sorte</a> zu kosten (die zum Zeitpunkt noch gar nicht im Webshop aufgeführt war), so als eventuellen Ersatz&#8230;? Ich bestellte also gleich mal eine Tafel mit, fand sie auch wirklich sehrsehr lecker, aber sie passte nicht recht in die geschlagene Wunde.</p>
<p>Kurze Zeit später entdeckte ich dann jedoch die <a href="http://www.candyandmore.de/Confiserie/Coppeneur/Truffel-u-Pralines/Frucht-Schokolade/Cranberry-Truffes-Praline-v-Coppeneur-a-100-g.html" target="_blank">Cranberry Trüffelpralinés</a> und testete sie ebenfalls. Und: <em>Ohhhjaaa&#8230;!</em> Sie sind schon sehr nah dran, wenn auch ohne den geliebten Lavendelhauch und in Milchschokolade gehüllt, statt in dunkle. Damit werde ich aber hervorragend leben können.</p>
<p>So sehen sie also aus, die neuen Freunde:</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/06/Coppeneur_Cranberry_Trueffe.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-533" title="Coppeneur_Cranberry_Trueffe" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/06/Coppeneur_Cranberry_Trueffe.jpg" alt="" width="500" height="700" /></a></p>
<p><small>Hübsche Bollen, mit ganz ausgesprochen geschmeidiger Füllung. &#8211; Herrlich!</small></p>
<p>Sie sind in Cranberryflocken gerollt, das ergibt eine samtig-purpurne Außenhülle, die aber erstmal überraschend wenig fruchtig schmeckt. Darunter folgt eine zarte, fast zierliche, feine Milchschokoladenhülle, die endlich die überraschend und sehr sauer-frische Füllung freigibt. Und wenn ich hier schreibe: Sehr sauer-frisch, dann meine ich: <em><strong>Ganz schön sauer-frisch!</strong></em></p>
<p>Aber genau das ist es: Cranberries sind eben sauer. Wer sie schon einmal pur versucht hat, weiß, wie sich der Mund vor herbfrischer Säure zusammenzieht. Natürlich ist hier auch ausgleichende Süße im Spiel, aber mir <em>gefällt</em> es nicht nur, dass man hier das Charakteristische der Beere nicht zu sehr ausgeglichen hat. <em>- Nein, ich liebe es!</em></p>
<p>Wer Fruchtiges mag, dem seien sie somit ganz nah ans Herz gelegt. (Aber wehe, Ihr kauft mir alles weg!) Hier steht jetzt jedenfalls immer obiges Lackdöschen auf dem Nachtkasten, und abends beim Lesen verschwinden daraus immer mal 1-2-3&#8230; Bewohner.</p>
<p><small><span style="text-decoration: underline;"><strong>Zutaten:</strong></span><br />
Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Cranberrysaftkonzentrat (12,9%), Sahne, Glukosesirup, Feuchthaltemittel: Sorbit, Butter, Cranberryflocken, Kakaomasse, Sahnepulver, natürliches Cranberryaroma, Emulgator: Soja-Lecithin, natürliche Vanille</small></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Kawaaaiiiii!!!&#8221;*</title>
		<link>http://theobromina.de/2012/06/17/kawaaaiiiii/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jun 2012 10:20:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute gibt&#8217;s mal was zum Fiepen und Piepen&#8230; Denn wer -wie ich- in der glücklichen Lage ist, eine sehrsehrsehr liebe, japanische Freundin zu haben, der kriegt von ihr manchmal die dollsten Sachen aus dem Urlaub mitgebracht: O.k., die Pfingstrosen nicht. Die sind wiederum von Freundin Tina. Aber alles andere hat eine weite Reise von Tokyo [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute gibt&#8217;s mal was zum Fiepen und Piepen&#8230;</p>
<p>Denn wer -wie ich- in der glücklichen Lage ist, eine sehrsehrsehr liebe, japanische Freundin zu haben, der kriegt von ihr manchmal die dollsten Sachen aus dem Urlaub mitgebracht:</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/06/Sweeeetest_souvenirs_from_j.jpg"><img class="size-full wp-image-515 aligncenter" title="Sweeeetest_souvenirs_from_j" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/06/Sweeeetest_souvenirs_from_j.jpg" alt="" width="500" height="699" /></a></p>
<p>O.k., die Pfingstrosen nicht. Die sind wiederum von Freundin Tina.<br />
Aber alles andere hat eine weite Reise von Tokyo bis nach Hannover-Linden gemacht.<br />
Im Uhrzeigersinn, oben beginnend:</p>
<ul>
<li>Süßkartoffelstäbchen</li>
<li>Silikonförmchen, um hasen-, bärchen-, sternchen-, kätzchenförmige Pralinen bzw. Lollies zu gießen.</li>
<li><em>Morinaga&#8217;s</em> Kaubonbons mit Azuki-Bohnen- und Milch-Karamell-Geschmack. Diese Bonbons sind in Japan sehr bekannt und weitverbreitet. Ich vermute, so ähnlich wie unsere Storck-Riesen hier in Deutschland.</li>
<li>Erdbeerhütchen.</li>
<li>Fruchtjelly, das wie Sushi aussieht, man muss die Einzelteile selbst übereinanderschichten.</li>
<li>Darunter bunte Sticker mit witzigen Häschen, Blümchen und anderen Figuren.</li>
<li>Klappförmchen (Hase und Bär). &#8211; Dazu komme ich gleich&#8230;</li>
<li>Maskingtape mit Häschen, Cupcakes, Donuts&#8230;</li>
<li>Bunte Piekserchen, die an der Oberseite niedliche Gesichtchen haben.</li>
<li>Kleine Lunchbox mit Hase und der Aufschrift &#8220;Chocoholic&#8221;.</li>
<li>(Nicht mehr auf dem Bild: Erdnussbaisers und zarte Karamellkrispelwaffeln, ein bisschen ähnlich den geliebten <a href="http://theobromina.de/2012/01/24/gavottes-crepe-dentelle/" target="_blank">&#8220;Crêpes Dentelle&#8221;</a>, und doch wieder ganz anders, japanisch eben. Sie sind bereits selig verknuspert worden.)</li>
</ul>
<p>Beim Auspacken dieses ganzen verrückten Zeugs jubelte ich ununterbrochen vor mich hin und kriegte rote Bäckchen, währen Mayumi sich still amüsierte und ihren Tee trank. Nun sollte wohl auch den Besuchern dieser Seite klar geworden sein, dass ich nicht nur schwer kakaoabhängig bin, sondern auch eine mittlerweile ausgereifte Hasenmacke habe und dazu gelegentlich eine ausgeprägte Affinität zu unnützem, aber sind-wir-doch-mal-ehrlich, superniedlichem Kitschkram. Der Ausruf <strong><em>*&#8221;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kawaii" target="_blank">Kawaii!</a>&#8220;</em></strong> bedeutet übrigens auch nichts andres als: <em>&#8220;Oh, sooo niedlich!&#8221;</em>.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob es hinkriege, zu den Süßigkeiten mal einen eigenen Eintrag zu machen, ich will mal lieber nichts versprechen. Doch jetzt, wie versprochen, zu den Klappförmchen:</p>
<p>Etwas Ähnliches hatte ich mal als Kind aus einem YPS-Heft, nur dass es damals eine Würfelform hatte. Es handelt sich um Eierformer! In Japan ist es nämlich Sitte, den Kindern in den Kindergarten oder zur Schule liebevoll gefüllte, oft sehr phantasievoll ausgarnierte Lunchboxen mitzugeben. Es gibt sogar Hochglanzzeitschriften, die sich fast ausschließlich mit Garniturvorschlägen befassen! Warum überrascht uns das nicht? So lernen Kinder schon sehr früh, dass Essen etwas Schönes ist, das gute Laune macht und man mit der Mühe und Sorgfalt der Zubereitung auch seinen Respekt, seine  Zuneigung oder gar Liebe ausdrücken kann. Eier zu formen ist natürlich eher die putzige Variante, aber wer die gute japanische Küche kennt, weiß, wie sorgfältig dort mit Zutaten und Zubereitung verfahren wird, und dass nahezu alles eine Bedeutung hat, einen tieferen Sinn.</p>
<p>Wie funktioniert nun aber dieser Eiergag?</p>
<p>Also, man kocht ein Hühnerei hart, pellt es, solange es noch heiß ist, drückt es sanft ins Förmchen, verschließt das Ganze und wartet, bis es abgekühlt ist.<br />
Das Ergebnis sieht dann so aus:</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/06/Hasenei.jpg"><img class="size-full wp-image-516 aligncenter" title="Hasenei" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/06/Hasenei.jpg" alt="" width="500" height="244" /></a></p>
<p>Mal ehrlich: Wer da nicht prompt gute Laune in der Mittagspause bekommt, dem ist wohl auch sonst kaum zu helfen, oder?</p>
<p><em><strong>Dōmo, dōmo arigatō, liebe Mayumi!</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Küchensofagedanken &#8211; Teil 3 &#8211; Vom möglicherweisen Mögen.</title>
		<link>http://theobromina.de/2012/04/27/kuchensofagedanken-teil-3-vom-moglicherweisen-mogen/</link>
		<comments>http://theobromina.de/2012/04/27/kuchensofagedanken-teil-3-vom-moglicherweisen-mogen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Also. Das hier nicht so...]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmackssache]]></category>
		<category><![CDATA[Japanisches]]></category>
		<category><![CDATA[Küchensofagedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Unbedingt: Ja!]]></category>
		<category><![CDATA[Verrücktes Zeug!]]></category>
		<category><![CDATA[etwas mögen]]></category>
		<category><![CDATA[lakritz]]></category>
		<category><![CDATA[schmecken]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren versuche ich mich ein bisschen mit Lakritze anzufreunden, und es klappt zuweilen auch ganz gut. Der Geschmack von Süßholz &#38; Salmiak wird es zwar nie auf die oberen Plätze meiner Geschmackshitliste schaffen, (schon allein, weil man hinterher erstmal eine Weile nix anderes mehr schmeckt), aber ich erkenne schon deutliche Unterschiede und stelle erste [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/Theobrominenfuesse.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-158" title="Theobrominenfuesse" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/Theobrominenfuesse-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a>Seit Jahren versuche ich mich ein bisschen mit Lakritze anzufreunden, und es klappt zuweilen auch ganz gut. Der Geschmack von Süßholz &amp; Salmiak wird es zwar nie auf die oberen Plätze meiner Geschmackshitliste schaffen, (schon allein, weil man hinterher erstmal eine Weile nix anderes mehr schmeckt), aber ich erkenne schon deutliche Unterschiede und stelle erste Neigungen fest. Mit schwelgerischer Liebe wird es bei uns Beiden wohl nie was, aber Freund- schaft könnte es schon werden, wenn wir uns ein bisschen bemühen. Allerdings bin ich ja nun vor langer Zeit eine feste Beziehung mit gefühlvoll conchierten Kakaoprodukten eingegangen und immer noch sehr verliebt.</p>
<p>Etwas, das man vorher immer abgelehnt hat, plötzlich allein durch Vorsatz zu mögen, ist schon interessant und mir auch schon öfter passiert. Der persönliche Geschmack ändert sich ja schließlich auch mit den Jahren. Wenn ich überlege, was ich als Kind alles nicht mochte&#8230; Spargel zum Beispiel. Paprika. Tomaten. Pilze.</p>
<p>Naja, Pilze mag ich noch immer nicht. Mir reicht die Konsistenz schon. Geh mir weck. Aber Paprika und Tomaten esse ich heutzutage, ohne mit der Wimper zu zucken. Spargel hingegen liebe ich inzwischen geradezu und fiebere momentan dem Wochenende entgegen, wenn&#8217;s bei uns den diesjährigen ersten gibt. &#8211; Immer her damit! Vielleicht sollte man sowieso alles, von dem man glaubt, es nicht zu mögen, alle paar Jahre mal neu probieren. Nachher mag man’s doch! Eventuell war es beim ersten Probieren auch nur lieblos oder schlecht zubereitet. Damit kann man schließlich noch jedes Lebensmittel versauen.</p>
<p>Oder man macht es so wie diese Restauranttester, die ans Schmecken ganz analytisch drangehen. Sie müssen ja gelegentlich Sachen probieren und bewerten, die sie persönlich eigentlich nicht mögen und trainieren sich dafür das Unvoreingenommene richtig an. (Es müssen ja nicht gleich frittierte Würmer oder karamellisierte Insekten sein. Da z.B. wäre meine Grenze auch längst erreicht.) Zunächst Fremdartiges kann sich jedoch durchaus zum Knüller entwickeln.</p>
<p>Ich probiere z.B. manchmal Merkwürdigkeiten der japanischen Küche, die meine Freundin M. mit aus der Heimat rübergeschickten Originalzutaten zubereitet. Sogar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Natt%C5%8D" target="_blank">Nattō</a> habe ich mal getestet. Das ist schon mächtig ungewohnt und hat es auch nicht in die Top 10 geschafft. Aber sehrsehr salzig eingelegte japanische Pflaumen -<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umeboshi" target="_blank">Umeboshi </a>heißen die- die schmecken mir sehr gut. Von köstlichen, salzigen Knabbermischungen, die kleine getrocknete Fischlein enthalten, fange ich jetzt lieber gar nicht erst an. Ich mag sie ganz gern zum Bier, stehe damit aber relativ alleine da. Entdeckt habe ich diese Dinge nur, weil ich es inzwischen meistens hinkriege, meine Erwartungs- haltung und mein Misstrauen abzulegen und erstmal loszuschmecken.</p>
<p>Ich glaube, bei Lakritze war ich wohl auch deshalb etwas voreingenommen, weil ich beobachtet zu haben glaube, dass viele Menschen, die Lakritze heiß und innig lieben&#8230; na, wie sag&#8217; ich das jetzt&#8230; hm&#8230; allgemein und ansonsten eher nicht so anspruchsvoll sind in Essensdingen und den dazuge- hörigen Geschmacksfragen. Sie sind froh und zufrieden, wenn das Essen schmackhaft ist, reichlich und heiß. Gedrechselt Verfeinertes macht ihnen wenig Spaß, der ganze Aufwand ist ihnen völlig schleierhaft und auch zuviel. Sie fahren auch nicht unbedingt durch die halbe Stadt, weil es da diesen <em>leckeren</em> Balsamico gibt. Oder diese <em>vorzüglichen</em>, sahnigen Trüffelpralinchen.</p>
<p>Hoffentlich fühlt sich von dieser etwas gewagten These nun niemand abgefrühstückt; das würde mich durchaus betrüben. Ausnahmen bestätigen da sowieso mal wieder die Regel, dürfen sich hier gern empören, und auch der Umkehrschluss funktioniert übrigens nicht.</p>
<p>Mir wäre es übrigens manchmal lieber, wenn mir der Essgenuss nicht so wichtig wäre, denn dann bräuchte ich mich nie zu grämen, wenn das Geld gerade wieder nicht für die Feinkostbude reichen will. Wo ich doch so gerne Entdeckungen mache! Auch beim Einkaufen im Urlaub gucke ich stundenlang in den Geschäften, was es dort an Leckerem oder Speziellem gibt. Ein toller, neuer Geschmack interessiert mich mehr, als beispielsweise schicke Schuhe es jemals könnten&#8230;</p>
<p>Dass auch simples Wasser je nach Quelle und Region unterschiedlich schmeckt, ist sicher jedem schon aufgefallen, mir natürlich auch. Allerdings niemals, auch nicht mit dickstem Konto, würde ich mir ein <a href="http://www.urquellwasser.eu/news/wasserbelebung/kalkschutz/10-euro-fuer-01-liter-wasser-bling-der-edel-drink-aus-den-bergen-von-tennessee/33209/" target="_blank">Wasser </a>kaufen, dessen 0,7l-Flasche mit Glitzerkristallen beklebt ist. Das verschwurbelt, gefiltert und mit Sauerstoff beschossen wird, und dann tatsächlich 75,- Euro kostet. &#8216;Tschuldigung, da bin ich voreingenommen. Das kann noch so sensationell schmecken, aber von dem Geld kann man in einem Dürregebiet wahrscheinlich &#8216;nen ganzen Brunnen bohren. Ich glaube übrigens nicht, dass so ein Wasser jemals allein im Kämmerchen getrunken wird, sondern vermutlich nur vor Publikum. Es wundert mich noch etwas, dass es das nicht in einer 0,2l-Miniflasche gibt, aus der man dann auf Parties mit Silberstrohhälmchen trinkt. Oder noch kleinere, die man dann gleich als Ohrringe tragen kann. Das passt doch auch viel besser zu den Klamotten als eine Dreiviertel- literpulle, hätte aber mit gutem Geschmack immer noch wenig zu tun.</p>
<p>Zum Glück müssen weder mein Essen noch meine Getränke zu meinem &#8220;Outfit&#8221; oder dieser Küchen-&#8221;Lokäischn&#8221; passen. Denn dann gäb’s hier womöglich nur noch Barfußkürbis und gestreifte Radieschen. Und letztere mag ich ja nun überhaupt nicht. &#8211; Obwohl, im Salat&#8230;</p>
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		<title>Nougats de Provence von Yves-Robert Tolleron</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 14:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 6. März bekam ich sehr nette Post von Karsten Ebert, den ich kurz auf der ISM kennengelernt hatte, als wir an seinem Stand (Der süße Regenbogen) klebenblieben, weil es dort ulkiges isländisches Lakritz gab; &#8211; das sieht man nun wirklich nicht überall. Einer kleinen schwungvollen Unterhaltung über Island folgte das neugierige Eintüten von ebenjenen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 6. März bekam ich sehr nette Post von Karsten Ebert, den ich kurz auf der ISM kennengelernt hatte, als wir an seinem Stand (<a href="http://www.dersuesseregenbogen.eu/" target="_blank">Der süße Regenbogen</a>) klebenblieben, weil es dort ulkiges isländisches Lakritz gab; &#8211; das sieht man nun wirklich nicht überall. Einer kleinen schwungvollen Unterhaltung über Island folgte das neugierige Eintüten von ebenjenen Lakritzpröbchen (dazu aber ein andermal, versprochen), sowie der Austausch von Visitenkarten. Und genau diese meine hatte er nun wiederentdeckt und schrieb mir, er würde mir gern mal seine Nougats de Provence vorstellen bzw. probehalber zukommen lassen, um mal zu gucken, wie ich die denn so fände.</p>
<p>Da die Mail erstens freundlich und lustig war und ich zweitens französischen Nougat liebe, freute ich mich und bekam schon zwei Tage später ein Päckchen ins Haus. Seither habe ich die Proben umschlichen und begehrlich betastet, kam aber zu nix. &#8211; Bis heute!</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/03/Nougats.jpg"><img title="Nougats" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/03/Nougats.jpg" alt="" width="500" height="224" /></a></p>
<p>Zunächst muss aber mal ein bisschen erklärt werden, was französischer Nougat denn überhaupt ist. Hier in Deutschland wird unter Nougat ja eine braune Haselnusspaste mit Kakaoanteil verstanden. Durchaus lecker. In Frankreich jedoch bezeichnet man so eine mittelweiche, helle Masse aus Zucker, Honig und Eiweiß, in die geröstete Nüsse -hauptsächlich Mandeln- gebettet sind. In Spanien und Italien gibt es etwas Ähnliches, dort heißt es Turron/Turrone und ist oft sehr fest bis splitterig. Auch der türkische Honig ist ähnlich in der Machart.</p>
<p>Mir ist der französische Nougat schon von der Konsistenz her am liebsten, denn die ist zartschmelzend und zergeht wunderbar im Mund. Ihm werden alle möglichen Beigaben zugedacht wie eben Mandeln, Pistazien, Haselnüsse, jede Menge getrockneter oder kandierter Früchte, Gewürze und Kräuter wie Zimt, Minze oder Rosmarin&#8230; Die Sortenvielfalt ist immens, wer da nichts für sich findet, hat nicht richtig geguckt.</p>
<p>Am Wichtigsten aber ist: Richtig guter Nougat wird mit provencalischem Lavendelhonig gemacht, und den sollte man auch schmecken. Jede Zutat für sich sollte erlesen sein, damit sie sich im Ergebnis ebenbürtig sind. Alle miteinander werden schonend in traditionellen Verfahren verarbeitet, oft von Hand. Darum ist dieser Nougat kostbar, und das sieht man auch am Preis, natürlich.</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/03/Nougats_Detail2.jpg"><img title="Nougats_Detail" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/03/Nougats_Detail2.jpg" alt="" width="500" height="159" /></a></p>
<p>Ich bekam nun also netterweise zugeschickt folgende drei Sorten: <strong><strong>Schokolade/Minze</strong>, Kaffee/Schokolade</strong>, <strong>dunkle/weiße Schokolade</strong> <strong></strong>. Einzeln als handschnittene Scheibe in gutes Wachspapier gewickelt (das ideal zur Aufbewahrung ist), dann mit einer hübschen Banderole versehen, die ein bisschen Auskunft gibt über den Nougatier, die Tradition und Herkunft der feinen Süßigkeit und seiner Zutaten. (In diesem Fall besonders angenehm: Nahezu alle Zutaten sind BIO und fair gehandelt.) Das Ganze steckt noch mal in einem Cellophantütchen, das handbeschriftet die Sorte verrät.</p>
<p>Alle Sorten bestehen grundsätzlich aus der Nougatmasse und den gerösteten Mandeln. Als erstes koste ich die Sorte mit <strong>Minze</strong>. Sie ist sehr zart, hat Schokostücke eingearbeitet und duftet deutlich nach der zarten Feldminze. Da ich keine Kräuterchen entdecken kann, vermute ich, dass hier ein gutes Minzöl Verwendung gefunden hat. Und zwar genau in der richtigen Menge, denn man schmeckt den Honig, die Mandeln, die richtig gute, vollmundige Schokolade (wenn man gerade ein Bröckchen davon erwischt hat), und die Minze begleitet sie alle. &#8211; Schön!</p>
<p>Dann folgt <strong>Kaffee-Schokolade</strong>. Ich bin keine große Kaffeefreundin und trinke nur selten selber welchen. Doch ich liebe den Duft, der sich ausbreitet, wenn ich für lieben Besuch eine Kanne aufsetze. Dieser Duft kommt mir auch hier entgegen, als ich das Wachspapier auffalte. Auch hier sind wieder dicke Schokostücke im hellen Nougat zu sehen, sowie das eingearbeitete Kaffeepulver. Ich probiere, und kann prompt sagen: Auch das ist wieder fein. Die Bitterstoffe und leichten Säuren des Kaffees gleichen die Süße des Honigs ein bisschen aus, wodurch diese Sorte ein wenig &#8220;herzhafter&#8221; ist. Mir fallen sofort ein paar Leutchen aus dem Freundeskreis ein, denen das riesig gefallen dürfte und merke mir das mal zu Geschenkzwecken vor. Diese Stück aber nasche ich selbst zuende!</p>
<p>Zuletzt geht es an die <strong>weiße/dunkle Schokolade</strong>.  Dieser Nougat ist dunkler, offenbar hat man dort bereits in die weiche Teigmasse Schokolade eingearbeitet und dann noch zusätzlich helle und dunkle, sehr aromatische Bruchstücke bester Schokolade zugegeben. Die Kakaoaromen sind deutlich spürbar. Ebenfalls eine tolle Sorte. Schlichtweg.</p>
<p>Alle drei sind wunderbar, mit hohem Suchtpotenzial, und von Monsieur Tolleron mit Liebe und Erfahrung gemacht, das vermittelt sich. Sie sind ausgewogen, duften herrlich und schmecken deutlich erkennbar nach ihren guten Zutaten. Am besten hat mir jedoch die Minzsorte gefallen, zumindest von den Dreien, die ich nun kenne. Und wie ich <em>mich</em> kenne, bleibt es nicht bei diesen Dreien, denn die weitere Auswahl ist spannend, und sobald ich hier wieder etwas Luft habe und meine Vorräte (hier stapelt sich noch Einiges!) wieder überschaubar werden, werde ich mir mal auf eigene Faust ein paar Sorten mit Früchten und Kräutern ordern. Und ich bin jetzt schon sicher, dass ich die genauso himmlisch finden werde. Wer nun neugierig geworden ist, wer sich jetzt die Lippen leckt, wessen Hand sich suchend um die Maus krallt, der kann <a href="http://www.dersuesseregenbogen.eu/shop/index.php/cat/c67_Nougat.html" target="_blank">hier</a> ja mal selbst stöbern gehen&#8230;</p>
<p><small><span style="text-decoration: underline;"><strong>Zutaten:</strong></span><br />
<strong>Nougat Schokolade/Minze:</strong> Rohrohrzucker aus biologischem Anbau und fairem Handel, 100% naturreiner Lavendelhonig, Mandeln, Eiweiß, Butterkaramell, Glukosesirup, Puderzucker, Meersalz aus Isigny.</small></p>
<p><strong>Nougat Kaffee/Schokolade:</strong> Rohrohrzucker aus biologischem Anbau und fairem Handel, 100% naturreiner Lavendelhonig, Guayaquil-Schokolade 64%, Mandeln, Eiweiß, Glukosesirup, Kakaopulver, Kaffeepulver, Pistazien, Puderzucker.</p>
<p><strong>Nougat dunkle/weiße Schokolade:</strong> Rohrohrzucker aus biologischem Anbau und fairem Handel, 100% naturreiner Lavendelhonig, Mandeln, Eiweiß, Butterkaramell, Glukosesirup, Puderzucker und &#8230; (hier endet leider die Angabe auf der Webseite. Ich vermute, da fehlen noch die beiden Schokoladensorten.)</p>
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		<title>Küchensofagedanken &#8211; Teil 2 &#8211; Süße Erinnerung.</title>
		<link>http://theobromina.de/2012/02/06/kuchensofagedanken-teil-2-suse-erinnerung/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 11:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hm. Angeregt durch diesen Kommentar von Schauzeit, hab&#8217; ich auch mal ein bisschen über- legt, was ich eigentlich in der Kindheit gern geschnökert habe, und wie meine persönliche Schokohistorie eigentlich verlaufen ist. Geschnökert, ja genau. So hieß das nämlich bei uns. &#8220;Krieg&#8217; ich was zu schnökern?&#8221; war die ewige, sehnsuchtsvolle Frage, die dem vorausging. Bei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/Theobrominenfuesse.jpg"><img class=" wp-image-158 alignleft" title="Theobrominenfuesse" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/Theobrominenfuesse.jpg" alt="" width="298" height="207" /></a>Hm. Angeregt durch <a href="http://theobromina.de/2012/01/19/mazet-lait-caramel-sale/#comment-70" target="_blank">diesen Kommentar</a> von <a href="http://schauzeit.blog.de/" target="_blank">Schauzeit</a>, hab&#8217; ich auch mal ein bisschen über- legt, was ich eigentlich in der Kindheit gern geschnökert habe, und wie meine persönliche Schokohistorie eigentlich verlaufen ist. <strong></strong></p>
<p><strong>Geschnökert</strong>, ja genau. So hieß das nämlich bei uns. <em>&#8220;Krieg&#8217; ich was zu <strong>schnökern</strong>?&#8221;</em> war die ewige, sehnsuchtsvolle Frage, die dem vorausging. Bei Schauzeit hieß es offenbar <strong>schnuppen</strong>.  &#8211; Und bei Euch?</p>
<p>Als ich klein war, <small>in den 70ern -ähem-,</small> gab es noch lange nicht diese Wahnsinnsvielfalt an Schnökerzeug, die Einen heute überall freundlich anbellt. Und vor allem gab&#8217;s auch nicht in jeder Saison was Neues, <em>noch</em> Sensationelleres. Man kann sicher trotzdem unheimlich viel auflisten (macht doch mal!). Hier mal, woran ich mich gern erinnere: <strong>Caramac</strong> (normal und mit Nüssen, letzteres kennt scheinbar niemand mehr&#8230;), <strong>Carrera</strong>-Schokoriegel, <strong>Rolo</strong> (Karamell und Mint),<br />
<strong>3 Musketiere</strong>, <strong>Treets</strong> und Co., <strong>Duplo</strong> und <strong>Hanuta</strong> (klar), <strong>Bazooka-Joe</strong>-Kaugummi, <strong>Kaugummi- zigaretten</strong> und <strong>-zigarren</strong> (letztere von meiner Freundin T. bis heute schmerzlich vermisst wegen ihrer überragenden Pappsüße und der Konsistenz), <strong>Waffelbruch</strong> in knallgrünen Tüten, <strong>Dolomiti</strong>- und das kleine rosa <strong>Berry</strong>-Eis.</p>
<p>Schokoladentafeln kamen bei uns von <strong>Sprengel</strong>, was eventuell schon allein daran lag, dass die Firma hier in Hannover produzierte und überall präsent war. Drei Lieblingssorten hatte ich: Marzipan, Orange und Krokant. Krokant war am besten. Meine Mutter teilte die Tafel, indem sie das Papier entlang der Mittelrippe mit dem Daumennagel einritzte, dann die Tafel durchbrach und die zwei Teile auseinanderriss. Meine Hälfte war wertvoll, wurde sauber in drei Rippen á vier Stückchen geteilt. Diese Stäbchen umwickelte ich dann an einem Ende mit der dünnen Alufolie zum Anfassen und lutschte die Schokolade dann von oben weg. Meistens dauerte das ein Weilchen, sodass der &#8220;Griff&#8221; sich unaufhaltsam auflöste und ich die warme Schokolade aus der Folie lecken musste, aber das fand ich gerade toll. So war ich dann immer ziemlich lange beschäftigt. Und glücklich.</p>
<p>Zu ganz besonderen Gelegenheiten gab es manchmal <strong>Goldnusspärchen</strong> von Novesia, danach lechzte ich. Sie waren in einer schicken, grünen Schachtel untergebracht, die man nach meiner Erinnerung zu den Seiten aufklappen konnte. Darin fanden sich dann kleine goldenen Tütchen mit grünem Henkel, in die jeweils ein Pärchen Haselnüsse in Schokohülle gebettet war. -Herrlich puppenstubig und tolles Spielzeug!</p>
<p>Bei der Oma gab&#8217;s natürlich <strong>Kinderschokolade</strong>, deren Riegelchen ja damals noch anders -also flacher- aussahen Manchmal gab&#8217;s auch <strong>Yogurette</strong>, die mochte ich erst richtig gern, wenn sie etwas angeschmolzen war, weshalb ich sie mir oft erstmal für ein Weilchen auf den Bauch legte, zum Vorwärmen (aber <em>mit</em> dem Papierchen drum!), um die warme Matsche dann vorsichtig hervorzupulen. Die saftigen, kleinen <strong>Niederegger Marzipanbarren</strong> gab&#8217;s auch bei der Oma, die aber knausrig damit war, mir manchmal bloß einen für meine Freundin und mich zusammen gab: <em>&#8220;Aber schön teilen!&#8221;</em> Naja.</p>
<p>Ansonsten erinnere ich mich gerade nicht, besondere Favoriten gehabt zu haben, aber neugierig war ich immer. Ich aß alle möglichen Sorten, u.a. <strong>Aero</strong>-Luftschokolade, <strong>Milka</strong> oder <strong>Lindt</strong> (Blätterkrokant!), <strong>Cote d&#8217; Or</strong>, <strong>Marabou</strong> und so. Dunkle Schokolade war eher was für Erwachsene, die war mir meist zu herb.</p>
<p>Bis ich 1992 begann, französische Feinkost zu verkaufen. Mein Chef war ein Windhund, aber auch ein Connaisseur. Einmal im Jahr fuhr er nach Paris, kaufte mindestens ein Kilo feinster Schokoladen und Trüffelpralinen, lud sich seine besten Freunde aufs Haus und verkostete die Beute. Runtergespült wurde stilvoll mit Champagner. Und weil er mal bemerkt hatte, welche Affinität ich zu unserem Süßwarensortiment aufgebaut hatte, lud er mich zwar nicht zur Verkostung ein, brachte mir aber ein paar Pröbchen mit. Unter anderem war darunter eine kleine, edel verpackte Tafel* aus 100%iger Kakaomasse. Sehr viel Säure, sehr bitter, sehr fremd, aber irgendwie köstlich! Spätestens da war ich geweckt.</p>
<p>Tja, so war&#8217;s bei mir&#8230; <em><strong>- Und bei Euch?</strong></em></p>
<p><strong>Edit:</strong> Hier des KaterMurrs ausführliche <a href="http://katermurr.blog.de/2012/03/07/suessigkeiten-13086258/">Erinnerung</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* <small>Übrigens stolperte ich später selbst bei einem Parisbesuch zufällig in eine kleine Seitenstraße, wo über einer Ladentür genau das Wappen hing, das ich noch von der schicken Verpackung kannte. Oder hatte mich mein Näschen geführt? Wer weiß, wer weiiiß&#8230;<br />
</small></p>
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		<title>Dolfin &#8211; Noir &#8211; Aux poires et amandes grillées</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Also, Zartbitterschokolade mit Birne und gerösteten Mandeln. So sieht sie aus: Vorab ein bisschen Info zu Dolfin: Diese belgische Firma ist bekannt für ihre Schokoladen in vielen Geschmacksrichtungen und zugleich für ihre originelle, überaus praktische Art, diese zu verpacken. Die Vollmilch- oder Zartbitterschokolade wird jeweils mit Zugaben von z.B. Anis, Zimt, Masala-Mischung, rosa Pfeffer, gesalzenem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Also, <strong>Zartbitterschokolade mit Birne und gerösteten Mandeln. </strong>So sieht sie aus:<strong></strong></p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/02/Dolfin_Poires_Amandes.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-358" title="Dolfin_Poires_Amandes" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/02/Dolfin_Poires_Amandes.jpg" alt="" width="500" height="354" /></a></p>
<p>Vorab ein bisschen Info zu <a href="http://www.dolfin.be/index.php?lang=De&amp;page=accueil" target="_blank">Dolfin</a>:</p>
<p>Diese belgische Firma ist bekannt für ihre Schokoladen in vielen Geschmacksrichtungen und zugleich für ihre originelle, überaus praktische Art, diese zu verpacken.</p>
<p>Die Vollmilch- oder Zartbitterschokolade wird jeweils mit Zugaben von z.B. Anis, Zimt, Masala-Mischung, rosa Pfeffer, gesalzenem Karamell, gerösteten Mandeln oder auch Kräutern wie Minze oder Lavendel komponiert, auch Tees (Sencha oder Earl Grey) oder Kaffee werden zum Aromatisieren verwendet. Außerdem finden sich natürlich auch die klassischen Varianten mit kandierten Fruchtstückchen von Orange, Ingwer (ich weiß, das ist eigentlich eine Wurzel&#8230;) oder hier eben auch mal Birne. Insgesamt umfasst die Palette ca. 20 Grundsorten, zeitweise ergänzt durch saisonale Editionen (Winter-/Sommersorten).</p>
<p>Hübsch finde ich übrigens auch die Minitafeln á 4,5g, die man in unterschiedlicher Zusammenstellung jeweils als buntes Sortiment bekommt. Wenn man es über Herz bringt, sie zu verschenken, sind sie ein feines Mitbringsel zum Kaffee, ansonsten kann man sich selbst durch mehrere Sorten schmecken, ohne hinterher gleich fünf angeknabberte Tafeln herumliegen zu haben. (Bei mir ist das allerdings trotzdem meistens der Fall, ich habe fast immer mehrere Sorten zugleich &#8220;in der Mache&#8221;.) Obwohl gerade das bei den normalen 70g-Tafeln von Dolfin auch kein Problem ist. Die Verpackung ist gewitzt gemacht, sie ähnelt den Folienpäckchen von Drehtabak, d.h. man kann die Tafel jederzeit sicher wieder einpacken, die Umhüllung per Haftstreifen zukleben und das Ganze in die Tasche stecken, ohne dass irgendwas herumkrümelt (oder selbst von Taschenflusen angegriffen wird). &#8211; Patent, patent!</p>
<p>Das alles erstmal so zur Einführung. Einige Sorten von Dolfin kenne ich bereits, grundsätzlich mag ich an ihnen, dass sie etwas weniger süß sind als Produkte anderer Hersteller. Neulich war ich dann also mal neugierig, wie sich diese Zartbitter (52%) mit Birne und Mandeln (was ich beides liebe) so macht.</p>
<p><strong>Der Test ergibt:</strong> Die Konsistenz ist fest, löst sich auch im Mund nicht so schnell auf. Als erstes nehme ich deutlich den angenehm fruchtig-säuerlichen Birnenduft war, die Schokolade selbst hat auch eher leichte Säure denn Bitteres, m. E. nicht viel Tiefe. (Man könnte vielleicht sagen: Es ist eine &#8220;leichte&#8221; Bitterschokolade.) Nachdem der Bissen im Mund etwas angeschmolzen ist, kommen die Birnenstückchen und die Mandelsplitter zum Vorschein. Ehrlich gesagt, hatte ich mir da etwas mehr erhofft: mehr Birne, mehr Mandelaroma. Aber so ist das eben, wenn nicht noch reichlich mittels Pipette &#8220;draufaromatisiert&#8221; wird, hier hat man sich zurückgehalten, was ich grundsätzlich ja immer gut finde. Aber vielleicht hätte man hier ruhig etwas mehr Fruchtstückchen spendieren sollen. Irritiert bin ich dann allerdings durch eine deutlich pfeffrige Note, die ich mir nicht recht erklären kann. Insgesamt finde ich die Komposition jedenfalls irgendwie zu &#8220;glatt und kühl&#8221;, um eine meiner zukünftigen Favoritinnen zu werden. Ist zwar mal was Anderes, löst aber keine Begeisterungsstürme in mir aus.</p>
<p><small>Zutaten: Kakaomasse, Zucker, Mandeln (7%), Birne (3%), Kakaobutter, natürliches Aroma von Birne, natürliche Vanille, Emulgator: Sojalecithin.</small></p>
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		<title>ISM 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Theobromina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ist er: Einer der wichtigsten Tage des Jahres und lange herbeigewünscht. Schnell wird in aller Früh noch ein Lachsbrötchen verdrückt, schon geht es los nach Köln. &#8211; Schließlich warten dort alle! Wir sind zu Dritt, Mike fotografiert, Frollein S. ist aufgeregt und ich&#8230;, naja, ich eben. Der Fahrer kennt den Weg, befährt ihn sogar, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Theorede.jpg"><img class="alignleft  wp-image-231" title="ISM_Theorede" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Theorede.jpg" alt="" width="210" height="642" /></a>Da ist er: Einer der wichtigsten Tage des Jahres und lange herbeigewünscht. Schnell wird in aller Früh noch ein Lachsbrötchen verdrückt, schon geht es los nach Köln. &#8211; Schließlich warten dort alle! Wir sind zu Dritt, Mike fotografiert, Frollein S. ist aufgeregt und ich&#8230;, naja, ich eben.</p>
<p>Der Fahrer kennt den Weg, befährt ihn sogar, und so erreichen wir gerade rechtzeitig die Pressekonferenz. Ich kann noch eben schnell meine Spezialmessebrille aus der Handtasche friemeln, da muss ich auch schon ans Pult: Wo sind denn meine Aufzeichnungen? Ach, ich hatte ja gar keine&#8230; Doch aufkommende Nervosität ist jetzt fehl am Platz, die Leute gucken schon.</p>
<p>In einer launigen Stegreifrede schwärme ich vom Zustand vollkommenen Glücks, den eine gepflegte Kakaoüberdosis mit sich bringt, rate zu kluger Vorratshaltung, um abendliche bzw. sonntägliche Frustrationen gar nicht erst aufkommen zu lassen, warne im Gegenzug vor den schweren gesundheitlichen Gefahren knausriger Enthaltsamkeit oder gar den überbordenden psychologischen Risiken beim Gedanken an &#8220;Sünde&#8221; in solchem Zusammenhang, ermuntere zum Teilen und Verschenken, erkläre Kalorien endgültig zu den harmlosesten aller Kreaturen, beschwöre eine friedlichere Welt durch die möglichst zeitnahe Umsetzung ausgeklügelter Kakaomassengrundversorgungsmodelle, sorge damit für verträumt-ausgelassene Stimmung, gewinne sämtliche Herzen des heran- und dann doch vorüberströmenden Publikums, und erkläre abschließend die <a href="http://www.ism-cologne.de/de/ism/home/index.php">ISM</a> jetzt aber mal für sowas von eröffnet, bevor wir selbst endlich den Schritt in Richtung der lockenden Stände lenken.<br />
Welche Überraschung, als wir dann die erste Messehalle betreten: Bereits alles voller Menschen. Haben die doch einfach ohne uns angefangen. Tse.</p>
<p>Dann mal nix wie ins Getümmel.</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Halle.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-237" title="ISM_Halle" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Halle.jpg" alt="" width="500" height="292" /></a></p>
<p>Da ich, wie in jedem Jahr, gut vorbereitet und komplett durchinformiert bin, steuern wir zielsicher einen Stand an, an dem es u.a. folgende Neuigkeit geben soll: Eine weiße Schokolade mit Steckrübe und Karotte. Auf die bin ich neugierig, doch als ich freundlich danach frage, ob eine Verkostung der Sorte möglich sei, wird mir der Wunsch abgeschlagen mit der Begründung, die Tafel sei noch eingewickelt. &#8211; Interessanter Grund. Bisher hat mich das allerdings noch nie von irgendwas abgehalten. Man halte sich fest: Ich hab&#8217; die dann nämlich einfach<em> ausgewickelt!</em></p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Abfuhr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-243" title="ISM_Abfuhr" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Abfuhr.jpg" alt="" width="500" height="354" /></a></p>
<p>Sie liegt also im Tresen, der nette Herr zeigt auch drauf, und als ich weiterhin interessiert frage, ob die Gemüse denn gefriergetrocknet seien oder kandiert, erklärt er: Nein, ihnen sein unter Zugabe von Zucker und mittels Einkochen das Wasser entzogen worden.<em> &#8220;Also kandiert, quasi.&#8221; &#8211; &#8220;Ja.&#8221;</em><br />
Wir empfehlen uns, bevor wir uns dazu hinreißen lassen, zu empfehlen, dann zur nächsten Messe eventuell mal lieber zwei Tafeln mitzubringen. Doch unserer guten Laune tut das natürlich keinen Abbruch, es gibt ansonsten ja überall Süßes und Feines zu kosten. Zunächst nehmen wir uns die &#8220;bunteren&#8221; Hallen vor und heben uns die Edelchocolatiers erstmal für später auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_DarthVader.jpg"><img class=" wp-image-247 alignleft" title="ISM_DarthVader" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_DarthVader.jpg" alt="" width="211" height="323" /></a>Bald treffen wir auf einen alten Bekannten, offenbar mittelschwer gebeugt ob seiner Verantwortung: Über 18 Millionen Kindergeburtstage! Pro Jahr! Da bleibt wahrscheinlich kaum Zeit für eine Mittagspause&#8230;</p>
<p>Und sicherlich begegnet er fast überall Hello Kitty oder Wilden Kerlen und muss immer den gleichen Satz sagen.</p>
<p>Den mit dem Vater, Ihr wisst schon.</p>
<p>Das kann den mächtigsten Lord ganz schön mürbe machen. Da wir nicht wissen, wie wir Trost spenden sollen, gehen wir einfach leise weg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt aber mal zu den <strong>Trends 2012/2013!</strong><br />
Schwimmlernringe aus Schokolade:</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Schokoringe.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-257" title="ISM_Schokoringe" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Schokoringe.jpg" alt="" width="500" height="313" /></a></p>
<p>Gigantische Ostern:</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Riesenei.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-258" title="ISM_Riesenei" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Riesenei.jpg" alt="" width="500" height="367" /></a></p>
<p>Und totale Melanie:</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_total_Melanie.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-259" title="ISM_total_Melanie" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_total_Melanie.jpg" alt="" width="500" height="278" /></a></p>
<p>Als Zückerchen obendrauf:<br />
Kleider mit unauffälliger, teils eingetüteter, Wegzehrung, die deshalb so wertvoll sind,<br />
dass gleich noch schlecht getarnte Security dazu geliefert wird.</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Security.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-261" title="ISM_Security" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Security.jpg" alt="" width="500" height="327" /></a><br />
Nicht auszudenken schließlich, jemand pflückte einem in der Straßenbahn heimlich einen Pfefferkuchen vom Rückenteil!</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Haserei.jpg"><img class="size-full wp-image-295 alignleft" title="ISM_Haserei" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Haserei.jpg" alt="" width="350" height="269" /></a>Die meisten Artikel hier sind jedoch für Kinder und deren Schnuten gemacht, obwohl man sich schon gelegentlich fragt, ob das der kindlichen Psyche wirklich förderlich ist, wenn man womöglich tagelang so (siehe links) angeschaut wird.</p>
<p>Wir sind nun ein paar Stunden unterwegs, brauchen jetzt mal eine kleine Pause, suchen uns ein ruhiges Plätzchen und verzehren Wurstbrote, die wir in unseren klitzekleinen Damenhandtäschchen heimlich auf&#8217;s Gelände geschmuggelt haben. Wenn man nämlich auf der ISM <em>eins</em> bekommt, dann Appetit auf ein ganz normales, belegtes Brot. Ehrlich wahr! (Übrigens ist es auch unmöglich, alles wiederzugeben, was man dort zu sehen bekommt. Ich kann hier wirklich nur einen ganz subjektiven Abriss geben.) Nach der Pause machen wir endlich Ernst und gehen in Halle 4, wo die wahren Schmankerl versammelt sind, sich zum Beispiel das diesjährige Partnerland Belgien präsentiert.</p>
<p>Dort sehen wir gleich deutlich weniger Knallfarben, dafür aber viel Schönes und sorgfältig Gestaltetes. Zunächst treffen wir auf die Passauer Firma <a href="http://www.simonschocolate.com/magento/" target="_blank">Simon&#8217;s</a> und deren Trinkschokoladen aus Edelkakaos.</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Simon.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-262" title="ISM_Simon" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Simon.jpg" alt="" width="500" height="376" /></a></p>
<p>Wir bekommen eine Kostprobe, die sofort überzeugt. Und zwar derart, dass ich darüber demnächst einen extra Beitrag schreiben möchte. Für dieses Vorhaben lasse ich mir gleich mal alle sechs Sorten einpacken, um sie zuhause in Ruhe einer gemütlichen Verkostung zuzuführen. Sicher wird das auch nicht mehr lang auf sich warten lassen, denn hier schmeckt&#8217;s bereits verlockend schokoladig-aromatisch. Ein bisschen süß, aber das liegt sicher daran, dass es sich hier um die Variante „Nougat“ handelt. Die Zutatenliste sieht gut aus, wir sind angetan.</p>
<p>Als nächstes zieht es mich zu meinem Lieblingschocolatier aus Belgien: <a href="http://www.frederic-blondeel.be/" target="_blank">Frederic Blondeel</a>.</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Blondeel_Alex_Alex.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-277" title="ISM_Blondeel_Alex_Alex" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Blondeel_Alex_Alex.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a><small><br />
(Maître Blondeel auf dem Foto links, rechts lächelt Charles-Eric Vilain XIIII)</small></p>
<p>Seine unglaublich feinen Pralinen kenne ich bereits aus Zeiten, in denen ich ab und an nach Aachen fuhr, wo sie zu dieser Zeit noch zu bekommen waren. Sein Atelier befindet sich in Beauvoorde, nahe der französischen Grenze. In Brüssel, der Schokoladenstadt schlechthin, betreibt er ein geschmackvoll eingerichtetes Ladencafé, das ich unbedingt bald mal besuchen möchte. Blondeel komponiert gern wunderbar ausgewogene Ganaches mit feinen Gewürzen wie Koriander, seltenen Salzen und Tees, Nelke, Basilikum&#8230; Und das so, das sich die Aromen nicht etwa frech überlagern, sondern aufs Schönste verbinden. Diesmal ist er in Kooperation mit <a href="http://www.alex-alex.eu/" target="_blank">Alex &amp; Alex</a> auf der ISM. Wenn ich das richtig verstehe, ist Alex &amp; Alex eine ebenfalls feine Adresse in Brüssel für Schokoladen und Champagner.</p>
<p>Als ich ein bisschen herummaule, dass wir im Norden völlig auf dem Trockenen sitzen, was seine Kostbarkeiten angeht, bietet er mir gleich an, mich gern nach Hannover zu beliefern, sollte ich einen Shop dort eröffnen. Frollein S. bekommt schon wieder dieses Glimmen im Blick, und ich lasse mal eine Karte da. &#8211; Man weiß ja nie! Innerlich beschließe ich, mir bald mal wieder ein ordentliches Päckchen Glück bei ihm zu bestellen und dann einen ausführlichen Extra-Sonder-Beitrag hier zu verfassen.</p>
<p>Bevor wir uns wieder verabschieden, dürfen wir zarte Schokotäfelchen kosten: Meines ist mit Cassis und Koriander und schlichtweg himmlisch. Frollein S. hat noch eine Stunde nach ihrem Orange-Caramel-Plättchen glasige Augen und behauptet, da sei sicher &#8220;was drin&#8221; gewesen, sie sei so glücklich und sähe überall Farben und so. Dabei ist der nächste Stand, den wir ansteuern, eher in Weiß gehalten. Merkwürdig.</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-265" title="ISM_Viani" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani1.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Bei <a href="http://www.viani.de/" target="_blank">Viani</a> fühlen wir uns sofort heimisch. Das ist unser neues Zuhause, beschließen wir. Während ich noch überlege, wo ich denn hier mal mein Klingelschild anbringen könnte, quengelt Frollein S. schon wieder, wann wir denn <em>endlich</em> ein Schokogeschäft aufmachen, in M. sei doch so ein hübscher Laden frei geworden! Grundsätzlich hat sie natürlich vollkommen Recht, man kann da schon ins Träumen geraten. Doch momentan bin ich etwas abgelenkt, findet sich hier doch fast alles, was Rang und Namen hat: Amatller, Caffarel, Amedei&#8230;<br />
<a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani_1.jpg"><img title="ISM_Viani_1" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani_1.jpg" alt="" width="500" height="341" /></a></p>
<p>Dolfin&#8230;</p>
<p><a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani_31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-269" title="ISM_Viani_3" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani_31.jpg" alt="" width="500" height="365" /></a></p>
<p>All&#8217; diese hübschen Namen werden hier noch häufiger auftauchen, denn die hätte ich ebenfalls im Sortiment, wenn&#8230; Dazu natürlich noch Coppeneur, Bonnat, Mazet. Und selbstverständlich Blondeel.</p>
<p>Und Prestat, schon allein wegen der auffällig luxuriösen Verpackung:<a href="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani_2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-267" title="ISM_Viani_2" src="http://theobromina.de/wp-content/uploads/2012/01/ISM_Viani_2.jpg" alt="" width="482" height="418" /></a></p>
<p>Die üppig-poppig designten Schatullen beherbergen köstliche Trüffelpralinés oder dünn ausgestrichene Schokoladentropfen. Netterweise wird mir auch gleich was zum Probieren angeboten. Ich entscheide mich für die dunklen Schokoplättchen mit Minze, die wolle ich nämlich schon länger gern mal kosten. Und als ich dazu gesagt bekomme, dass das „The Queen&#8217;s favourite“ seien, möchte ich diese am liebsten ab sofort regelmäßig besuchen und ihr ihre Vorräte wegschnökern. (Na, wenn sie das jetzt liest, wird sie mich vermutlich nicht so schnell einladen.) Sie zergehen auf der entzückten Zunge und bilden den würdigen Abschluss unseres Genießertages, wie ich finde. Mit Kinderaugen stehen wir noch ein Weilchen herum, dann lösen wir uns schweren Herzens und treten so langsam die Heimreise an.</p>
<p>Nun heißt&#8217;s erstmal wieder ein Jahr warten&#8230;</p>
<p style="text-align: right;"><small>(Fotos: Bis auf wenige Ausnahmen von Mike R., die anderen drei sind von mir.)</small></p>
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