Da isse wieder. Und gleich mit einer Ankündigung.

Ach wie gut, dass eine Webseite so geduldig vor sich hin warten kann und nicht etwa anfängt, zu schrumpeln, zu stauben oder lose zu klappern, wenn man sie mal für ein paar Monate links liegen lassen muss. Sie mosert auch nicht rum: „Jaja, von wegen: Bald…! Kenn‘ ich, das sagst Du doch schon ewig. Und dann passiert wieder nix. – Pah!“

Nein, sie wartet stattdessen geduldig vor sich hin, lässt immer mal Besucher reinschauen, beschäftigt sich klammheimlich mit Statistiken, listet derweil brav nötige Aktualisierungen auf und hält aus, bis Frau Madame endlich wieder mehr Zeit für sie hat. Also bis jetzt. – Und warum musste sie so lange warten?

Weil ich in den letzten anderthalb Jahren in einem großen Weinhandel gearbeitet habe (nein, nicht der mit dem französischen Namen, es gibt ja auch noch andere, die hübsche Filialen in allen großen Städten haben), und da war war eben immer viel los, das kann ich Euch sagen! Zum Bloggen blieb da jedenfalls keine Zeit, leider. Jetzt geht das zum Glück wieder.

Aha, und was gibt’s inzwischen Neues?

Also, ich habe in der Zwischenzeit natürlich irre viel gelernt, hauptsächlich über tolle Weine, aber nicht nur, sondern z.B. auch über die dazugehörige Sensorik, also das ernsthafte Erschnuppern und Erschmecken. Oder wie man herausbekommt, was womit gut kombinierbar ist. Angewandte Sensorik ist ja längst nicht nur bei Weinen wichtig, sondern in quasi allem, was mit Essen & Trinken zu tun hat. Ihr glaubt gar nicht, wie spannend ich das sofort fand, – das war ja genau die Richtung, in die ich beruflich weiter wollte und wusste nur nicht: Wie! Schon vorher hatte ich zuhause Fachbücher gewälzt, aber da war eben alles noch recht theoretisch. Da kam jetzt eine Menge Alltagspraxis dazu.

Man kann das Gelernte übrigens ziemlich grob zusammenfassen in: Vor Allem muss man immer: Probieren, probieren, probieren! Aber eben mit wachen Sinnen. Und ein gewisses Zungenspitzengefühl gehört selbstverständlich auch dazu. (Das gilt  auch für den ganz normalen Alltag, wo das oft ein bisschen verloren gegangen ist.)   Schnell merkt man, dass die Verwirrung weniger wird und die Aromen sich immer besser unterscheiden und benennen lassen, man baut sich sogar so etwas eine innere Geschmacks- und Geruchsbibliothek auf. Seither rieche ich an allem, bevor ich es esse oder trinke und lasse mir dann mit dem Schmecken etwas Zeit… So einfach kann es tatsächlich erstmal sein.

Und weil wir dort, wo ich gearbeitet habe, auch Abendseminare veranstaltet haben und es von Oben hieß: Macht einfach mal!, habe ich mit einer lieben Kollegin sehr bald begonnen, Seminare auszutüfteln zu Themen, die wir für unsere Kunden spannend fanden: „Champagner“, „Weineinsteiger“, „Käse & Wein“ und natürlich besonders gern „Schokolade & Wein“. Das hat wunderbar funktioniert und eine Menge Spaß gemacht. Vor allem hat es mich darin bestärkt, dass das zu mir passt und ich auch in Zukunft ganz unabhängig und auf eigene Kappe Seminare zu Genussthemen halten möchte; – am liebsten natürlich zur Schokolade!

Tja, und jetzt kommt’s.

Deshalb mache ich das auch, und zwar hier*:

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Mein erstes reines Schokladenseminar. (Also eigentlich sogar mein erstes und mein zweites.)
– Ich freue mich so!

* Auf unermüdliche Initiative einer gewissen Frau S.J. aus M. hin, die das quasi schon gemeinsam mit meinem Liebsten M. und dem Café heimelie ausbaldowert hatte, bevor ich selbst noch richtig daran denken konnte. – 1.000 Dank!