Die neue Freiheit: Am See sitzen und öffentlich an Heizkostenabrechnung denken.

Premiere. Heute blogge ich zum erstem Mal von unterwegs!

Eben nämlich war ich beim Brominen-TÜV und habe jetzt eine gute Stunde Zeit, ein Täss- chen Tee im Café am Rathaussaal zu trinken und dabei über’n Bildschirm hinweg auf den zum Saal, quatsch, zum Rathaus gehörigen See zu blicken. Nämlich immer dann, wenn die Sonne mal so schneit, dass ich mein eigenes Display nicht mehr erkenne. So hat doch jedes Wetter sein Gutes: Entweder kann ich hier was erkennen und schreiben, oder ich kann mich warm anscheinen lassen und Enten begucken. Hauptsache, es schneit nicht, ich hab‘ nämlich keinen Schal dabei.

Später habe ich dann noch einen Termin und dann, wenn ich wieder zuhause bin, kommt Freundin T. und kann mit mir zusammen verfolgen, wie mein Vermieter mal so richtig die Klappe aufmacht.

Hinter der Klappe wohnt ein kleiner Kasten, der eigentlich das An- und Ausgehen meiner Molligkeitszufuhr (nee, nicht Kalorien, Heizung!) regeln soll. Zudem soll das Gerät für uns aufschreiben, wie oft es diesen komplizierten Vorgang ausgeführt hat und wie lange. Allerdings hat der werte Herr H. das Kästlein irgendwann zu Beginn dieses harten Winters untauglich geknipst, weil es immer wieder herumbockte und mir meine Molligkeit (selbst- verständlich auch hier wieder bezogen auf die Raumtemperatur, ich bin ja nu schlank, kann ich ja nix für!) nur nach Gutdünken gewähren wollte. So hatte ich’s zwar  trotzdem im Winter durchaus warm, doch keiner weiß genau, wie sehr. Auf die Abrechnung dieser Heizkosten bin jetzt schon gespannt, denn der gute Mann wird schätzen müssen, wie viel Wärme eine Bromine so braucht.

Natürlich werde ich heute Abend dann immer mal wieder fallen lassen, dass es quasi mein allerausgeprägtestes Hobby ist, zuhause in dicken Wollsocken unter gemütlichen Decken zu liegen… Freundin T. wird rechtzeitig gebrieft, was sie wann zu bekräftigen hat. „Ja, liebe D., sowohl dein Socken- als auch dein Deckenkonsum ist ja geradezu legendär und weit über die Stadtgrenzen Hannovers hinaus bekannt. Sogar bei uns in Apelern hört man davon immer mal raunen!“ – Und wenn er weg ist, werden wir kichern und einen Rha- barbersaft dazu trinken.

Das also der Plan für den Rest des Tages.
Ach, guck‘, und da kommt die Sonne auch schon wieder raus…

26 thoughts on “Die neue Freiheit: Am See sitzen und öffentlich an Heizkostenabrechnung denken.

  1. die sonne schneit. so so.
    hauptsache, du hast keinen schal dabei.
    :))
    glückwunsch zur neuen freiheit – das ist schon ein verdammt feiner luxus!
    rhababersaft mag ich auch sehr! am liebsten den von vo*lkel.

    • Ja, das macht sie ganz gut, finde ich. 😉

      So ein Netböökchen wollte ich schon länger gern haben und manchmal soll man sich ja auch was gönnen…

      Es gab tatsächlich die wohl neue Rhabarberlimo von V*elkel, die hat den etwas merkwürdigen Namen „B*o-Zisch“. Klingt wie eine Macke unter Ökos: „Ach, der hat doch’n B*o-Zisch, wenn Du mich fragst!“ War aber sehr lecker!

    • (Irre! *gg*)

      Socken stricken kann ich leider gar nicht, suche aber immer noch einen Lohnsklaven dafür. Wie wär’s? ;D Es dürfen auch gern unorthodoxe, ja geradezu farbenblinde Zusammenstellungen sein. Da steh‘ ich drauf!

  2. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich Dir ein Foto von einem Schneemann geschickt und auf die Rückseite geschrieben, wie lustig es war, als wir den im Januar in Deinem Wohnzimmer gebaut haben. :))

    Übrigens werden lila Hosen für Männer offenbar wirklich modern – zusammen mit neongrünen Schlabbermuskelshirts. :))

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